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Deutsche Schutzgebietew diskutieren internationale Standards

03.05.2003 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Workshop auf der Insel Vilm zur Vorbereitung des IUCN-World Parks Congress

Vilm/Bonn, 02. Mai 2003: An der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundes-amtes für Naturschutz (BfN) findet vom 5.- 8. Mai ein Workshop mit Vertretern aus den Schutzgebieten Deutschlands statt. Die Leiter von National- und Naturparken sowie Biosphärenreser-vaten diskutieren mit weiteren Experten eine mögliche Anwendung von weltweit gültigen Standards für Schutzgebiete in Deutschland sowie deren Überprüfung bzw. Zertifizierung. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sechs Kategorien für Schutzgebiete entwickelt, die das gesamte Spektrum vom Nationalpark bis zum Naturdenkmal abdecken. Das Ziel von IUCN ist es, Schutzgebiete durch die Eingliederung in Kategorien weltweit vergleichbar zu machen und Standards zu setzen. Damit werden Qualitätsmaßstäbe sowie ein deutlicher Zugewinn an Erfahrung und Möglichkeit der Zusammenarbeit erwartet. "Die geplante unabhängige Zertifizierung der Schutzgebiete nach den internationalen Kriterien kann auch für deutsche Schutzgebiete neue Perspektiven und Chancen eröffnen", sagte Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz. Im Nachbarland Österreich haben einige Nationalparke probeweise eine Zertifizierung mit sehr viel Gewinn für den Nationalpark durchlaufen. Dazu gehört auch der Nationalpark Hohe Tauern. Der Direktor wird auf dem Workshop von den Erfahrungen dort berichten. Im Vorfeld des wegweisenden internationalen Kongresses ist eine klare nationale Linie besonders wichtig, betont Vogtmann.

Der Workshop findet zur Vorbereitung des Weltschutzgebietskongresses (World Parks Congress) der IUCN in Südafrika im September 2003 statt. Über 2.700 Schutzgebietsvertreter bzw. Vertreter von Verbänden, Stiftungen und Regierungen sowie der Privatwirtschaft aus aller Welt werden erwartet, um strategische Eckpunkte für die zukünftige Entwicklung von Schutzgebieten festzulegen. "Dieser Kongress steht unter dem Motto "benefits beyond boundaries" und weist damit auf die enorme gesellschaftliche, soziale, kulturelle, wirtschaftliche, wissenschaftliche und ökologische Bedeutung von Schutzgebieten hin", so Hartmut Vogtmann. Im Zentrum des Kongresses stehen dabei die Fragen, wie Schutzgebiete besser die wertvollsten Naturräume erhalten und gleichzeitig den Menschen im Umfeld eine ökonomische Perspektive bieten können. Dafür sollten Schutzgebiete bestimmte Standards und Kriterien einhalten. In Südafrika soll nun ein Überprüfungsverfahren zur Einhaltung dieser Standards diskutiert und verabschiedet werden.
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