Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 21. November 2019 

Bamberger Studierende gehören zu den zufriedensten

26.06.2008 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Umfragen bestätigen die Verbesserung von Studienbedingungen durch Studienbeiträge Seit einem Jahr zahlen Studierende auch an der Universität Bamberg 500 Euro Studienbeiträge pro Semester. Eine bundesweite Umfrage zur Zufriedenheit mit der Verwendung der Beiträge zeigt: Bamberger Studierende gehören zu den zufriedensten. Eine breit angelegte Umfrage an der Universität Bamberg zu Studienbedingungen allgemein, in der auch die Zufriedenheit mit der Verwendung der Beiträge erfragt wurde, bestätigt das Ergebnis.

Fragt man die Studierenden an den 54 Universitäten, an denen derzeit Studienbeiträge erhoben werden, nach ihrer Zufriedenheit mit der Verwendung der zusätzlichen Mittel, dann kommen die besten Ergebnisse aus den Universitäten Bayreuth, Clausthal-Zellerfeld, Konstanz, Bamberg und der RWTH Aachen. Das zeigen die Umfragergebnisse des Gebührenkompasses, mit dem die Universität Hohenheim 2008 zum zweiten Mal die Zufriedenheit deutscher Studierender mit der Verwendung von Studienbeiträgen ermittelt. Der Gebührenkompass überprüft auch die Einstellung von Studierenden gegenüber Studienbeiträgen im Allgemeinen.

Sieht man genauer hin, wird das stolze Ergebnis etwas relativiert, denn auch an den vier Spitzen-Unis ist das Zufriedenheitsniveau gerade mal leicht unter 4 auf einer Skala zwischen "1 = sehr zufrieden" und bis "6 = sehr unzufrieden". Die durchschnittliche Zufriedenheit der Befragten lag überhaupt nur bei 4,55.
Vor diesem Hintergrund bildet die Universität Bamberg an einer Stelle eine echte Ausnahme: Während 74,1 Prozent aller Befragten angaben, bislang noch keine Verbesserung der Lehrbedingungen an ihrer Universität zu bemerken, haben 55,8 Prozent der Bamberger Studierenden seit der Einführung der Studienbeiträge zum Sommersemester 2007 bereits eine deutliche Verbesserung der Lehre festgestellt. Damit ist die Universität Bamberg in dieser Kategorie Spitzenreiter, mit einigem Abstand gefolgt von der Universität Clausthal-Zellerfeld (44,4 Prozent).

"Beim Thema Studienbeiträge kann man keine guten Noten erwarten, das ist völlig klar", erklärt der Bamberger Vizepräsident für Lehre Prof. Dr. Reinhard Zintl. Umso wichtiger sei ihm die positive Verortung Bambergs im Gesamtbild der Bundesrepublik. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe hat er in der vergangenen Woche an der Universität eine allgemeine Umfrage zu Studienbedingungen gemacht - die die Ergebnisse des Gebührenkompasses bestätigen.

"Unsere Bamberger Umfrage zielte zunächst einmal darauf, Informationen über die allgemeinen Studienbedingungen zu erhalten, unabhängig von der Evaluation einzelner Lehrveranstaltungen", so Zintl. Die Universität brauche dieses Wissen, um über alle Fakultäten hinweg einschätzen zu können, wo die Dinge akzeptabel laufen und wo etwas getan werden müsse. Die Befragung wird jedes Jahr stattfinden. Zwei Drittel der Fragen sollen immer wieder gestellt werden, um Entwicklungen verfolgen zu können, ein Drittel soll wechselnde Brennpunkte untersuchen. In dieser ersten Umfrage sind das Studienbeiträge.

Das Ergebnis kann sich in mehrfacher Hinsicht sehen lassen: Zunächst einmal wegen des guten Rücklaufs. Eine Beteiligung von 31 Prozent hält Zintl für "außerordentlich gut". Zum anderen bestätigt das Ergebnis eine große Grundzufriedenheit der Studierenden an der Universität Bamberg. "Alles in allem" sind zwei Drittel der Studierenden eher zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrem Studium. Eher unzufrieden oder sehr unzufrieden sind nur 5,8 Prozent. Gute Noten bekamen die Service-Einrichtungen der Universität, die sich um die Belange der Studierenden kümmern: Studentenkanzlei, Studienberatung, Auslandsamt, Prüfungsamt, aber auch die Unibibliothek und das Rechenzentrum. Etwas schlechter waren die Ergebnisse für die Kapazität und Ausstattung der Räume sowie für die Mensa, die vom Studentenwerk Würzburg betrieben wird.

Im Hinblick auf die Verwendung von Studienbeiträgen bestätigen die Bamberger Ergebnisse die Werte des Gebührenkompasses: Knapp 60 Prozent der Befragten lehnen Studienbeiträge ab. Dennoch sieht über die Hälfte der Bamberger Studierenden deutliche oder zumindest teilweise Verbesserungen in der Lehre durch den Einsatz der Beiträge. Zu hoch oder viel zu hoch finden allerdings 92 Prozent die Studienbeiträge.


Die Ergebnisse des allgemeinen Umfrageteils, der nach weiteren Details des Studiums, nach den Studienperspektiven und der Verwendung der Beiträge fragt, sind online abrufbar unter http://www.uni-bamberg.de/studium/evalu/umfrage/.

uniprotokolle > Nachrichten > Bamberger Studierende gehören zu den zufriedensten
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/159298/">Bamberger Studierende gehören zu den zufriedensten </a>