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Alfried Krupp-Förderpreis 2008 für Jacobs University-Professorin

04.07.2008 - (idw) Jacobs University Bremen

Die Jacobs University-Professorin Katja Windt erhält den Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer 2008. Das Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung entschied sich einstimmig für Katja Windt, Associate Professor of Global Production Logistics, die sich damit gegen 39 weitere Kandidaten durchsetzte. Der Alfried Krupp-Förderpreis ist mit einer Million Euro, verteilt auf fünf Jahre dotiert. Seit 1986 wurden 29 Nachwuchsforschern ausgezeichnet, Katja Windt ist die erste Vertreterin des Faches Maschinenbau. Die Freude bei der Ausgezeichneten Katja Windt ist groß: "Der Preis ist eine einzigartige Motivation für meine wissenschaftliche Arbeit, zu deren bisherigem Erfolg natürlich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beigetragen haben. Ich bedanke mich sehr für das mir entgegengebrachte Vertrauen des Kuratoriums und werde meine Arbeit weiterhin mit hohem persönlichen Einsatz fortsetzen. Mit dem Preis verbinde ich die innere Verpflichtung, dem Stiftungszweck zu dienen und in meiner Forschung den gesellschaftlichen Nutzen zu wahren."

Jacobs University-Präsident Joachim Treusch ist stolz auf die Auszeichnung von Professor Windt: "Wir freuen uns, dass ein so hochrangiges Gremium wie das Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die Qualität unserer jungen Professoren so eindrucksvoll bestätigt. Der Förderpreis ist eine wertvolle Unterstützung für die noch junge Wissenschaftsdisziplin Global Production Logistics."

Katja Windt widmet ihre Forschungsarbeiten der Logistik, deren Aufgabenspektrum und Bedeutung in einer globalisierten Welt stetig zunimmt. Logistik betrachtet die ganzheitliche Planung und Steuerung, die Durchführung und Überwachung nicht nur der weltweiten Material- und Güterströme sondern auch der Energie-, Informations- und Personenflüsse. Logistische Prozesse vollziehen sich damit branchenübergreifend und global in komplexen Netzwerken und unterliegen einem stetigen Wandel. Das Fachgebiet von Katja Windt, "Global Production Logistics", konzentriert sich im Kern auf die Entwicklung von Planungs- und Steuerungsmethoden für die Produktion industrieller Güter in diesen globalen Netzstrukturen. Somit steht die gesamte Wertschöpfungskette von der Beschaffung von Rohmaterialien über die Produktion bis zur Auslieferung der Produkte zum Kunden im Fokus ihrer Forschung. So erforscht Katja Windt beispielsweise die Gestaltung und Auslegung von Distributionsstrukturen und Bevorratungsstrategien, die Gestaltung von komplexen Produkten aus Sicht der Logistik sowie die Bewertung und Integration von Technologien in logistischen Prozessketten. Dem interdisziplinären Charakter der Logistik folgend greift Katja Windt in ihrer Forschung Ansätze anderer Fachdisziplinen auf.

H I N T E R G R U N D I N F O R M A T I O N

Im Februar 2008 folgte Katja Windt (39) dem Ruf auf die von Bernd Rogge gestiftete Associate Professorship in Global Production Logistics an die Jacobs University. Nach dem Studium in Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik an der Leibniz-Universität Hannover und am Massachusetts Institute of Technology, USA, promovierte Katja Windt 2000 mit Auszeichnung am Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA), Hannover, und wechselte danach an die Universität Bremen. Dort war sie als Abteilungsleiterin am Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) tätig und ist als Teilprojektleiterin in den Sonderforschungsbereich 637, "Selbststeuerung logistischer Prozesse", eingebunden. Katja Windt ist Mitglied in der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Das Amt der Sprecherin der Jungen Akademie übernahm sie in 2006 für insgesamt ein Jahr. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen neun Monaten und acht Jahren.

Der Alfried Krupp-Förderpreis gehört zu den am höchsten dotierten Preisen für Nachwuchsforscher in den Natur- und Ingenieurwissenschaften an deutschen Universitäten. Er wurde 1986 ins Leben gerufen und bisher an 29 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben. Die mit einer Millionen Euro dotierte Auszeichnung ist auf fünf Jahre angelegt und soll die Preisträger - herausragend qualifizierte Inhaber einer Erstprofessur an einer deutschen Hochschule - in die Lage versetzen, sich unabhängig von öffentlichen Geldern ein verbessertes Arbeitsumfeld zu schaffen und damit ihre Arbeit in Forschung und Lehre voranzutreiben.


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