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GDCh-Fortbildungsveranstaltungen: Am 1. September beginnt die Herbstsaison

09.07.2008 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) bietet jährlich rund 100 Fortbildungskurse für Naturwissenschaftler, Ingenieure, Techniker, aber auch Kaufleute an. Die Weiterbildungsschwerpunkte liegen auf der Analytischen Chemie, den Biowissenschaften, neuen Synthesemethoden, der Lebensmittelchemie, aktuellen Entwicklungen in der industriellen Chemie, dem Umweltschutz- und Umweltrecht, der Chemiewirtschaft und der Kommunikation. In den ersten beiden Septemberwochen stehen Fortbildungskurse zu Kristallstruktur-analysen, Sequenzrecherchen, Managementaufga-ben, Führungskompetenz, Organokatalyse und andere moderne Synthesemethoden sowie zu Aromen in Fruchtsäften auf dem Programm. Am 1. September wird die Herbstsaison 2008 der GDCh-Fortbildungsveranstaltungen eröffnet. In einem viertätigen Kurs an der Universität Bremen führt der Mineraloge Dr. Johannes Birkenstock Chemiker, Pharmazeuten, Mineralogen, Geo- und Materialwissenschaftler in Industrie und Forschung in die Grundlagen und Anwendung der Röntgenbeugung und Rietveldanalyse ein. Nach diesem Intensivkurs, der auch kristallographische und kristallchemische Grundkenntnisse auffrischt, können moderne Fragestellungen in der Kristallstrukturanalyse sicher angegangen werden.

An Biologen, Biochemiker und Patent-Rechercheure auf dem Gebiet der Biochemie und Molekularbiologie wendet sich der am 3. September im NH Jolly Köln-Mediapark beginnende zweitägige Kurs über "Gen-
Datenbanken und Sequenzrecherchen" unter der Leitung von Dipl.-Chem. Ulrich Kämper, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Informationsdienstes WIND GmbH, und von Dipl.-Biol. Dr. Nicola Gaedeke, Gründerin des Biowissenschaftlichen Informationsdienstes BioTools.info. Untertitelt ist dieser praxisorientierte Kurs für Präzisionsrecherchen im Bereich Biosequenzen mit "Wenn NCBI-Recherchen nicht genug Sicherheit bringen". Nicola Gaedeke war, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte, enge Mitarbeiterin am National Center for Biotechnology Information (NCBI) in Bethesda, USA.

Zeitgleich, nämlich ebenfalls am 3. und 4. September, bietet ein Kurs im Mercure Hotel Frankfurt Messe Hilfestellung für "Managementaufgaben in mittelständischen Unternehmen". Er gilt als Kompass zur Orientierung und liefert Werkzeuge für die Praxis. Im Fokus haben die drei Kursleiter, Dr. Klaus Griesar (Merck KGaA), Professor Dr. Jens Leker (Universität Münster) und Dr. Carsten Schaffer (Merck KGaA) die chemische, pharmazeutische und biotechnologische Branche. Sie geben den Teilnehmern wertvolle Tipps für strategische Planungen, Projektplanung und Projektmanagement, Geschäftsentwicklung und F&E-Management sowie das Innovationsmarketing.

Die wichtigsten Handwerkszeuge für Führungskräfte kann man sich wenige Tage später im Novotel Frankfurt City unter Leitung von Professor Dr. Waldemar Pelz, Institut für Management-Innovation, aneignen. Unter der Überschrift "Führungskompetenz für Chemiker" behandelt Pelz zwei Tage lang (8./9. September) die Themen Motivation, Delegation, Konfliktmanagement, Überzeugungskraft und Karriere. Ziel des Kurses ist die Verbesserung des individuellen Führungsverhaltens durch das Training der wichtigsten modernen Führungskompetenzen. Praktische Übungen zeigen, wie alltägliche Führungsaufgaben erfolgreich bewältigt werden können. Der Kurs wendet sich an alle Naturwissenschaftler und Ingenieure mit Führungsverantwortung.

Neben diesen Kursen aus Grenzgebieten der Chemie und aus der Chemiewirtschaft seien noch zwei Hinweise auf Kurse aus der klassischen organischen Synthesechemie gegeben: Professor Dr. Benjamin List, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr, stellt zusammen mit Professor Dr. Albrecht Berkessel, Universität zu Köln, das Gebiet der Organokatalyse für die Synthese vor, also die Katalyse mit metallfreien niedermolekularen organischen Verbindungen. Die zweitägige Veranstaltung (4./5. September) am Institut für Organische Chemie der Kölner Universität wendet sich an Industriechemiker in der medizinischen Chemie, der Pharma-, Wirkstoff- oder Agroforschung bzw. -verfahrensentwicklung.

Eine Woche später (10. bis 12. September) stellt Kursleiterin Professor Dr. Karola Rück-Braun, TU Berlin, gemeinsam mit Professor Dr. Markus Kalesse im Berlin Excelsior Hotel "Moderne Synthesemethoden der Organischen Chemie für Fachkräfte aus Forschung und Entwicklung" vor. Sie spricht damit Chemie-Ingenieure, Chemotechniker und Chemielaboranten in Industrie und Hochschule an, die ihr Wissen über aktuelle Synthesemethoden der organischen Chemie erweitern wollen. Die Inhalte des Kurses - u.a. Kreuzkupplungen mit Palladium, funktionalisierte Organometallverbindungen, halogenierte organische Wirkstoffe, asymmetrische Synthese - sollten möglichst in einem aktuellen Bezug zur beruflichen Praxis stehen.

Zum Schluss noch ein Tipp für Lebensmittelchemiker sowie andere Naturwissenschaftler, Chemie-Ingenieure oder technische Mitarbeiter aus der Lebensmittelindustrie, der amtlichen Lebensmitteüberwachung und Handelslaboratorien sofern sie mit der Technologie, Untersuchung und Beurteilung von Fruchtsäften und fruchtsafthaltigen Getränken befasst sind: Unter Leitung von Dr. Veciz Ara, der ein chemisches Laboratorium für Lebensmittel-, Wasser- und Umweltanalytik in Hemmingen unterhält, stellen weitere elf Referenten aktuelle Herstellungs-, Behandlungs- und Untersuchungsverfahren, Maßnahmen zur Qualitäts- und Produktsicherung sowie aktuelle Entwicklungen in der rechtlichen Beurteilung vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Aromen. Die Veranstaltung findet vom 10. bis 12. September im NH Berlin Alexanderplatz statt. Der Kurs wurde von der ZFL, der Zertifizierungsstelle für die Fortbildung von Lebensmittelchemikern, anerkannt. Ein Teilnehmer kann 19 Fortbildungspunkte erwerben.

Aktuelle Informationen zum GDCh-Fortbildungsangebot finden sich im Internet unter www.gdch.de/fortbildung2008. Das ausführliche GDCh-Fortbildungsprogramm Chemie 2008 kann beim GDCh-Fortbildungsteam angefordert werden: Tel. 069/7917-485, E-Mail: fb@gdch.de.


Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit über 28.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. Die GDCh unterstützt die Bildung wissenschaftlicher Netzwerke, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die Ausbildung in Schule und Hochschule sowie die kontinuierliche Fortbildung für Beruf und Karriere.
Weitere Informationen: http://www.gdch.de
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