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nanoCAMP 2008: Für zwölf Jugendliche beginnt ein Abenteuer

26.06.2008 - (idw) Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Das 3sat-Sommerforschungslager in Leipzig startet am 28. Juni

"Ich bin vor Freude fast geplatzt, als ich die Anmeldebestätigung in den Händen hatte und konnte für ein paar Minuten nur noch schreiend im Garten umhertanzen", schreibt "nanoCAMPerin" Marie Bandelier voller Vorfreude in ihrer Selbstvorstellung auf www.nano.de, der Internetseite des 3sat-Wissenschaftsmagazins "nano". Nun geht es endlich los, nicht nur für die 17-jährige Schülerin aus Schlemmin in Mecklenburg-Vorpommern, sondern noch für elf weitere Jugendliche aus Deutschland und Österreich. Das "nanoCAMP 2008" des 3sat-Wissenschaftsmagazins, das in diesem Jahr am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig stattfindet, startet am Samstag, 28. Juni. Die zwölf besonders engagierten Jungen und Mädchen im Alter von 16 bis 18 Jahren, die sich im Frühjahr bei 3sat bewerben konnten, werden am Helmholtz-Zentrum bis 4. Juli 2008 Pionierarbeit in Sachen Nachwuchsforschung leisten: Sie werden Wissenschaft als Abenteuer erleben. Natürlich kommen sie mit ihrer Arbeit auch ins Fernsehen: ab Montag, 30. Juni, bis Freitag, 4. Juni, täglich in "nano" um 18.30 Uhr. Im Jahr der Mathematik lernen die Jungforscher im "nanoCAMP", dass Mathematik keineswegs eine weltfremde Wissenschaft ist: Und diese Erkenntnis reift beispielsweise am Tag des Finales der Fußball-EM beim Besuch beim Wissenschaftssommer in Leipzig in der Frage, warum Wissenschaft einem Torwart bei einem Elfmeter helfen könnte - wenn er nur schnell genug rechnen könnte. In den kommenden Tagen demonstrieren die Jugendlichen am UFZ, wie nackte Formeln mit realen Umweltbedingungen zu verknüpfen sind. Die Jungforscher gehen nicht nur inhaltlich, sondern auch tatsächlich in die Tiefe: Mit schwerem Gerät fahren sie über den Boden Bitterfelds und setzen zehn Meter tiefe Bohrungen an. So wollen sie herausfinden, welche Mikroorganismen die organischen Giftstoffe im Boden der ostdeutschen Stadt abbauen. Die Teilnehmer werden hier an vorderster Forschungsfront aktiv sein, denn die meisten Bodenbakterien sind noch völlig unbekannt. Die Mathematik zeigt sich dabei von der praktischen Seite: Die "nanoCAMPer" arbeiten mit Hilfe von Computerpower und Formeln. Der unsichtbare Untergrund wird visualisiert in einer so genannten 3D-Cave - einer Box mit virtuellen, aber sehr echt anmutenden Bildern.

Die diesjährigen Teilnehmer sind: Marie Bandelier, Schlemmin (Mecklenburg-Vorpommern), Till Brockmeier, Stegen (Baden-Württemberg), Denise Castle, Eppstein (Hessen), Philipp Feind, Frankfurt/Main (Hessen), Patrick Hagemann, Weida (Thürin-gen), Natalie Hüttemann, Rodgau (Hessen), Simon Klemenc, Innsbruck (Österreich), Maximilian Leipold, Mellrichstadt (Bayern), Samuel Rischmüller, Bad Salzdetfurth (Niedersachsen), Nicole Schäfer, Biebergemünd-Lanzingen (Hessen), Rosanne Sprute, Bad Oeynhausen (NRW) und Lisa Schowe, Münster (NRW).

3sat fördert seit 2002 jedes Jahr mit seinem "nanoCAMP" den akademischen Nachwuchs. Unterstützt wird die Aktion von "Wissenschaft im Dialog".

Redaktionshinweis:
Fotos erhalten Sie beim ZDF-Bilderdienst unter der Hotline 06131 - 706100 sowie http://bilderdienst.zdf.de/presse/nanocamp .

Weitere Informationen:
Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat
Telefon: 06131 - 706407 und -6479
oder
Presse und Öffentlichkeitsarbeit UFZ
Doris Böhme / Tilo Arnhold
Telefon: 0341-235-1269
E-mail: presse@ufz.de

Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 900 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Weitere Informationen: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/diverses/118485/index.html - Aktuelles aus dem nanoCamp 2008
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