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Forschungsstelle zur Rehabilitation von Menschen mit kommunikativer Behinderung feiert zehnjähriges Bestehen

30.06.2008 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die Forschungsstelle zur Rehabilitation von Menschen mit kommunikativer Behinderung (FST), ein An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), feiert am 4. Juli 2008 ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Festprogramm. Unter dem Motto "Eine Gesellschaft für alle - Teilhabe am Arbeitsleben" tragen Referenten aus verschiedenen Blickwinkeln des gesellschaftlichen Lebens vor. Zur anschließenden "Langen Nacht der Wissenschaften" werden das Ambulatorium Sprachtherapie und ein Hörmobil des Deutschen Schwerhörigenbunds geöffnet sein. Die FST wurde 1965 als "Forschungsstelle für angewandte Sprachwissenschaft zur Rehabilitation Behinderter" an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gegründet. Seit dem dienstlichen Ausscheiden ihres Gründers und Leiters, Prof. Dr. Klaus Schulte, wird sie seit 1998 als "Forschungsstelle zur Rehabilitation von Menschen mit kommunikativer Behinderung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" von Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Rehabilitationspädagogik, weitergeführt.

Die stärkere Gewichtung der Rehabilitation und die Präzisierung der Zielgruppe Menschen mit kommunikativer Behinderung, haben neben der empirischen Grundlagenforschung verstärkt auch die notwendige Interdisziplinarität in der Rehabilitationsforschung gefördert. Die interdisziplinäre Forschung zeigt sich an der MLU auch durch vielfältige Kontakte zu anderen Fakultäten, beispielsweise der Juristischen, Wirtschaftswissenschaftlichen sowie der Medizinischen Fakultät.

Unter dem Motto "Teilhabe verwirklichen - Gleichstellung durchsetzen - Selbstbestimmung ermöglichen" steht im Zentrum der Arbeit der FST, mehr Menschen mit kommunikativer Behinderung Chancen zur kommunikativen, beruflichen und sozialen Integration zu eröffnen. Das zeigt sich auch an der MLU: Für den neuen, barrierefreien Internetauftritt und die Ringleitung für hörgeschädigte Studierende und Bürger im Audimax sind wichtige Impulse von der FST ausgegangen.

Ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt der FST wird in den nächsten Jahren die frühe Prävention von Sprachstörungen sein. Der Grund dafür liegt im dramatischen Anstieg von Schulanfängern mit Sprachentwicklungs- und Kommunikationsstörungen "Wir sind überzeugt, dass der hohe Anteil von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf durch frühzeitige Intervention reduziert werden kann", sagt Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte zur zukünftigen Forschungsausrichtung der FST und setzt fort: "Hier wird die FST mit dem Ambulatorium Sprachtherapie der MLU, das vor einem Jahr seine Arbeit aufgenommen hat, kooperieren."

Die Tagung zu "10 Jahre An-Institut: forschen - qualifizieren - integrieren" beginnt am Freitag, 4. Juli, 14 Uhr, mit einer Einführung in die Arbeit der FST durch Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte sowie anschließender Begrüßung durch den Rektor der MLU, Prof. Dr. Diepenbrock, und Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg vom Institut für Sozioloie der MLU.

Die folgenden Referate beschäftigen sich mit dem Recht von Behinderten auf berufliche Bildung und Teilhabe, mit virtuellen Möglichkeiten für Benachteiligte und berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten für sie. Über Gesetzeswirkungen bei der beruflichen Integration schwerhöriger und gehörloser Menschen berichten Vertreter des Deutschen Schwerhörigen- und des Deutschen Gehörlosenbunds.

Zur "Langen Nacht der Wissenschaften" ist ab 18 Uhr das Ambulatorium Sprachtherapie "Sprachtherapie - rechtzeitig handeln - Sprache entwickeln" im Haus 31 der Franckeschen Stiftungen geöffnet. Auf dem Vorplatz von Haus 31 steht das Hörmobil des Deutschen Schwerhörigenbundes. Interessierte haben ab 14 Uhr bis in die "Lange Nacht" die Möglichkeit, ihr Hörvermögen testen zu lassen.


Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte
Tel.: 0345 55 23773
E-Mail: christa.schlenker-schulte@paedagogik.uni-halle.de
Weitere Informationen: http://www.fst.uni-halle.de
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