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Universität Bielefeld Partner im DFG-Projekt OPUS 4

03.07.2008 - (idw) Universität Bielefeld

Universitätsbibliothek an Weiterentwicklung einer Software für Publikationsserver beteiligt

OPUS ist mit circa 60 Installationen die in Deutschland am weitesten verbreitete Software für Publikationsserver. Sie ermöglicht das Einspielen, Verwalten und Recherchieren von elektronischen Publikationen über das Internet sowie die Vernetzung mit anderen Publikationsservern. Am 1. Juli startete ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt, mit dem OPUS als Baustein nationaler und internationaler Netzwerke (OPUS 4) weiterentwickelt werden soll. Damit soll es noch einfacher werden, wissenschaftliche Publikationen im Netz zu veröffentlichen und zu recherchieren. Die Universitätsbibliothek Bielefeld beteiligt sich mit ihrer Expertise an diesem Projekt. Die Universitätsbibliothek Bielefeld bringt ihr Expertenwissen - hier werden bereits mehrere Server mit OPUS betrieben - im Rahmen der Arbeitsbereiche "DRIVER-Kompatibilität", "Collections", und "Anbindung an Forschungsinformationssysteme" ein:

DRIVER-Kompatibilität

Die Weiterentwicklung von OPUS 4 orientiert sich an den derzeit entstehenden Server Netzwerken, zum Beispiel an dem seit 2006 von der Europäischen Kommission geförderten Projekt "Digital Repository Infrastructure Vision for European Research (DRIVER)". Dabei geht es um den Aufbau einer geeigneten Infrastruktur zur Vernetzung verteilter Publikationsserver von Universitäten und Forschungseinrichtungen in Europa und darüber hinaus. Die Universitätsbibliothek Bielefeld, die seit Projektbeginn an DRIVER beteiligt ist, soll dafür sorgen, dass OPUS 4 kompatibel zu den Anforderungen der DRIVER-Richtlinien wird.

"Collections"

Die Universitätsbibliothek Bielefeld arbeitet daran, die OPUS-Unterstützung so ausweiten, dass auch Teilbereiche wie Sammlungen ("Collections") von Konferenzbeiträgen oder Zeitschriften mit eigenem Zugang durch die Server bereitgestellt werden können. Bisher konnten solche Sammlungen noch nicht in flexibler Weise in die Server integriert werden.

Anbindung an Forschungssysteme

Zudem soll durch die Definition geeigneter Schnittstellen die Voraussetzung für eine Anbindung von OPUS an Forschungsinformationssysteme geschaffen werden. An der Universität Bielefeld ist die Forschungsdatenbank (FoDa) solch ein System. In der Datenbank werden die Projekte der Bielefelder Wissenschaftler dokumentiert. Die im Projektrahmen entstehenden Publikationen sollen in Zukunft über OPUS mit den Servern verbunden werden.

Projektpartner der Universitätsbibliothek Bielefeld sind unter der Federführung der Universitätsbibliothek Stuttgart das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg, der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg, die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrücken und die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg-Harburg unter Mitwirkung der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Die DFG fördert das Projekt zunächst für ein Jahr.

Publikationsserver dienen dazu, die Bandbreite wissenschaftlicher Veröffentlichungen einer Einrichtung in digitaler Form nach außen darzustellen. In der Regel funktionieren Publikationsserver dabei nach dem Open Access-Prinzip der freien Zugänglichkeit wissenschaftlicher Publikationen, da dies die Sichtbarkeit erhöht. Auch an der Universität Bielefeld gibt es solch einen Server: Bielefelder Server für Online-Publikationen (BieSOn) ist ein Dienst der Universitätsbibliothek für die gesamte Universität, mit dem wissenschaftliche Arbeiten kostenfrei im Internet veröffentlicht werden können.


Ansprechpartner:
Friedrich Summann
Universitätsbibliothek Bielefeld
Tel.: 0521-106 2631
E-Mail: friedrich.summann@uni-bielefeld.de

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