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Leistungen einer Schmerzambulanz

10.04.2008 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V.

22. DGZ-Jahrestagung in Würzburg, 05.-07.06.08: Der klinische Alltag aller medizinischen Disziplinen wird mit Patienten konfrontiert, deren Schmerz keine hinreichende Erklärung in einer Lokalpathologie findet und der vor allem mit den üblichen Konzepten der Schmerztherapie nicht befriedigend zu behandeln ist. In der Zahnheilkunde werden diese Schmerzen z. B. als Atypische Odontalgie, Persistierender idiopathischer Gesichtsschmerz oder Trigeminusneuralgie klassifiziert. Hier liegt sicherlich die größte Herausforderung für eine bessere Versorgung von Patienten mit Schmerzen. Die Organsysteme des Menschen bilden den Ordnungsrahmen, in dem sich die Fachgebiete der klinischen Medizin etabliert haben. Mit dem Fortschreiten dieser organspezifischen Spezialisierung entstand der Bedarf an fachübergreifenden Disziplinen. Die Liste neuer, interdisziplinär ausge-richteter Organisationsstrukturen in der Medizin wird immer länger und allen neuen Disziplinen ist gemeinsam, dass sie kaum eine Generation alt sind. Die klinische Algesiologie entwickelte sich hauptsächlich aus Einzelinitiativen Anästhesiologischer, Neurologischer oder Orthopädischer Abteilungen auf der Grundlage fachspezifischer diagnostischer und therapeutischer Methoden.
Die Etablierung des Weiterbildungskonzepts für "Spezielle Schmerztherapie" der Bundesärztekammer legte zwar den ersten Grundstein für abrechnungsrelevante schmerztherapeutische Leistungsziffern, behinderte aber auch den Aufbau eines eigenständigen interdisziplinären Projekts der Algesiologie.
Schmerzambulanzen mit einem fachbezogenen Methodenspektrum bieten daher ein begrenztes Leistungsspektrum, das den tatsächlichen fachübergreifenden Bedürfnissen in der Patientenver-sorgung nicht gerecht werden kann.
Ein auf Behandlungsmethoden beschränktes Leistungsspektrum rechtfertigt aus der Sicht des Anästhesisten immerhin die Angebote eines Akutschmerzdienstes und einer palliativen Schmerztherapie.
Der klinische Alltag aller medizinischen Disziplinen wird mit Patienten konfrontiert, deren Schmerz keine hinreichende Erklärung in einer Lokalpathologie findet und der vor allem mit den üblichen Konzepten der Schmerztherapie nicht befriedigend zu behandeln ist. In der Zahnheilkunde werden diese Schmerzen z. B. als Atypische Odontalgie, Persistierender idiopathischer Gesichtsschmerz oder Trigeminusneuralgie klassifiziert. Hier liegt sicherlich die größte Herausforderung für eine bessere Versorgung von Patienten mit Schmerzen.
Die forschende Algesiologie entwickelt gerade auf dem Gebiet des chronischen Schmerzes neue fachübergreifende diagnostische und therapeutische Ansätze.
Chronische Schmerzen sind unabhängig von der Topographie ihrer Manifestation Symptome komplexer Gesundheitsstörungen, bei denen metabolische, endokrinologische, immunologische, hämostasiologische und psychische Störungen variable Ursachenketten bilden können.
Schmerzambulanzen, die sich klinisch und wissenschaftlich auf diese Thematik eingelassen haben, bieten hier ihren klinischen Partnern ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Leistungsspektrum an.

Weitere Informationen zum Thema wird Prof. Dr. G. Sprotte in seinem Vortrag "Leistungen einer Schmerzambulanz" zur 22. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) in Würzburg am Freitag, 06. Juni, von 13- 15 Uhr, vorstellen.
Weitere Informationen: http://www.dgz-online.de
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