Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Zuwahl neuer Mitglieder: 23 Wissenschaftler verstärken acatech

17.06.2008 - (idw) acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

München, 17. Juni 2008. acatech - DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN vergrößert den Gestaltungsspielraum ihrer elf Themennetzwerke mit der Aufnahme von 23 weiteren renommierten Persönlichkeiten. 18 herausragende Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin werden als ordentliche Mitglieder die Arbeit von acatech aktiv mit gestalten. Vier verdiente Persönlichkeiten wurden als außerordentliche Mitglieder in die Akademie gewählt. Sie zeichnen sich durch herausragende Kenntnisse und Leistungen aus. acatech freut sich insbesondere angesichts der neuen Aufgaben als nationale Akademie auf die Zusammenarbeit mit ihnen. Im Rahmen des acatech Akademietages 2008 am 24. April wurden folgende Persönlichkeiten in die DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN gewählt: Ordentliche Mitglieder

Prof. Dr. Johannes A. Buchmann
Professor für Informatik an der Technischen Universität Darmstadt

Prof. Dr. Martin Claußen
Professor für Meteorologie an der Universität Hamburg und Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie

Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Dangelmaier
Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Paderborn und Direktor am Heinz-Nixdorf-Institut

Prof. Dr. Bernhard Eitel
Professor für physische Geographie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Rektor der Universität

Prof. Dr. Hans-Georg Frede
Professur für Ressourcenmanagement an der Justus-Liebig-Universität Giessen und Direktor des Instituts für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement

Prof. Dr. Harald Fuchs
Professor für Physik an der Universität Münster

Prof. Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann
Direktor der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler und Professor für Philosophie an der Universität Duisburg-Essen

Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D.
Professor für Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Vorstand des Instituts für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship

Prof. Dr.-Ing. Bernd Höhn
Professor für Maschinenelemente an der Technischen Universität München

Prof. Dr. Martin Jansen
Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart

Prof. Dr.-Ing. Udo Lindemann
Lehrstuhl für Produktentwicklung an der Technischen Universität München

Prof. Dr. Martin Möller
Professor für Textilchemie und Makromolekulare Chemie an der RWTH Aachen und Direktor des Deutschen Wollforschungsinstituts

Prof. Dr.-Ing. Anke Pyzalla
Direktorin am Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf

Prof. Dr. Thomas Scheper
Professor für Technische Chemie an der Universität Hannover

Prof. Dr. Arne Skerra
Professor für Biologische Chemie an der Technischen Universität München

Prof. Dr.-Ing. Alfred Voß
Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Energiesysteme und Leiter des Instituts für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung an der Universität Stuttgart

Prof. Dr. André Wagenführ
Professor für Holz- und Faserwerkstofftechnik an der Technischen Universität Dresden

Prof. Dr. Peter Weingart
Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld und Direktor des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung

Prof. Dr. Roland Wiesendanger
Professor für Experimentelle Festkörperphysik an der Universität Hamburg

Außerordentliche Mitglieder

Prof. Dr. Wolfgang J. R. Hoefer
Professor em. für Electrical and Computer Engineering an der University of Victoria und ehem. Leiter des Computational Electromagnetics Research Laboratory an der University of Victoria, Canada

Prof. Dr. Herbert A. Mang
Professor em. für Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Wien
Ehem. Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr.-Ing. Gunther Schänzer
Ehem. Leiter des Instituts für Flugführung der Technischen Universität Braunschweig

Prof. Dr. Gerhard Sessler
Professor em. für Elektroakustik an der Technischen Universität Darmstadt


> Ordentliche Mitglieder

Johannes A. Buchmann, Jahrgang 1953 hat Mathematik, Physik, Philosophie, Pädagogik an der Universität zu Köln studiert. 1982 promovierte er dort im Fach Mathematik, die Habilitation folgte 1988. Im selben Jahr trat er an der Universität des Saarlandes eine Professur für Informatik an. 1996 folgte er dem Ruf der Technischen Universität Darmstadt, wo er bis heute als Professor für Informatik und Mathematik an der TU Darmstadt tätig ist. Seine Spezialgebiete sind die Kryptographie und die Computersicherheit. Von 2001 bis 2007 war er Vizepräsident der TU Darmstadt. 1993 wurde Johannes A. Buchmann mit dem Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet; 2006 erhielt er den Karl Heinz Beckurts-Preis.

