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Universität für Frauen - Frauenuniversität?

30.04.2003 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Erster Frauenstudientag / Künftig jedes Semester eine Veranstaltung

FRANKFURT. Er soll eine Institution werden: der 'Frauenstudientag', der erstmals in diesem Semester am 5. Mai und dann regelmäßig in jedem Semester stattfinden soll - initiiert und durchgeführt von den Universitätsfrauenbeauftragten.

Ziel der Studientage ist es, aktuelle frauen- und hochschulpolitische Themen aufzugreifen, kontrovers zu diskutieren und in der universitären Öffentlichkeit zu platzieren. Die Fragestellung des ersten Frauenstudien-Tags: 'Universität für Frauen - Frauenuniversität?' soll einen Anstoß geben, über die Ausgestaltung der Hochschule als Studien- und Arbeitsort für Frauen kritisch nachzudenken. Dabei stehen insbesondere die Anforderungen von Studentinnen an den Wissen- schaftsbetrieb und an die Hochschule im Mittelpunkt. In der Diskussion wird versucht, einen'anderen Blick' auf die Institution Universität herauszuarbeiten und als produktives Moment für die Entwicklung von weiterführenden Projekten zu nutzen. Die Debatte über eine 'Universität für Frauen - Frauenuniversität?' wird aus zwei Blickrichtungen angegangen: Gender Studies im europäischen Vergleich und Konzepte zur feministischen Umgestaltung der Hochschule liefern hier die Stichworte.

Im Focus des Plenumsvortrages 'Thinking differently: European Women's Studies' von Prof. Gabriele Griffin, University of Hull (UK), steht die Entwicklung und Institutionalisierung von Frauen- und Geschlechterstudien im europäischen Vergleich. Gender Studies sind als Wissenschaftstheorie und Gesellschaftskritik angetreten. Wie - so ist zu fragen - können sie in Zeiten hochgradiger Institutionalisierung noch den Balanceakt zwischen Intervention und Integration leisten? Und darüber hinaus: Welche Kompetenzen und Qualifika- tionen vermitteln sie, welche Auswirkungen haben sie auf Lebensqualität, das Arbeitsleben und den Arbeitsmarkt, und wie können Impulse aus Gender Studies sinnvoll in das 'nach-universitäre Leben' integriert werden?

Der zweite Schwerpunkt richtet sich auf 'Konzepte und Modelle für eine feministische Umgestaltung der Universität' und ist als Roundtable organisiert. Die Teilnehmerinnen diskutieren ihre Forderungen an die 'herkömmliche' Universität und zeigen Möglichkeiten auf, in den vorherrschenden Strukturen Autonomie zu praktizieren. Gleichzeitig ist die Idee einer 'anderen' Universität zentral als Ausgangs- und Orientierungspunkt, um über Projekte und Initiativen zu neuen
Institutionalisierungsversuchen, auch in Form von Frauenuniversitäten, nachzudenken.

Im Anschluss an diesen Workshop wird im KOZ eine Antrittsfeier der Frauenbeauftragten stattfinden.

Kontakt: Dagmar Neubauer und PD Dr. Ulla Wischermann; Die Frauenbeauftragten der Universität Frankfurt, Bockenheimer Landstraße 133, Sozialzentrum, 6. OG, Räume 610-612, Tel.; 798-22979


Frauenstudientag

Montag, 5. Mai 2003, 14 bis 18 Uhr c.t., Campus Bockenheim; Hauptgebäude,Aula

Begrüßung:
Prof. Brita Rang, Vizepräsidentin der Universität Frankfurt

Vortrag:
Prof. Gabriele Griffin, University of Hull, UK
'Thinking differently: European Women's Studies'

Kaffeepause

Roundtable
mit Corinna Genschel (Universität Potsdam), Dr. Dagmar Heymann (Berlin), Julia Schotte (Gießen), Anne Wolf (Universität Frankfurt)
'Konzepte und Modelle für eine feministische Umgestaltung der Universität'
Moderation: Prof. Uta Ruppert, Universität Frankfurt
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