Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 9. Dezember 2019 

WR: Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung, Leipzig, in das Forschungszentrum Dresden eingliedern

07.07.2008 - (idw) Wissenschaftsrat

Da das Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung (IIF) an der Universität Leipzig aus fachlicher Sicht die Forschungsarbeiten des Forschungszentrums Dresden (FZD) sehr gut ergänzt, spricht sich der Wissenschaftsrat dafür aus, beide Abteilungen des IIF in bereits im Forschungszentrum Dresden vorhandene Institute mit gleicher fachlicher Ausrichtung zu integrieren. Damit wäre die Weiterführung der wissenschaftlichen Aufgabe, die zur Gründung des IIF geführt hatte und die nach wie vor relevant und von nationalem Interesse ist, sichergestellt. Gegen eine Empfehlung zur Aufnahme des IIF in die Leibniz-Gemeinschaft (WGL) spricht die institutionelle Grundfinanzierung des Instituts, die mit 1,1 Mio. Euro deutlich unterhalb der für die gemeinsame Forschungsförderung von Bund und Ländern dort geltende Bagatellgrenze von 1,7 Mio. Euro liegt. Für eine erfolgreiche Zukunft als eigenständiges Institut müsste das IIF aber nicht nur seinen Gesamthaushalt deutlich aufstocken, sondern zudem ein übergreifendes wissenschaftliches Profil entwickeln und die Zahl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich erhöhen. Da der Wissenschaftsrat davon ausgeht, dass diese strukturellen Voraussetzungen nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums geschaffen werden können, empfiehlt er, das IIF nicht weiter als eigenständiges Institut zu fördern und den bisherigen Standort Leipzig aufzugeben.

Das IIF war 1998 gegründet worden, um die Kompetenzen auf dem Gebiet der Radiochemie in Deutschland am Standort Leipzig zu erhalten. Es geht auf das ehemalige Zentralinstitut für Isotopenforschung und Strahlungsforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR zurück und hat die Aufgabe, interdisziplinäre Isotopenforschung, insbesondere auf den Gebieten Radiopharmazie und Georadiochemie, zu betreiben und zu fördern. Seinen beiden Abteilungen mit insgesamt 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es gelungen, sich im regionalen und nationalen Umfeld zu etablieren und gute wissenschaftliche Arbeit zu leisten. Ein gemeinsames wissenschaftliches Profil beider Abteilungen und damit des gesamten Instituts fehlt jedoch.



Hinweis: Die "Stellungnahme zum Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung (IIF) an der Universität Leipzig" (Drs. 8577-08) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
Weitere Informationen: http://www.wissenschaftsrat.de
uniprotokolle > Nachrichten > WR: Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung, Leipzig, in das Forschungszentrum Dresden eingliedern
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/159908/">WR: Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung, Leipzig, in das Forschungszentrum Dresden eingliedern </a>