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HRK zum Bildungsgipfel: Gemeinsame Kraftanstrengung von Ländern und Bund jetzt

06.10.2008 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat vor dem Treffen von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten am 22. Oktober an Bund und Länder appelliert, die Unterfinanzierung des deutschen Hochschulsystems mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu beseitigen. Die Hochschulen müssten entsprechend ihrer Rolle als Zukunftswerkstätten der Gesellschaft in ihrer Entwicklung gefördert werden.

In einer Stellungnahme des HRK-Präsidiums heißt es, Länder und Bund sollten sich schnell, unkompliziert und in größerem Umfang als geplant über die Mitfinanzierung des Bundes im Hochschulbereich verständigen. Auch nach der Föderalismusreform sei dies möglich.

Angesichts der Defizite bei der Personalausstattung und dem räumlichen Ausbau besteht ein Nachholbedarf von jährlich 3,5 Milliarden ¤ für die Grundausstattung für Forschung und Lehre der Hochschulen.

Darüber hinaus hat die HRK errechnet, dass in den kommenden Jahren jährlich durchschnittlich 2,6 Milliarden Euro zusätzlich in den Hochschulbereich fließen müssen, um die notwendigen Studienplätze zu schaffen, die durch die Steigerung der Studierendenzahlen und die doppelten Abiturjahrgänge gebraucht werden, und um die dringend erforderlichen qualitativen Verbesserungen in der Lehre zu realisieren.

HRK-Präsidentin Wintermantel sagte heute dazu: "Die Anforderungen sind groß. Deshalb sind sie nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Ländern und Bund zu bewältigen. Statt Kompetenzgerangel brauchen wir eine konzertierte Aktion, die einen Aufbruch markiert. Deutschland braucht leistungsstarke Hochschulen nicht weniger dringend als ein funktionierendes Bankensystem."

Und weiter: "Es reicht nicht, die Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte zu fordern, die Hochschulen müssen die notwendigen Angebote finanzieren können. Wir brauchen eine gute individuelle Studienförderung, um Jugendlichen aus allen sozialen Schichten das Hochschulstudium zu ermöglichen. Die Karrierechancen des wissenschaftlichen Nachwuchses müssen international konkurrenzfähig sein. Internationalisierung kostet Geld. Die Exzellenzinitiative muss weiter entwickelt fortgesetzt werden.

Wir erwarten, dass die Regierungschefs sich aus ihrer Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft über diese Aufgaben und ihre Finanzierung verständigen."
Weitere Informationen: http://www.hrk.de/de/presse/95_4525.php
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