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German Apsara Conservation Projekt der Fachhochschule Köln zählt zu den zehn Projekten des DFG-Science-TV

10.07.2008 - (idw) Fachhochschule Köln

Das German Apsara Conservation Project (GACP) der Fachhochschule Köln wurde als einziges Fachhochschulprojekt für die dreimonatige Pilotphase des digitalen Wissenschaftsfernsehens der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewählt.Bereits seit 1995 sind die Restauratorinnen und Restauratoren der Fachhochschule Köln über ihr German Apsara Conservation Project (GACP) in Angkor Wat unter Leitung von Prof. Dr. Hans Leisen aktiv. Wie sie dort von April bis Juni 2008 gearbeitet haben, kann in den zwölf Folgen des DFG-Science-TV-Projektes unter dem Titel "Tempelpflege - Im Kampf gegen das Vergessen" hautnah miterlebt werden. "Hilfe für Tempeltänzerinnen", "Fingerabdrücke in Stein" und "Sisyphusarbeit": So heißen drei von insgesamt zwölf Kurzfilmen über die Arbeit der Restauratorinnen und Restauratoren der Fachhochschule Köln in den weltberühmten Tempelanlagen von Angkor in Kambodscha, die über das Science-TV der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Internet abgerufen werden können (www.dfg.science-tv.de). Das German Apsara Conservation Project (GACP) der Fachhochschule Köln wurde als einziges Fachhochschulprojekt für die dreimonatige Pilotphase des digitalen Wissenschaftsfernsehens der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewählt. Ziel des DFG-Pilotprojektes war es, über einen neuen Weg der Wissenschaftskommunikation Forschung vor allem für Jugendliche erlebbar zu machen. Das Konzept entwickelte die DFG in Zusammenarbeit mit der Fernsehproduzentin und Autorin Gisela Graichen und dem Filmproduzenten Peter Prestel. Insgesamt wurden zehn außergewöhnliche Forschungsprojekte deutscher Hochschulen ausgewählt

MIT DER KAMERA TAGEBUCH GEFÜHRT
Pro Forschungsprojekt wurde von April bis Juni 2008 wöchentlich ein neuer aktueller Kurzfilm ins Netz gestellt. Das Besondere daran: die Forscherinnen und Forscher hatten selbst gefilmt und mit der Kamera Tagebuch geführt. Aus dem Rohmaterial stellte Filmproduzent Peter Prestel die dreiminütigen Kurzfilme für das Wissenschaftsfernsehen im Internet zusammen. In dem Portal stehen zudem detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten. Die Chancen auf eine Weiterführung des Projektes stehen gut. Das DFG-Science-TV-Projekt ist nicht nur aus Sicht der DFG ein großer Erfolg, der mit recht hohen Zugriffszahlen und entsprechend vielen Verlinkungen belegt werden kann. Lob kam von vielen Seiten - insbesondere auch von Schülerinnen und Schülern.

