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Neue Broschüre: Kreativer Dreiklang verbessert Arbeitsergebnisse

02.10.2008 - (idw) Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Kreativität und Gesundheit bei der Arbeit gehören zu den erstrebenswerten Zielgrößen für Unternehmen. Deshalb hat die BAuA jetzt die Quartbroschüre "Create Health! Arbeit kreativ, gesund und erfolgreich gestalten" veröffentlicht. Sie enthält die in allgemeinverständlicher Form aufbereiteten Forschungsergebnisse des Projektes "Kreativität und Gesundheit im Arbeitsprozess - Bedingungen für eine kreativitätsförderliche Arbeitsgestaltung im Wirtschaftsleben". Das von der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Psychologie, durchgeführte Projekt identifizierte gestaltungsrelevante Merkmale der Arbeit, die in vielen arbeits- und organisationspsychologischen Konzepten im Mittelpunkt stehen. Dazu zählen vor allem Autonomie und Anforderungsvielfalt ebenso wie unterstützende Bedingungen in den Strukturen und Prozessen der Organisation und Führung. Dies bedeutet beispielsweise regelmäßiges, objektives Feedback von der Führungskraft an die Mitarbeiter und Kommunikation über die geleistete Arbeit, damit kreative Ideen weiterentwickelt werden können.

Allerdings kann sich ein Übermaß an Kreativanforderungen und Freiräumen auch ungünstig auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn weitestgehend unstrukturierte Anforderungen und Arbeitsprozesse Handlungsunsicherheiten hervorrufen, die sich zur erlebten Überforderung entwickeln.

Die Broschüre geht auf die wesentlichen Aspekte des so genannten kreativen Dreiklangs vor, bei dem sich die Ebenen bezüglich der Person, der Arbeitsaufgabe und der Organisation miteinander verzahnen. Auf der persönlichen Ebene kann der Beschäftigte seine individuellen Voraussetzungen und Kompetenzen einbringen. Auf der Ebene der Arbeitsaufgabe schaffen Arbeitsplatzmerkmale beziehungsweise die konkreten Bedingungen am Arbeitsplatz Raum für Kreativität. Letztlich bestimmt der Organisationsrahmen die strukturellen und kulturellen Bedingungen im Unternehmen.

Wie sich dieser Dreiklang praktisch umsetzen lässt, verdeutlichen "Beispiele guter Praxis" in zwei Unternehmen. Die abschließenden Empfehlungen für die "kreative Praxis" können jedoch keine starre Bauanleitung sein. Schließlich ist jedes Unternehmen anders, sodass sich ein Königsweg ausschließt. Dennoch lassen sich vier entscheidende Bereiche erkennen, durch deren bewusste Gestaltung sich sowohl die Kreativität als auch die Gesundheit fördern lässt. Dabei handelt es sich um die Autonomie in der Arbeit, die Anforderungsvielfalt der Arbeitsaufgaben, kreative Selbstwirksamkeit, die sich in der Überzeugung ausdrückt, Ergebnisse erzielen zu können, sowie ein gemischter Komplex, der Teamklima, Kooperation und Kommunikation umfasst.

Die kostenlose Broschüre "Create Health! Arbeit kreativ, gesund und erfolgreich gestalten" kann bezogen werden über das Informationszentrum der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Postfach 17 02 02, 44061 Dortmund, Telefon 231.90 71 20 71, Fax 0231.90 71 20 70, E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de. Auf der BAuA-Homepage http://www.baua.de befindet sich eine Version im PDF-Format (1,3 MB) zum Herunterladen im Bereich Publikationen in der Rubrik Broschüren.
Weitere Informationen: http://www.baua.de/nn_5846/de/Publikationen/Broschueren/A61,xv=vt.pdf Direkter Link zur Broschüre "Create Health! Arbeit kreativ, gesund und erfolgreich gestalten"
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