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AStA-Vorsitzender: Studiengebühren müssen spürbare Verbesserungen bringen

04.07.2008 - (idw) Hochschule Biberach

5000 Studierende an 48 Hochschulen in Deutschland hat die Universität Hohenheim in einer aktuellen Studie zum Thema Studiengebühren befragt. Mit folgendem Ergebnis: Die mittlerweile in fünf Bundesländern erhobenen Studiengebühren stoßen bei den Studenten weiterhin auf große Skepsis stoßen. 71,2 Prozent der Gebührenzahler gehen davon aus, dass es trotz der Geldbeiträge zu keiner Verbesserung der Lehre komme. Auch an der Hochschule Biberach zahlen die Studierenden Studiengebühren in Höhe von 500 ¤ pro Semester; die Reaktion darauf erlebt die Hochschule allerdings anders. "Uns geht es darum größtmögliche Transparenz zu schaffen und die Studiengebühren für eine Verbesserung der Studiensituation zu verwenden", fasst der Vorsitzende des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA), Rolf Seyfried, zusammen. Was nicht einer allgemeinen Zustimmung zum Thema Studiengebühren gleichkommen solle; da will Seyfried nicht missverstanden werden. Auch er würde den 500 Euro lieber eine Absage erteilen, wenn dies bei einem finanziellen Ausgleich für die Hochschule möglich wäre. Dass Studiengebühren für den Einzelnen eine Belastung seien, stehe außer Frage, sagt auch Prof. Hans-Ulrich Kilian, Prorektor der Hochschule Biberach. "Gleichwohl ermöglichen die Gebühren den Hochschulen längst fällige Verbesserungen in der Lehre und sie verschaffen darüber hinaus Spielräume für Experimente, die sie sonst nicht hätten", so Kilian. Deshalb gehe es für die Leitung der Hochschule Biberach insbesondere um den sinnvollen und effizienten Umgang mit den zusätzlichen Einnahmen. "Wir diskutieren gemeinsam wie die Studiengebühren eingesetzt werden, auch mit den studentischen Vertretern". Das schaffe Vertrauen und Zufriedenheit: "Die Studierenden wissen, dass die Studiengebühren so eingesetzt werden, dass sie selbst davon profitieren", so Kilian. Bessere Betreuung, mehr Arbeitsplätze auf dem Campus, die Internationalisierung sowie das interdisziplinäre Studien-Programm Studium generale bilden die Schwerpunkte für die Verwendung der Studiengebühren. "Das sind dringend erforderliche und auch merkbare Verbesserungen", ist sich Kilian sicher.

Auch Rolf Seyfried, hält diesen gezielten Einsatz der Studiengebühren für entscheidend: "Die Studenten spüren den sinnvollen Einsatz", sagt der Asta-Vorsitzende, der - stellvertretend für seine Kommilitonen - an der Diskussion beteiligt ist.

Dass der transparente Umgang der Hochschule Biberach mit dem sensiblen Thema unter den Studierenden eher auf Zustimmung als auf Ablehnung stößt, zeigt auch eine aktuelle Umfrage von unicheck.de. Dort steht die Hochschule Biberach in Sachen Studiengebühren und Zufriedenheit auf Platz drei.
Weitere Informationen: http://www.hochschule-biberach.de
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