Martin Claußen, Jahrgang 1955, studierte Meteorologie an der Universität Hamburg. Von 1981 bis zu seiner Promotion 1984 forschte er am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und am Massachussetts Institute of Technology in Cambridge, USA. 1984 bis 1985 arbeitete Martin Claußen als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, bevor er 1985 an das GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht wechselte. 1991 wurde er leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, bis er 1996 dem Ruf auf eine Professur für Theoretische Klimatologie an die Freie Universität Berlin folgte. 2002 nahm er eine Professur für Klima-Physik an der Universität Potsdam an. Dort war Martin Claußen von 2002 bis 2005 Geschäftsführender Direktor des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung PIK. 2005 trat er eine Professur für Meteorologie an der Universität Hamburg an und wurde zum Mitglied und Direktor des Max-Planck-Institutes für Meteorologie. 2005 wurde er mit der Milutin Milankovic Medaille der European Geosciences Union ausgezeichnet.

Wilhelm Dangelmaier, Jahrgang 1949, hat Maschinenbau an der Universität Stuttgart studiert, wo er 1978 promovierte. Er habilitierte 1985 am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, für das er fast 20 Jahre, zuletzt als Direktor im Bereich Unternehmensplanung, tätig war. Er ist Leiter und Gründer des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Logistikorientierte Betriebswirtschaft (ALB), einem Anwendungszentrum des Instituts für Materialfluss und Logistik in Dortmund sowie seit 1991 Professor für Wirtschaftsinformatik am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn.

Bernhard Eitel, Jahrgang 1959, studierte an der Universität Karlsruhe Geographie und Germanistik. Er promovierte 1989 an der Universität Stuttgart und habilitierte sich dort 1994. 1995 folgte er einem Ruf an die Universität Passau auf die Professur für Physische Geographie. 2001 nahm er eine Professur für Physische Geographie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an. Dort arbeitete er als Direktor des Geographischen Institutes. Ab 2006 integrierte er das Lumineszenzlabor der Forschungsstelle Archäometrie der Heidelberger Akademie der Wissenschaften am Max-Planck-Institut für Kernphysik in das Geographische Institut der Universität. Mehrere Jahre war Bernhard Eitel Prodekan, Dekan und Zweiter Sprecher des Heidelberger Universitätssenats, bevor er am 1. Oktober 2007 zum Rektor der Universität Heidelberg ernannt wurde.

Hans-Georg Frede, Jahrgang 1947, studierte Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen. Dort promovierte er 1975 und habilitierte 1985. 1988 nahm er einen Ruf auf die C4-Professur für Ressourcenmanagement an der Universität Gießen an. Hans-Georg Frede beschäftigt sich mit der Effizienzanalyse knapper Ressourcen, insbesondere von Wasser. Er ist an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten zur Wassereffizienz beteiligt und trägt mit seinen Arbeiten dazu bei, die Belastungen der Gewässer mit Nähr- und Schadstoffen deutlich zu reduzieren. Die Forschung von Hans Georg Frede ist gekennzeichnet durch intensive Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen, wodurch seine Forschungen einen direkten Transfer in die Praxis unterstützen.

Harald Fuchs, Jahrgang 1951, hat Physik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken studiert. Dort schloss er 1982 seine Promotion ab. 1984 wechselte er als IBM post doctoral fellow an das Forschungslabor Zürich. Zwischen 1985 und 1993 war er Mitarbeiter der BASF AG, bevor er zum Professor (C4) und Direktor am Physikalischen Institut an die Universität Münster berufen wurde. Harald Fuchs ist Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Nanotechnologie (CeNTech) in Münster. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Rastersondenmikroskopie und nanostrukturierte Funktionsmaterialien. Für seine Forschungen wurde er unter anderem mit dem Philip-Morris-Forschungspreis 1994 ausgezeichnet. Harald Fuchs hat über 30 Patente angemeldet und ist Mitbegründer von zwei Startup-Firmen im Bereich der Nanotechnologie.

