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Zwei Osnabrücker Physiker beim Nobelpreisträgertreffen - Strenges Auswahlverfahren - Philipp Rahe und Volker Dieckmann z

27.06.2008 - (idw) Universität Osnabrück

Was die Welt im Innersten zusammen- und im Äußersten auseinanderhält, davon wird in der ersten Juliwoche in Lindau häufiger die Rede sein als an jedem anderen Ort der Erde. Denn die 25 Nobelpreisträger der Physik, die sich dann auf der Insel im Bodensee versammeln, sind mit ihren Entdeckungen tief in die Geheimnisse des Mikro- und des Makrokosmos vorgedrungen. Sie werden ihr Wissen beim 58. Lindauer Nobelpreisträgertreffen vom 29. Juni bis 4. Juli mit 550 hervorragenden Nachwuchswissenschaftlern aus 66 Ländern teilen, sich mit ihnen über aktuelle Entwicklungen austauschen und Kontakte knüpfen. Das strenge Auswahlverfahren der Nobelpreisträgertagung haben Philipp Rahe und Volker Dieckmann vom Fachbereich Physik der Universität Osnabrück bestanden und zählen somit zu den besten Nachwuchswissenschaftlern ihres Fachs. Sie setzten sich gegen mehrere Hundert Bewerber durch. Als roter Faden wird sich die Frage nach den wesentlichen Anforderungen der Ausbildung zum Forscher, nach den optimalen Voraussetzungen für den Erfolg von Wissenschaftlern durch das Treffen ziehen. Nicht nur in den Vorträgen wird "Science Education" ein Thema werden - sondern vor allem in zahlreichen Gesprächen zwischen den Laureaten und dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Denn im Zeichen der Globalisierung wächst die Verantwortung von Wissenschaftlern für eine nachhaltige Entwicklung unserer Welt - und die Begegnungen des Lindauer Treffens sollen dabei wie Stabsübergaben in einem generationsübergreifenden Staffellauf für die Zukunft der Menschheit wirken. "Die Vorträge und Diskussionen bieten mir die einmalige Möglichkeit, an den Erfahrungen verdienter Wissenschaftler teilzuhaben", erklärt Volker Dieckmann, Doktorand in der Osnabrücker Arbeitsgruppe "Nichtlineare Molekül- und Festkörperoptik"von Prof. Dr. Mirco Imlau. "Ich hoffe, viele neue Ideen und Anregungen für meine Arbeit mitnehmen zu können."

Die Spanne der teilnehmenden Laureaten reicht von Donald Glaser, dem Physiknobelpreisträger des Jahres 1960, der für seine Erfindung der Blasenkammer zum Nachweis von Elementarteilchen ausgezeichnet wurde, bis zum letztjährigen Preisträger Peter Grünberg, ohne dessen Entdeckung des Riesenmagnetowiderstandes es die leistungsfähigen Speichermedien der Gegenwart (in Laptops wie in MP-3-Spielern) nicht gäbe. Die Attraktivität des Lindauer Treffens spiegelt sich auch in seiner Aktualität wider: Sieben der teilnehmenden Laureaten haben ihren Nobelpreis innerhalb der vergangenen sechs Jahre erhalten. "Die Teilnahme am 58. Nobelpreisträgertreffen in Lindau bietet mir die hervorragende Möglichkeit, Wissenschaftler zu treffen, die ihr Fach auf höchstem Niveau vorangebracht haben", freut sich deshalb auch Philipp Rahe. Er ist Doktorand in der Arbeitsgruppe "Molekulare Selbstorganisation" von Dr. Angelika Kühnle und untersucht die Wechselwirkung organischer Moleküle mit nichtleitenden Oberflächen als Grundlage für zukünftige Anwendungen in organischer Optoelektronik.

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Weitere Informationen:
Dipl.-Physiker Volker Dieckmann, Universität Osnabrück,
Fachbereich Physik, Arbeitsgruppe "Nichtlineare Molekül- und Festkörperoptik"
Barbarastr. 7, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541969 2649, Fax: +49 541 969 3510,
E-Mail: vdieckma@uni-osnabrueck.de

Dipl.-Physiker Philipp Rahe, Universität Osnabrück,
Fachbereich Physik, Arbeitsgruppe Molekulare Selbstorganisation
Barbarastr. 7, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541969 2875, Fax: +49 541 969 12875,
E-Mail: prahe@uni-osnabrueck.de

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