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Ein Erfolgsmodell feiert seinen 20. Geburtstag

16.06.2008 - (idw) Hochschule Esslingen

Die Hochschule Esslingen feiert an seinem Standort Göppingen das 20-jährige Jubiläum. Staatssekretär Dietrich Birk: "Standort Göppingen ist eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft" GÖPPINGEN. Die Festredner sind sich einig gewesen: Die Entwicklung der kleinen Fachhochschulaußenstelle zum inzwischen 1000 Studierenden zählenden Standort Göppingen der Hochschule Esslingen ist eine 20 Jahre dauernde Erfolgsgeschichte. Obendrein zeigten sich alle - Verantwortliche und Besucher gleichermaßen - überzeugt, dass diese Entwicklung fortgesetzt werden kann.

Der eine Gründungsdekan im Radfahrer-Outfit, der andere als golfender Tennisspieler: Die Professoren Manfred Feiler und Jürgen van der List präsentierten sich den mehr als 200 Gästen beim Empfang zum 20-jährigen Bestehen des Göppinger Hochschulstandorts als zufriedene Ruheständler. Der launige und mit historischen Fotodokumenten illustrierte Dialog der beiden Ex-Chefs, bei dem die noch junge Geschichte der Hightech-Schmiede nachgezeichnet und mit zahlreichen Anekdoten gewürzt wurde, war beispielhaft für die Stimmung bei der Jubiläumsfeier im Foyer in der Robert-Bosch-Straße. Zufrieden, aufgeräumt und stolz, so zeigten sich die Laudatoren, ohne allerdings zu verschweigen, dass es 1988, als die damalige "Außenstelle Göppingen" der Fachhochschule Esslingen ihren Betrieb aufnahm, etliche Skeptiker gegeben hatte.

Professor Bernhard Schwarz, der heutige Rektor der Hochschule Esslingen, selbst 14 Jahre lang in Göppingen tätig, fasste das Geschehene unter die Schlagworten "Beginn", "Fortschritt" und "Erfolg" zusammen. "Da waren ein paar Visionäre, die einfach angefangen haben", sagte er. Dann sei nach verlässlichen Partnern gesucht worden. "Mit diesen wird bis heute zusammengearbeitet und die Perspektiven sind hervorragend, dass dieses Erfolgsmodell fortgesetzt werden kann", betonte Schwarz. Man könne sicher sein, dass es keine schöpferische Pause geben werde.

Den Reigen der Grußwortredner eröffnete Wolf Ulrich Martin, Präsident der IHK-Bezirkskammer Göppingen. Er machte deutlich, "dass es auch aus Sicht der Firmen und Betreibe ein wichtiger Faktor für das Standortmarketing unseres Kreises ist, die Hochschule vor der Tür zu haben". Hans Haller, während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister wurde Göppingen Hochschulstandort, erinnerte an die Dynamik, die der Gründung vom ersten Moment an zu eigen war: "Innerhalb eines Jahres wurden alles Voraussetzungen geschaffen, um die Einrichtung hier etablieren zu können." Nach dem Motto "Jetzt oder nie!" hätten die Verwaltung und der Gemeinderat die Chance beim Schopf gepackt. "Diese Dynamik, die wir damals vorgegeben haben, hat sich in den vergangenen 20 Jahren fortgesetzt", lobte Haller.

Lob gab es auch von Seiten der Industrie. Dr. Eberhard Veit, Vorstandssprecher der Esslinger Festo AG und zugleich Mitglied zahlreicher bundesweit agierender Wirtschaftsgremien, bezeichnete "die Fachhochschule hier am Standort als Spitzenhochschule, die sicherstellt, dass sich hier Spitzenunternehmen ansiedeln und erfolgreich tätig sind". Agil, antizipativ und attraktiv, auf dieses dreifache A fasste er seine Beurteilung zusammen. Veit rechnete vor, dass sich staatliche Investitionen in die Hochschulen lohnten, was sich gerade in Göppingen zeige. Er äußerte den Wunsch, dass Göppingen im Ranking der Hochschulen weiter ganz oben bleiben möge. "Dazu möchten wir als Unternehmen beitragen, indem wir vier Starts mit dem Festo-Luftschiff spendieren", erklärte der Vorstandssprecher.

Dr. Dietrich Birk, Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hatte zwar kein Geschenk im Gepäck. In seinem Festvortrag machte er allerdings mehrfach deutlich, dass ihm der Hochschulstandort Göppingen "eine Herzensangelegenheit ist". Birk überbrachte nicht nur die Glückwünsche der Landesregierung. Er sprach auch von einer "regionalen Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht." So sei es die richtige Entscheidung der damaligen Landesregierung gewesen, "diesen Standort zu schaffen und damit auch außerhalb der Metropolen die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern".

Der Göppinger CDU-Landtagsabgeordnete sieht seine Heimatstadt längst als "feste und etablierte Größe in der deutschen Hochschullandschaft", Der Standort werde, nicht zuletzt angesichts des drohenden Mangels an Nachwuchsingenieuren zunehmend an Bedeutung gewinnen, sagte Birk. Dem werde man unter anderem auch durch den neuen Studiengang "Internationales Wirtschaftsingenieurwesen", der in einer ersten Ausbautranche zum Wintersemester eingeführt werde, gerecht. Und schließlich hatte der Staatssekretär Birk doch noch ein "Geschenk" parat. "Wir werden die weiteren Göppinger Planungen zur Erweiterung, auch in der zweiten Tranche ganz sicher mit sehr großem Wohlwollen prüfen", machte er seine Sicht der Dinge deutlich. Niemand mochte an diesem Abend an Birks Worten zweifeln.

Bild: Auch unter den Festrednern herrschte über das "20-Jährige" in Göppingen Freude pur: (von links) Prof. Jürgen van der List (Gründungsdekan Mikroelektronik und Mikromechanik), Prof. Manfred Feiler (Gründungsdekan Maschinenbau und Fertigungssysteme), Dr. Eberhard Veit (Vorstandssprecher der Esslinger Festo AG), Hans Haller (Göppinger Oberbürgermeister a.D.), Prof. Rainer Würslin (Dekan Mechatronikj und Elektrotechnik), Wolf Ulrich Martin (Präsident der IHK-Bezirkskammer Göppingen), Dr. Dietrich Birk (Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst), Prof. Bernhard Schwarz (Rektor der Hochschule Esslingen)


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