Carl Friedrich Gethmann, Jahrgang 1944, hat Philosophie in Bonn, Innsbruck und Bochum studiert, wo er 1971 seine Promotion abschloss. 1978 folgte die Habilitation an der Universität Konstanz und 2003 die Ehrenpromotion zum Dr. phil. h. c. an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ab 1972 arbeitete Carl Friedrich Gethmann als Universitätsdozent für Philosophie an der Universität Essen, ab 1978 war er Privatdozent an der Universität Konstanz. 1979 wurde er zum Professor für Philosophie an der Universität Essen berufen. Carl Friedrich Gethmann erhielt Berufungen auf ordentliche Professuren an die Universität Oldenburg 1990, an die Akademie für Technikfolgenabschätzung in Stuttgart 1991 sowie an die Universitäten Essen 1991, Konstanz 1993 (abgelehnt) und Bonn 1995 (abgelehnt). Seit 1996 ist er Direktor der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH. Carl Friedrich Gethmann ist der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie e.V. Er erhielt 2006 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er ist Mitglied der Bio-Ethik Kommission des Landes Rheinland-Pfalz.

Dietmar Harhoff, Jahrgang 1958, hat Maschinenbau an der Universität Dortmund studiert. 1987 schloss er an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University mit dem Master of Public Adminstration ab. Er promovierte 1991 an der Alfred P. Sloan School of Management am Massachussetts Institute of Technology. Von 1991 bis 1998 war er am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung tätig, seit 1995 als Stellvertretender Direktor. 1996 folgte die Habilitation in VWL an der Universität Mannheim. Dietmar Harhoff ist seit 1998 Leiter des Instituts für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München, zudem ist er Akademischer Leiter des Entrepreneurship Centers der LMU. Als wissenschaftlicher Berater ist er für eine Reihe von öffentlichen und privaten Organisationen tätig, so als Vorsitzender der unabhängigen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung.

Bernd Robert Höhn, Jahrgang 1946, hat Maschinenbau an der TH Darmstadt studiert. Dort schloss er seine Promotion 1978 ab. Zwischen 1979 und 1989 arbeitete er in der Abteilung Getriebevorentwicklung der AUDI AG, die er ab 1982 leitete. 1989 folgte er dem Ruf der Technischen Universität München und arbeitete am Lehrstuhl Maschinenelemente als Leiter der Forschungsstelle Zahnräder und Getriebebau, FZG. Seit 2004 ist Bernd Robert Höhn Mitglied im Präsidium des Vereins Deutscher Ingenieure, VDI. Er wurde im selben Jahr mit dem VDI-Ehrenzeichen und 2007 mit dem Ernst-Blickle-Preis der SEW-Eurodrive-Stiftung ausgezeichnet.

Martin Jansen, Jahrgang 1944, studierte Chemie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und promovierte dort 1973. Nach der Habilitation im Jahre 1978 nahm er 1981 den Ruf auf einen Lehrstuhl für Anorganische Chemie an der Universität Hannover an. 1987 wechselte er an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 1998 ist er Mitglied des wissenschaftlichen Rates der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Seine Arbeiten wurden unter anderem mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, dem Otto-Bayer-Preis, dem Alfred-Stock-Gedächtnis-Preis und dem Karl-Ziegler-Preis ausgezeichnet.

