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Vom Heiligen Martin bis zu Florida Rolf:

09.07.2008 - (idw) Universität Trier

Neues Unijournal-Themenheft zu Forschungsergebnissen und Forschungspraxis des SFB 600 "Fremdheit und Armut" an der Uni Trier "Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft!" Diese Äußerung des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder in der Bild-Zeitung löste 2001 eine heftige Debatte um 'Faulenzer' und 'Sozialschmarotzer' in der Gesellschaft aus. Dass solche Diskussionen jedoch bereits in der Antike und im Mittelalter geführt wurden, dass sie vom Heiligen Martin bis zu 'Florida-Rolf' reichen, das zeigen die Ergebnisse des Trierer Sonderforschungsbereichs 600 "Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart".
Das neueste Themenheft der Trierer Universitätszeitschrift "Unijournal" bietet ausgehend von Gegenwartsproblemen im Umgang mit Fremden und Armen allgemein verständliche Einblicke in diese interdisziplinären historischen Forschungen.

Das Unijournal-Themenheft umfasst u.a. Beiträge zu folgenden Themen:

- Vom 'falschen' Bettler zum 'Sozialschmarotzer'. Arbeitswille und
Armenfürsorge in der Geschichte
- Nichtsesshafte Arme: Pilger, Bettelmönche, Vaganten, 'Zigeuner', Obdachlose
- Armut und Krankheit
- Die Würde der Armen. Die lange Entstehungsgeschichte eines Menschenrechts
- Zuwanderer und ihre politische Interessenwahrnehmung

Ein eigener Teilbereich des Themenhefts stellt die Arbeitspraxis und Arbeitsbedingungen im Trierer Sonderforschungsbereich vor: "Arbeiten im SFB", "Promovieren und Habilitieren", "Von der Uni in den Beruf", "Internationale Kooperationen", "Öffentlichkeitsarbeit".

Der SFB "Fremdheit und Armut" umfasst rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie etwa 50 studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Forschungsverbund ist interdisziplinär angelegt und umfasst eine ganze Reihe verschiedener Fächer: Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte, Medien-, Politik- und Rechtswissenschaft, Soziologie und Katholische Theologie. Der Sonderforschungsbereich besteht seit 2002 an der Universität Trier und wurde seitdem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit nahezu 9 Millionen Euro gefördert. Die hier geleistete Spitzenforschung hat maßgeblich zu der exzellenten Platzierung beigetragen, die das Trierer Fach Geschichte in den jüngsten Hochschulrankings der "Zeit" wie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) erreicht hat.

Das Themenheft ist im Jahr der Geisteswissenschaften 2007 entstanden und jetzt erschienen. Es steht im Internet zur Verfügung:
http://www.uni-trier.de/index.php?id=22533 oder kann angefordert werden in der Pressestelle der Universität Trier per E-Mail: presse@uni-trier.de oder per Telefon: 0651/201-4239 oder per Fax: 0651/201-4247.

Für weitere Informationen zum SFB:
Dr. Gisela Minn
Universität Trier
Geschäftsführerin
Sonderforschungsbereich 600
Tel.: 0049-(0)651-201/3291
E-Mail: minn@uni-trier.de
http://www.sfb600.uni-trier.de

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