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Fischereiforschung am Johann Heinrich von Thünen-Institut mit neuen Institutsleitern

03.07.2008 - (idw) Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Nach längerer Vakanz sind jetzt die Leiterstellen der Institute für Seefischerei und für Fischereiökologie des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) neu besetzt worden. Mit Dr. Gerd Kraus und Prof. Dr. Reinhold Hanel konnte das vTI zwei junge Wissenschaftler gewinnen, die über breite Forschungserfahrungen im In- und Ausland verfügen. Dr. Gerd Kraus (Jahrgang 1967), der neue Leiter des Instituts für Seefischerei, promovierte am Institut für Meereskunde der Universität Kiel im Rahmen zweier EU-Großprojekte zur Rekrutierung von Dorsch und Sprotte in der Ostsee. Anschließend koordinierte er am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) die Beiträge des Instituts zu verschiedenen nationalen und internationalen Fischereiforschungsprojekten, bevor er 2006 ans Nationale Institut für aquatische Ressourcen der Technischen Universität von Dänemark in Kopenhagen ging. Dort lagen seine Forschungsschwerpunkte auf der Modellierung der Auswirkungen von Klimavariabilität und Fischerei auf die Bestandsentwicklung kommerziell wichtiger Fischarten. Auf hoher See an Bord von Forschungsschiffen fühlt sich der Fischereibiologe mindestens genauso wohl wie an seinem Institutscomputer.

Der neue Leiter des Instituts für Fischereiökologie, Prof. Dr. Reinhold Hanel (Jahrgang 1969), promovierte an der Universität Innsbruck mit einer Arbeit über atlantische Meerbrassen und Lippfische. Zusätzlich zu seiner universitären Ausbildung verfügt er über Berufspraxis als Fischereimeister in der Binnenfischerei und Aquakultur. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physiologische Chemie der Universität Würzburg wechselte er 2004 als Juniorprofessor für Fischereibiologie ans Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an die Universität Kiel, wo er seit 2007 die kommissarische Leitung der Abteilung Fischereibiologie innehatte. Sein Tätigkeitsfeld ist breit gestreut und reicht von der Erforschung der Biologie des Aals über verschiedene Aquakultur-Projekte bis hin zur Biodiversitätsforschung und Populationstrennung unter Anwendung molekulargenetischer Methoden.

Die beiden in Hamburg angesiedelten Institute gehören zum Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei. Dessen Forschungsergebnisse dienen vor allem zur wissenschaftlichen Beratung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Um Belegexemplar wird gebeten
Weitere Informationen: http://www.vti.bund.de
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