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Die USA als einzige verbliebene Weltmacht

01.05.2003 - (idw) Universität zu Köln

Die USA als einzige verbliebene Weltmacht
Neue Ausgabe des Kölner Universitätsjournals erschienen

"Wir werden den Frieden ausbreiten, indem wir freie und offene Gesellschaften auf allen Kontinenten ermutigen" - betont der Präsident der Vereinigen Staaten, Georg W. Bush, immer wieder. Positiv heißt das: Dahinter steckt ein geradezu atemberaubendes Programm: Weltgeschichte ist machbar, wenn nötig militärisch und in großem Stil. Mit dieser Aussage setzt sich Professor Dr. Josef Dülffer vom Historischen Seminar der Universität zu Köln in einem Beitrag auseinander, der in der soeben erschienenen Ausgabe des Kölner Universitätsjournals enthalten ist. (Seite 43)

In einem weiteren Aufsatz befaßt sich Professor Dr. Norbert Mecklenburg vom Institut für Deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln mit Goethes ambivalenten Orientbild. So erinnert er daran, daß Goethe in seinem Gedichtzyklus "Zum besseren Verständnis" auch die von den Taliban im März 2001 zerstörten beiden riesigen Buddhastatuen in Bamian angesprochen hat. Ohne zu ahnen, daß es sich um Buddhas handelt, bezeichnet er sie pauschal und plump als die "verrücktesten Götzen" und als Werke des "indischen Götzen". (Seite 45)

Einem Luftwaffeneinsatz beim Eindringen eines unbekannten Flugobjekts im deutschen Luftraum würde - so Professor Dr. Peter J. Tettinger vom Institut für öffentliches Recht und Verwaltungslehre der Universität zu Köln - in einem weiteren Beitrag das Grundgesetz nicht im Wege stehen. Entsprechende Aktionen der Bundeswehr gegen ein erkennbar im Inland aufgestiegenes kleines Privatflugzeug, wie am 5. Januar 2003 in Frankfurt geschehen, ließen sich verfassungsrechtlich derzeit aber nur schwer legitimieren. Es drängt sich nach seiner Auffassung zunehmend die Erkenntnis auf, daß sich heute bei den aktuellen Bedrohungen innere und äußere Sicherheit nur mehr schwer auseinander halten lassen. Gefordert ist daher - so Professor Tettinger - eine grundsätzlich und übergreifende Würdigung des Problems. (Seite 33)

Den Spuren des berühmten Kölner Reitergenerals Jan von Werth (1591 bis 1952) als erfolgreichen Kriegsunternehmer folgt Dr. Michael Kaiser vom Historischen Seminar in einem weiteren Beitrag. (Seite 49) Dabei zeigt er, daß Jan von Werth im Laufe seiner Karriere an die Grenzen der Gesellschaftsordnung stieß, die Leistungen nur zum Teil honorierte und ansonsten sehr viel mehr auf geburtsständische Voraussetzungen setzte. Nach grandiosen Erfolgen sind für Jan von Werth die letzten Lebensjahre auch durch diese Erfahrungen verdunkelt worden.

Das Kölner Universitätsjournal ist in der Pressestelle der Universität kostenlos erhältlich. Ein Exemplar liegt dieser Presseinformation bei.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web (http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.html).
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