ANFORDERUNGEN MODERNER KONSERVIERUNGSPRAKTIKEN
Bereits seit 1995 sind die Restauratorinnen und Restauratoren der Fachhochschule Köln über ihr German Apsara Conservation Project (GACP) in Angkor Wat unter Leitung von Prof. Dr. Hans Leisen aktiv. Das GACP-Projekt wird durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert. Des Weiteren unterstützen die Fachhochschule Köln, private Sponsoren, die Vereine "Freunde des Angkor Konservierungs-Teams" (FAKT e.V.) und "Friends of Khmer Culture" (FOKCI) sowie die beteiligten Wissenschaftler das Projekt. Die Tempel sind teilweise verfallen und die Bausteine und ihre Dekorationen seit vielen Jahrhunderten der Bewitterung im tropischen Monsunklima ausgesetzt. Die Erhaltungsmaßnahmen der Restauratorinnen und Restauratoren der Fachhochschule Köln folgen einem Konzept, das auf der Basis detaillierter wissenschaftlicher Untersuchungen die Anforderungen moderner Konservierungspraktiken sehr genau erfüllt. Das GACP arbeitet eng mit der kambodschanischen Denkmalpflegebehörde APSARA und dem Kulturministerium Kambodschas zusammen und steht wie alle anderen internationalen Projekte in Gebiet von Angkor unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Anfang 2007 übernahm das GACP der Fachhochschule Köln auf Anfrage auch von anderen internationalen Projekten weitreichende Erhaltungsmaßnahmen unter dem Projektnamen GARUDA (Transporttier des Gottes Vishnu). Inzwischen ist das GACP-Team zur "Konservierungsfeuerwehr" von Angkor und weiterer Tempelanlagen geworden. Ein wichtiger Schwerpunkt des GACP-Projektes ist die Ausbildung von kambodschanischen Konservatoren und Studenten einerseits und andererseits von deutschen Studenten des Instituts für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft aber auch von anderen Instituten der Hochschule sowie anderen Fachhochschulen und Universitäten im In- und Ausland.

EIGENENTWICKELTE TECHNIKEN
Die eigentlichen Erhaltungsarbeiten, die seit 1997 laufen, bereiteten die Forscher des GACP durch umfangreiche fotografische und schriftliche Dokumentationen, Kartierungen und detaillierte Materialuntersuchungen zum Teil mit eigenentwickelten Techniken bis hin zu eigenentwickelten Klebstoffen vor, die anschließend vor Ort noch auf ihre Tropentauglichkeit getestet werden. Selbst Malereien, die vom GACP Team entdeckt wurden und so stark verblichen waren, dass sie nicht mehr mit bloßem Auge zu erkennen sind, machen die Expertinnen und Experten der Fachhochschule Köln mit Infrarotkamera, Videomikroskopie und Computer wieder sichtbar. Wie sie das machen, kann in einer der zwölf Folgen des DFG-Science-TV-Projektes unter dem Titel "Tempelpflege - Im Kampf gegen das Vergessen" hautnah miterlebt werden.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 16.500 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Die zehn Fakultäten bieten mehr als 60 Studiengänge an - jeweils etwa die Hälfte aus den Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Die Fachhochschule Köln ist eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und dem Internationalen Standard ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

Alle Projekte des DFG-Science-TV
"Tierische Invasion" - "Killershrimp" und Co.: Bedroht die Globalisierung den Bodensee?; "Die 5-Million-Stadt" - Sind Mega-Städte die Zukunft der Menschheit? Wie leben und überleben Menschen dort?; "Blaues Wunder" - Dem Meer auf den Grund gehen: die Rolle des Ozeans im System Erde; "Beton light" - Wie macht man Schweres leicht? Textilbeton eröffnet Wege zum leichten Bauen; "Sinkende Küsten" Vor 10.000 Jahren lebten Menschen dort, wo heute Wellen rauschen; "Die Menschmaschine" - Sehen, hören, tasten: Kann ein Roboter vom Menschen lernen?, "Bedrohter Bergwald" - Zwischen Natürlichkeit und Nutzung: Lassen sich die Bedürfnisse von Mensch und Natur vereinbaren?; "Tempelpflege" - Kein Stein für die Ewigkeit: Sind die Tempelanlagen von Angkor noch zu retten?; "Lola rennt" - Auf der Suche nach der perfekten zweibeinigen Laufmaschine; "Die Supersaurier" - Warum wurden die Sauropoden die größten Landtiere der Erde? www.dfg-science-tv.de

Kontakt für die Medien

Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221/8275 -3119; Fax: 0221/ 8275 -3394
E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Susanne Roth
Tel.: 0228/85-2376; E-Mail: Susanne.Roth@dfg.de
Weitere Informationen: http://www.gacp-angkor.de http://www.fh-koeln.de http://www.dfg-science.de
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