Udo Lindemann, Jahrgang 1948, hat Maschinenbau an der Universität Hannover studiert. Ab 1974 arbeitete er dort als wissenschaftlicher Assistent. 1976 bis 1979 promovierte er an der Technischen Universität München. Anschließend war er in leitenden Positionen bei der Renk AG in Augsburg tätig. Zum 1. April 1992 wurde er zum Vorsitzenden der MAN Miller Druckmaschinen GmbH bestellt. Daneben engagierte sich Udo Lindemann intensiv in Kostenanalyse-Arbeitskreisen der Forschungsvereinigung Antriebstechnik und im Verein Deutscher Ingenieure. 1995 hat Udo Lindemann die Nachfolge seines Doktorvaters Professor Ehrlenspiel als Leiter des Lehrstuhls für Produktentwicklung an der Technischen Universität München übernommen. Seit 2007 ist er Präsident der internationalen Fachorganisation "Design Society" sowie Mitglied des Senats der TUM.

Martin Möller, Jahrgang 1951, studierte Chemie an den Universitäten in Hamburg und Freiburg, wo er promovierte und 1988 habilitierte. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of Massachussetts und zwei Jahren wissenschaftlicher Arbeit in Freiburg übernahm Martin Möller 1989 eine Professur an der Universität Twente in den Niederlanden, dann ab 1993 an der Universität Ulm und seit 2002 an der RWTH Aachen. Dort fungiert Martin Möller seit 2003 gleichzeitig als Direktor des Deutschen Wollforschungsinstituts. 1997 erhielt Martin Möller den Landeslehrpreis Baden-Württemberg, 2003 den PTN Prize der Niederlande und 2003 den Körber Preis für die Europäische Wissenschaft für das Konzept eines "Light driven molecular walkers".

Anke Rita Pyzalla, Jahrgang 1966, studierte Maschinenbau und Mechanik an der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Hochschule Darmstadt. Sie promovierte 1995 an der Ruhr-Universität Bochum mit einem Thema aus der Werkstoffwissenschaft. Nach Tätigkeiten als Wissenschaftlerin am Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH und der Technischen Universität Berlin habilitierte sich Anke Rita Pyzalla 2001 an der Ruhr-Universität Bochum in der Fakultät für Maschinenbau. 2003 wechselte sie von der Technischen Universität Berlin nach Österreich an die Technische Universität Wien als Universitätsprofessorin für Werkstoffeinsatz, Fügetechnik und Bauteilprüfung. Seit 2005 ist Anke Rita Pyzalla Direktorin und Geschäftsführerin am Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH in Düsseldorf, das zu gleichen Teilen vom Verein Deutscher Eisenhüttenleute VDEh und der Max-Planck-Gesellschaft MPG finanziert wird.

Thomas Scheper, Jahrgang 1956, studierte Chemie in Hannover. Nach der Promotion 1985, einem Forschungsaufenthalt als Postdoctorate am Caltech, USA und Habilitation 1990 folgte Thomas Scheper 1992 einem Ruf an die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster. Drei Jahre später nahm er die C-4-Professur für technische Chemie an der Leibniz Universität Hannover an. Seine aktuellen Forschungsarbeiten umfassen die Gebiete Bioprozesstechnik, Bioanalytik und Tissue Engieering. Thomas Scheper wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gerhard-Hess-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Buchner-Preis der DECHEMA 1993 und dem Wissenschaftspreis der Deutschen Technion Gesellschaft 2006.

Arne Skerra, Jahrgang 1961, hat in Darmstadt und München Chemie studiert. Nach seiner Promotion am Gen-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität arbeitete er am Laboratory of Molecular Biology in Cambridge, England. Anschließend baute er eine Arbeitsgruppe am MPI für Biophysik in Frankfurt am Main auf. 1994 nahm er einen Ruf an die TU Darmstadt auf die Professur für Proteinchemie an. 1998 wechselte er auf den Lehrstuhl für Biologische Chemie an der TU München. Sein Forschungsgebiet ist die Strukturanalyse und das Design von Proteinen, vor allem im Hinblick auf therapeutische Anwendungen. Arne Skerra wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2005 mit dem Karl Heinz Beckurts-Preis.

