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Europas Einfluss auf das nationale Recht

16.06.2008 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Deutsche und slowenische Juristen tagen am 20. Juni an der Universität Jena Jena (16.06.08) Vorratsdatenspeicherung, Anwendung von gentechnisch-veränderten Organismen, Qualität von Kraftstoffen - in politischen Gremien heiß diskutiert, erhitzen diese Themen bisweilen auch die Gemüter der Bevölkerung. Noch etwas haben sie gemeinsam: Jedes für sich ist Gegenstand einer Richtlinie der Europäischen Union (EU). Anders als Verordnungen, welche unmittelbar wirken, müssen solche Richtlinien erst ins nationale Recht der Mitgliedstaaten übertragen werden.

"Die Gestaltungsspielräume für diesen Prozess unterscheiden sich in den einzelnen Ländern mitunter enorm, deshalb sind wir sehr froh, diesen Aspekt aus zwei verschiedenen Perspektiven beleuchten zu können", sagt Prof. Dr. Volker Michael Jänich von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Rechtswissenschaftler hat die Tagung "Der Einfluss des EU-Rechts auf die nationale Rechtsentwicklung - die deutsche und die slowenische Perspektive" zusammen mit seinem slowenischen Kollegen Prof. Dr. Janez Kranjc von der Universität Ljubljana organisiert. Die Konferenz findet am 20. Juni an der Universität Jena statt.

Rechtswissenschaftler beider Länder diskutieren dabei die aktuellen Entwicklungen im Europäischen Recht, besondere Schwerpunkte liegen im Zivil-, Straf-, Sozial- und Prozessrecht. "Wir hoffen, mit dem Symposium den Impuls für einen regen wissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Universitäten zu geben", äußert Jänich, der den Gerd Bucerius-Lehrstuhl für Bürgerliches Recht mit deutschem und internationalem Gewerblichen Rechtsschutz innehat, seinen Wunsch auf eine kontinuierliche Zusammenarbeit.

Die Struktur des Rechtsstudiums in Slowenien wird Thema eines einleitenden Vortrags von Prof. Kranjc sein. "Gerade vor dem Hintergrund der außerordentlich kontrovers diskutierten Umstellung auch der rechtswissenschaftlichen Studiengänge auf Bachelor- und Masterstudium ist für uns dieser Erfahrungsaustausch von besonderer Bedeutung und bietet sicher interessante Ansätze zur Gestaltung möglicher neuer Studienformen", so Jänich.

Das rechtswissenschaftliche Symposium bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe "Slowenien in Thüringen", die am 10. April begonnen hat. Slowenien, das noch bis zum 30. Juni die EU-Ratspräsidentschaft innehat, nutzte in diesem Rahmen die Möglichkeit, sich und seine Kultur in verschiedenen Veranstaltungen in Jena zu präsentieren.

Die Tagung richtet sich an interessierte Juristen aus Wissenschaft und Praxis, die dazu am 20. Juni ab 9.00 Uhr im Raum 2.43 (Sitzungssaal der Rechtswissenschaftlichen Fakultät) in der Carl-Zeiß-Str. 3 herzlich eingeladen sind.

Kontakt:
Prof. Dr. Volker Michael Jänich
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena
Carl-Zeiß-Str. 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 942110
E-Mail: v.jaenich[at]recht.uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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