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Erstmals Zertifikat für Chest Pain Unit

02.10.2008 - (idw) Universitätsklinikum Essen

Brustschmerzzentrum am UK Essen sowie vier weitere Klinken ausgezeichnet Das Brustschmerzzentrum - "Chest Pain Unit"- am Universitätsklinikum Es-sen ist zertifiziert. Neben Essen zertifizierte die Deutsche Gesellschaft für Kar-diologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. vier weitere deutsche Kliniken - in Heidelberg, Mainz, Mannheim und Neuss. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie vergab erstmals diese Auszeichnung.
"Auf die Zertifizierung haben wir uns sehr intensiv vorbereitet, viele Abläufe kritisch überprüft und danach standardisiert. Nun erfolgte die Begehung und Anhörung der Fachgesellschaft. Deren strenge Bewertungskriterien erfüllen wir im Westdeutschen Herzzentrum Essen", freut sich Raimund Erbel, Direktor der Klinik für Kardiologie. Brustschmerzzentren in Deutschland werden zukünftig solche Zertifizierungspro-zesse durchlaufen müssen, um bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und in der Folge auch bei den Kostenträgern anerkannt zu werden.
Am Westdeutschen Herzzentrum in Essen steht rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche ein qualifiziertes Team zur Verfügung. Um für den vom Brustschmerz betroffenen Patienten optimale Therapiekonzepte auszuwählen, nutzen sie Kran-kengeschichte, diagnostische Befunde, EKG-Zeichnungen und analysieren Biomar-ker zur Risikostratifizierung. Und das schnell und ohne Zeitverlust. Dabei bietet ih-nen das vor fünf Jahren errichtete hochmoderne Westdeutsche Herzzentrum Essen optimale räumliche und strukturelle Räumlichkeiten. Hochwertige technische Gerä-ten ermöglichen dort zudem qualifizierte Diagnostik mit Hilfe von Belastungs-EKG, Ultraschall des Herzens und/ oder Magnet-Resonanz-Tomographie, Computer-Tomographie und Szintigraphie. Um den Patienten fachgerecht behandeln zu kön-nen, stehen zudem hochmoderne Herzkatheterlabore und Überwachungsplätze in unmittelbarer Nähe bereit. "So können Ursachen für unklare Brustschmerzen wie Durchblutungsstörungen des Herzens, eine Herzmuskelentzündung nach einer Grippe oder Erkrankungen der Hauptschlagader und der Lunge aufgedeckt und behandelt werden", erläutert Erbel.
Damit ein möglicher akuter Infarkt nicht tödlich endet, gibt es nun eine Anlaufstelle, die mit höchstmöglicher Sicherheit für den Patienten sorgt und eine akute Gefähr-dung versucht auszuschließen. "Oft warten Patienten zu lange, bis sie zum Arzt gegen. Darunter befinden sich besonders oft Frauen, ältere Patienten und ausländi-sche Mitbürger. Aber auch Diabetiker und Patienten mit Herzschwäche oder Schlag-anfall suchen oft zu spät einen Mediziner auf", so Gerd Heusch, Direktor des Insti-tuts für Pathophysiologie. Mehr als 30 Prozent der Patienten mit Herzinfarkt haben jedoch keine typischen Infarktschmerzen. So können ein Enge- und Beklemmungs-gefühl der Brust, Atemnot und Übelkeit, aber auch Schwindel, Schweißausbruch sowie einseitige Schmerzen im Arm, Nacken, Unterkiefer, Schulter, Oberbauch auf einen Herzinfarkt hinweisen:
Die Chest Pain Unit am UK Essen ergänzt das bereits bestehende Angebot des Herzinfarktverbundes. So wünscht sich Prof. Erbel, dass in den nächsten Jahren auch für Erkrankungen außerhalb des ST-Hebungsinfarktes flächendeckend eine standardisierte Versorgung der Bevölkerung erreicht wird. Essen hat in diesem Sin-ne mit der Einrichtung des ersten zertifizierten Brustschmerzzentrums (CPU) in Deutschland wieder einmal Schrittmacherdienste geleistet.
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Nähere Informationen: Dr. Frank Breukmann, Chest Pain Unit, Westdeutsches Herzzentrum Essen, Tel.: 02 01 / 7 23 - 84895.

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