Alfred Voß, Jahrgang 1945, hat Maschinenbau an der Technischen Hochschule Aachen studiert und dort 1973 promoviert. 1973 wurde er Stellvertretender Leiter der Programmgruppe Systemforschung und Technologische Entwicklung (STE) der Kernforschungsanlage Jülich, deren Leitung er 1977 übernahm. Er war von 1983 bis 1989 ordentlicher Professor am Institut für Kernenergetik und Energiesysteme (IKE) der Universität Stuttgart und ist seit 1990 Leiter des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart. Alfred Voß war von 1991 bis 1994 Mitglied der Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" des Bundestages und 2000 bis 2002 der Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung".

André Wagenführ, Jahrgang 1959, studierte von 1980 bis 1984 an der TU Dresden, wo er bis zu seiner Promotion 1988 als wissenschaftlicher Assistent arbeitete. Nach mehrjähriger Industrietätigkeit, unter anderem als technischer Berater bei Henkel KGaA, Citax Klebetechnik Heidenau, arbeitete er seit 1993 als Ressortleiter am Institut für Holztechnologie Dresden. Ende 1999 folgte er seiner Berufung zum Professor für Holz- und Faserwerkstofftechnik an die TU Dresden.

Peter Weingart, Jahrgang 1941, studierte Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Staatsrecht an den Universitäten Freiburg, Berlin (FU) und Princeton und promovierte 1970 an der Freien Universität Berlin. Er ist seit 1973 Professor für Soziologie, Wissenschaftssoziologie und Wissenschaftspolitik an der Universität Bielefeld und Direktor des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT). Er war von 1989 bis 1994 Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung (ZiF), zwischen 1983 und 1984 Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin, zwischen 1984 und 1985 Visiting Fellow der Harvard University sowie 2000 am Getty Research Institute. Er ist seit 1994 Visiting Professor der University of Stellenbosch in Südafrika.

Roland Wiesendanger, Jahrgang 1961, studierte Physik an der Universität Basel, wo er 1987 seine Promotion und 1990 seine Habilitation auf dem Gebiet der Rastertunnelmikroskopie abschloss. 1992 erhielt er einen Ruf als Professor für Experimentelle Festkörperphysik an der Universität Hamburg. Roland Wiesendanger ist Initiator unter anderem des Interdisziplinären Nanowissenschafts-Centrums Hamburg "INCH" und seit 2006 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs 668 "Magnetismus vom Einzelatom zur Nanostruktur". Für seine Forschungsarbeiten erhielt er unter anderem den Gaede-Preis 1992, den Max Auwärter Preis 1992, den Karl-Heinz-Beckurts-Preis 1999 und den Philip-Morris-Forschungspreis 2003.


> Außerordentliche Mitglieder

Wolfgang Hoefer, Jahrgang 1941, studierte von 1960 bis 1965 an der RWTH Aachen Elektrotechnik und wurde an der Université de Grenoble im Jahr 1968 zum Docteur Ingénieur promoviert. Im Jahr 1969 ging Wolfgang Hoefer an die University of Ottawa, Kanada, wo er ab 1980 Full Professor war. 1992 wurde er an die Universiy of Victoria, B.C., Kanada berufen. Er leitete dort bis zu seiner Emeritierung im Juli 2006 das Computational Electromagnetics Research Laboratory. Für seine Forschungen im Bereich der elektromagnetischen Theorie hat Wolfgang Hoefer zahlreiche internationale Preise erhalten. Er ist Mitglied der Academy of Sciences der Royal Society of Canada (RSC).

Herbert A. Mang, Jahrgang 1942, studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Wien. 1970 folgte dort die Promotion und 1977 die Habilitation. Die Habilitationsschrift wurde mit dem Kardinal Innitzer-Förderungspreis ausgezeichnet. Bis 1979 forschte er als wissenschaftlicher Assistent an der TU Wien sowie als Fulbright Fellow an der Texas Technological University, wo er 1974 zum Ph. D. (Structural Engineering) promoviert wurde, und als Max-Kade Fellow an der Cornell University, N.Y., USA. 1979 erfolgte die Ernennung zum außerordentlichen Professor an der TU Wien. 1981 erhielt er einen Ruf als ordentlicher Professor für Festigkeitslehre an die TU Graz und 1982 einen als ordentlicher Professor für Elastizitäts- und Festigkeitslehre an die TU Wien. Ein Jahr später wurde er dort zum Vorstand des Institutes für Festigkeitslehre bestellt. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Numerische Mechanik. Er erhielt Ehrendoktorate mehrerer europäischer Universitäten und zahlreiche Wissenschaftspreise. Herbert A. Mang war von 1995 bis 2003 Generalsekretär und dann bis 2006 Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er ist Mitglied mehrerer ausländischer Akademien, darunter der U.S. National Academy of Engineering.

