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TFH Georg Agricola beteiligt sich an Forschungszentrum in China - Altbundeskanzler Schröder unterstützt Kooperation

18.04.2008 - (idw) Technische Fachhochschule Georg Agricola

Die Technische Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum und die China University of Mining and Technology in Xuzhou planen die Einrichtung eines gemeinsamen Forschungszentrums für Sicherheit und Umweltschutz im Steinkohlenbergbau. Das vereinbarten die Präsidenten beider Hochschulen bei gemeinsamen Beratungen mit dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem Bochumer Bundestagsabgeordneten Axel Schäfer sowie Industrievertretern am 16. April in Berlin. Mit einer Gesamtfördermenge von 2,6 Milliarden Tonnen im Jahr 2007 ist China der bei weitem größte Steinkohleproduzent der Welt (zum Vergleich: in Deutschland wurden im selben Jahr 21,3 Millionen Tonnen gefördert). Die enorme Expansion der chinesischen Steinkohlenindustrie hat aber Ihren Preis: Immer wieder ereignen sich schwere Grubenunglücke mit Todesopfern unter den Bergleuten. Der chinesische Bergbau verursacht zudem Umweltbelastungen mit global spürbaren Folgen, insbesondere in Form von CO2- und Methangas-Emissionen, aber auch durch Wasser- und Bodenverschmutzung sowie Bergsenkungen.

Innovative technologische Lösungen für diese massiven Probleme soll künftig ein chinesisch-deutsches Forschungszentrum für Bergbausicherheit und Umweltschutz entwickeln, das an der staatlichen Bergbauuniversität China University of Mining and Technology (CUMT) in Xuzhou errichtet werden soll. Aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und exzellenter wissenschaftlicher Leistungen in den Fachgebieten Umweltgeotechnik und Bergtechnik ist die TFH Georg Agricola zu Bochum Wunschpartner der CUMT für den Aufbau des Forschungszentrums. Die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen wird von Altbundeskanzler Gerhard Schröder gefördert, der sich seit langem für die Intensivierung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China engagiert. Der Bochumer Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer (SPD) hatte den Kontakt zwischen Schröder und der TFH mit initiiert. Bei einem gemeinsamen Arbeitstreffen mit Schröder, Schäfer und Vertretern der Bergbauunternehmen RAG und DBT unterzeichneten die Präsidenten der CUMT und der TFH Georg Agricola, Professor Dr. Shirong Ge und Professor Dr. Jürgen Kretschmann, eine Absichtserklärung zur Verwirklichung des chinesisch-deutschen Forschungszentrums und zur verstärkten Zusammenarbeit beider Hochschulen.

Die China University of Mining and Technology und die Technische Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum kooperieren bereits seit 1999 miteinander. Zwischen den Hochschulen findet u.a. ein regelmäßiger Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden statt. Die beiden TFH-Professoren Frank Otto und Wilhelm Stelling sind an einem internationalen Forschungsprojekt der CUMT zur Umweltgeotechnik im Steinkohlenbergbau beteiligt. Christoph Dauber, seit März 2008 Professor für Bergbaukunde und Rohstofftechnologie an der TFH, wird ebenfalls maßgeblich am Aufbau des geplanten Forschungszentrums mitwirken.

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