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Tagung "Hospital Engineering - Innovationspfade für das Krankenhaus der Zukunft" am 27. August 2008 in Dortmun

14.07.2008 - (idw) Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Was macht Krankenhäuser zukunftsfähig? Für diese Frage haben vier Fraunhofer-Institute einen ganzheitlichen Lösungsansatz formuliert: Hospital Engineering. Hospital Engineering umfasst alle technischen Bereiche eines Krankenhauses inklusive der Informations- und Kommunikationstechnik, der Gebäude- und Raumtechnik sowie der Logistik. Die Tagung beleuchtet Konzepte für das serviceorientierte, transparente und energieeffiziente Krankenhaus - aus Sicht der Forscher, der Industrie und der Anwender. Krankenhäuser sind in den nächsten Jahren vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Die Häuser müssen gleichzeitig Kosten senken und die Qualität ihrer Leistungserbringung verbessern, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die vier Fraunhofer-Institute im Ruhrgebiet sind mit einer Vielzahl von Projekten im Gesundheitswesen und insbesondere auch im Krankenhausumfeld tätig. Im Rahmen von Hospital Engineering wollen die Fraunhofer-Institute ihre Kompetenzen bündeln und in eine gemeinsame Diskussion und Kooperation mit der Industrie und den anwendenden Krankenhäusern stellen. Hospital Engineering umfasst dabei alle technischen Bereiche eines Krankenhauses inkl. der Informations- und Kommunikationstechnik, der Gebäude- und Raumtechnik sowie der Logistik. Dabei geht es nicht nur darum, Forschungskonzepte für das Übermorgen der Krankenhäuser zu entwickeln, sondern vor allem um die Vorstellung und Umsetzung von bereits heute praxisreifen Konzepten und Lösungen.

Die Initiative und ihre Themen:

Ziel der Initiative "Hospital Engineering" ist die Entwicklung von Lösungskonzepten in drei Bereichen:

1. Das serviceorientierte Krankenhaus: Wechselnde Auslastung und verstärkte Kooperation im Rahmen integrierter Behandlungsformen machen Flexibilität zu einer der Kernanforderungen an Krankenhäuser mit Zukunft. Diese kann nur über flexible Prozessstrukturen in der Leistungserbringung und den Begleitprozessen realisiert werden. Ziel ist es, ein serviceorientiertes Krankenhaus zu schaffen, indem die im Rahmen der Leistungserbringung erbrachten Einzeldienste (Services) identifiziert und zerlegt werden. Das Krankenhaus kann durch eine flexible Orchestrierung der Dienste jederzeit auf sich wandelnde interne und externe Anforderungen reagieren.

2. Das transparente Krankenhaus: Transparenz ist eines der Grundbedürfnisse in jedem Krankenhaus: Die Krankenhausleitung sollte jederzeit einen Überblick über Ertragslage, Ressourceneinsatz, Auslastung etc. haben. Ärzte u. Pflegekräfte benötigen schnellen Zugriff auf Daten und Ressourcen. Patienten wünschen jederzeit Sicherheit. Ziel ist die Schaffung eines transparenten Krankenhauses durch flächendeckende Nutzung von aktiven und passiven RFID-Technologien zum Wohle des Patienten und Nutzen von Ärzten und Pflegekräften. Die Erfordernisse des Datenschutzes und der Datensicherheit werden dabei konsequent umgesetzt.

3. Das energieeffiziente Krankenhaus: Klimawandel und Ressourcenknappheit erfordern verstärkten Umweltschutz und Energieeinsparungen, auch von Krankenhäusern. Die Reduktion des Ressourcenverbrauchs ist in zunehmendem Maße auch ein Faktor für Kosteneinsparungen im stationären Sektor. Ziel ist die Schaffung eines energieeffizienten Krankenhauses durch konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Reduktion von Ressourcenverbrauch und umweltbelastender Emission sowie zur effizienten Energienutzung und ggf. -erzeugung mit dem Ziel einer kurz- bis mittelfristigen Kostensenkung.

Die Fachtagung:

Im Rahmen der eintägigen Fachtagung erhalten die Besucher Einblick in die Ausgestaltung der Schwerpunkte "Serviceorientierung", "Transparenz" und "Energieeffizienz", die in parallelen Foren diskutiert werden. Jedes Forum wird durch einen Impulsvortrag aus der Forschungsperspektive eröffnet, außerdem kommen Anwender und Industrievertreter zu Wort und legen ihre Sichtweisen dar. Insbesondere ist in den Foren Raum zur gemeinsamen Diskussion und Weiterführung der Themen gegeben.
Eingebettet werden die Foren in Vorträge aus Sicht der Gesundheitspolitik in NRW, der Gesundheitswirtschaft im Ruhrgebiet sowie Vertretern der Krankenhaustechnik und der Ärzte.

Das ausführliche Programm ist unter http://www.hospital-engineering.org abrufbar.

Veranstalter:


Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST (Dortmund),
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML (Dortmund),
Fraunhofer-Institut für mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS (Duisburg),
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits-, Energietechnik UMSICHT (Oberhausen),
MedEcon Ruhr GmbH (unterstützt durch die EU und das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen),
Wirtschaftsförderung Dortmund
Weitere Informationen: http://www.hospital-engineering.org
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