Gunther Schänzer, Jahrgang 1938, studierte Luftfahrt an der Technischen Universität Braunschweig. Nach der Pomotion war er für sieben Jahre in leitender Stellung beim Bodenseewerk in Überlingen tätig. Danach leitete er zunächst das Institut für Flugmechanik der TU Braunschweig und ab 1980 das Institut für Flugführung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Flugregelung, Flugsicherheit, Flug in Wind und Turbulenz sowie Präzisionsnavigation. 1989 gelang ihm die weltweit erste automatische Landung auf der Basis von GPS. 1985 gründete er die Firma Aerodata Flugmesstechnik, die mit heute etwa 130 Mitarbeitern Weltmarktführer im Bereich der Vermessung und Kalibrierung von Funknavigationssystemen ist. Gunther Schänzer wurde mit mehreren bedeutenden internationalen Preisen ausgezeichnet.

Gerhard M. Sessler hat Physik in München und Göttingen studiert. 1959 folgte seine Promotion in Göttingen. Bis 1975 arbeitete er in der Forschungsabteilung der Bell Laboratorien in Murray Hill, New Jersey. Seither ist er Professor für Elektroakustik an der TU Darmstadt. Er war dort von 1976 bis 1977 und von 1989 bis 1990 Dekan des Fachbereichs Elektrische Nachrichtentechnik. Seit 1999 ist er emeritiert, forscht aber weiter über elektroakustische und elektromechanische Wandler. Gerhard M. Sessler ist Miterfinder des Elektretmikrofons und des Silizium-Kondensatormikrofons, der derzeit gebräuchlichsten Mikrofontypen. Er wurde 1999 in die US National Inventors Hall of Fame aufgenommen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Technologiepreis der Eduard-Rhein Stiftung 2007.

Über acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

acatech vertritt die Interessen der deutschen Technikwissenschaften im In- und Ausland in selbstbestimmter, unabhängiger und gemeinwohlorientierter Weise. Als Arbeitsakademie berät acatech Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen. Darüber hinaus hat es sich acatech zum Ziel gesetzt, den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu erleichtern und den technikwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Zu den Mitgliedern der Akademie zählen herausragende Wissenschaftler aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. acatech finanziert sich durch eine institutionelle Förderung von Bund und Ländern sowie durch Spenden und projektbezogene Drittmittel. Um die Akzeptanz des technischen Fortschritts in Deutschland zu fördern und das Potenzial zukunftsweisender Technologien für Wirtschaft und Gesellschaft deutlich zu machen, veranstaltet acatech Symposien, Foren, Podiumsdiskussionen und Workshops. Mit Studien, Empfehlungen und Stellungnahmen wendet sich acatech an die Öffentlichkeit. Die Geschäftsstelle von acatech befindet sich in München; zudem ist acatech mit einem Hauptstadtbüro in Berlin vertreten.


Kontakt und weitere Pressematerialien:
Jann Gerrit Ohlendorf
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit acatech
Residenz München
Hofgartenstraße 2
80539 München
Tel. +49(0)89/5 20 30 940
mob.+49(0)/176 23 88 61 65
Fax +49(0)89/5 20 30 99
ohlendorf@acatech.de
Weitere Informationen unter www.acatech.de

uniprotokolle > Nachrichten > Zuwahl neuer Mitglieder: 23 Wissenschaftler verstärken acatech
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/158637/">Zuwahl neuer Mitglieder: 23 Wissenschaftler verstärken acatech </a>