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German University in Cairo (GUC): In Ulm fünfjährige Erfolgsgeschichte gefeiert

10.07.2008 - (idw) Universität Ulm

"Die Unterstützung des Ausbaus und der Weiterentwicklung der GUC ist nach wie vor ein wichtiges Anliegen der Universität Ulm, gerade auch im Hinblick auf ihren Anspruch als international orientierte Forschungsuniversität", erklärte Präsident Professor Karl Joachim Ebeling bei der Feier zum fünfjährigen Bestehen der German University in Cairo (GUC) am Freitag in Ulm. Ägyptens Botschafter in Deutschland, Mohamed Al-Orabi, und GUC-Gründer Professor Ashraf Mansour dankten bei dieser Gelegenheit ihren deutschen Partnern für die vielfältige Unterstützung vor, bei und nach der universitären Neugründung am Nil, insbesondere dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Land Baden-Württemberg sowie den Partneruniversitäten Stuttgart und Ulm.
"Wir alle bewundern die Pyramiden und wissen bis heute nicht, wie sie gebaut worden sind. Wir alle bewundern aber auch das Werk GUC und wissen nicht, wie Sie das geschafft haben", sagte der Ägyptologe Professor Dietrich Wildung zu Beginn seines Festvortrags "Fokus Ägypten: Zwischen Afrika und Europa, Maghreb und Mashrek". Der Wissenschaftler, Direktor des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung Berlin, schlug dabei einen ebenso weiten wie spannenden Bogen von der alten Hochkultur am Nil und deren Einflüsse auf Europa bis zur heutigen Rolle des Landes und seine Ausstrahlung vor allem auf die arabische Welt.
"Auch die GUC strahlt aus auf die arabische Welt", erklärte Wildung. Das werde bereits bei einem Blick auf die Herkunftsländer ihrer Studenten deutlich. Zudem sei die Universität "ein Ort des Dialogs" und stehe für die Funktion von Wissenschaft und Kunst als nachhaltige Faktoren internationaler Beziehungen. Gerade in einer von Turbulenzen geprägten Gegend der Welt sorgten Kultur und Wissenschaft auch in Krisenzeiten für Kontinuität, so der Festredner. Jedenfalls trete die GUC "in die große Tradition universitärer Einrichtungen in Ägypten".
GUC-Gründer Professor Mansour, inzwischen Vorsitzender des Aufsichtsrats, unterstrich in seinem Grußwort neben den logistischen Herausforderungen in der Gründungsphase auch die Bedeutung, die sich die Neugründung inzwischen erarbeitet habe: Mit derzeit rund 6500 Studenten aus vielen Ländern über Ägypten hinaus, schon in Kürze einigen Tausend mehr und im Schnitt sechs Bewerbern auf einen Studienplatz. Ebenso mit ihrer Bedeutung für die deutsch-ägyptische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Wirtschaft, dokumentiert durch mehr als 3500 Deutsch lernende Studierende vor Ort und bisher 1056 im Rahmen des Austauschs in Deutschland weilenden Nachwuchsakademikern. Ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte wird Mansour zufolge, der in Ulm promoviert hat, zur Zeit geschrieben: Auf dem GUC-Gelände entsteht ein 40 000 Quadratmeter großer Industriepark mit namhaften Partnern aus der deutschen Industrie, Trumpf und Festo unter anderem, Deckel-Maho-Gildemeister, Walter und Zwick. Damit erfüllten sich denn auch die bei der Gründungsfeier vor fünf Jahren definierten Zielsetzungen.
Im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder übrigens und der fünf ranghöchsten ägyptischen Politiker, Staatspräsident Hosni Mubarak inklusive. Daran erinnerte Professor Hans Wolff, Altrektor der Universität Ulm und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der GUC, schon im Vorfeld der Neugründung wichtiger Berater bei dem Projekt am Rande von Neu-Kairo. "Aus der Mission ist Realität geworden", sagte Wolff. Mit einem für deutsche Verhältnisse unglaublichen Tempo überdies. Neun Monate Bauzeit blieben Wolff zufolge von der Genehmigung bis zur Eröffnung der ersten Gebäude mit 30 000 Quadratmetern Nutzfläche. Samt nahezu kompletter Infrastruktur versteht sich. Mittlerweile lasse auch die keine Wünsche offen: Wohnheime, Kindergarten, Sportanlagen und eine Gärtnerei. Dazu eine eigene Busflotte mit 52 Fahrzeugen für Studenten und Personal gleichermaßen. "Vor allem aber mit zufriedenen Studierenden", wie Wolff betonte. In vier Fakultäten übrigens, Management, Lebenswissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Design. Nicht zu vergessen: "58 Prozent erhalten Stipendien oder finanzielle Hilfen."

Wie Ulms Uni-Präsident Professor Ebeling ankündigte, sollen Austausch und Kooperation künftig weiter ausgebaut werden, insbesondere in der Forschung. "Das bislang Geschaffene gibt zu Optimismus Anlass", stellte Ebeling fest, "großartige Bauten, der Industriepark, hervorragende Studenten und sogar schon die ersten Absolventen sind ein klares Zeugnis für den Erfolg des Unternehmens GUC".

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