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Das Konkrete als Zeichen - Internationaler Semiotik-Kongress an der Universität Stuttgart

06.10.2008 - (idw) Universität Stuttgart

Die Lehre von den Zeichen, die Semiotik, hat eine lange Tradition an der Universität Stuttgart und ist insbesondere mit dem Namen des Philosophen Max Bense verbunden, der hier von 1950 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1978 geforscht und gelehrt hat. Vom 9. bis 11. Oktober rückt das Forschungsfeld einmal mehr in das Zentrum des Universitätsgeschehens, wenn unter dem Titel "Das Konkrete als Zeichen" der 12. Internationale Kongress der deutschen Gesellschaft für Semiotik an der Uni Stuttgart stattfindet. Ausgerichtet wird der Kongress durch den geschäftsführenden Direktor des Instituts für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart, Prof. Reinhard Krüger, der in seinen Vorträgen dem Konkreten in der brasilianischen Poesie sowie aus interdisziplinärer Sicht nachspüren wird.

Zeiten: 9. Oktober ab 14.00 Uhr
10. und 11. Oktober ab 8.30 Uhr
Ort: Universitätsbereich Stadtmitte,
Heilbronner Straße 7 und Keplerstraße11

Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in den Sinnen gewesen ist, das weiß die sensualistische Erkenntnislehre seit der europäischen Antike. Bevor wir einem Ding eine Bedeutung zuordnen, ist es als Material unseren Sinnen ganz konkret, ganz dicht erschienen und hat Reize ausgelöst, die wir auf mehr oder weniger automatisierte Weise verarbeiten und mit Bedeutungen koppeln.
Betrachtet man diese Zuordnungen in verschiedenen Disziplinen, so stellt man allerdings fest, dass der Begriff des Konkreten vielfältige Facetten aufweist und in den verschiedenen Wissenschaftskulturen ganz verschiedene Nuancierungen des Begriffs vorherrschen. Dementsprechend breit gefächert ist das mit renommierten internationalen Referenten besetzte Kongressprogramm, das unter anderem die Themenfelder "Konkretes Erzählen", "Gesten in der Kommunikation", das Konkrete in Kultur und Literatur, "Zeichenmaterialität" und "Wirtschaft" umfasst. Aber auch das Konkrete in kulinarischen Prozessen (Semiotik der Speise) oder das Spannungsfeld von Konkretismus und Autismus werden angesprochen.

Weitere Informationen bei Prof. Reinhard Krüger, Institut für Literaturwissenschaft, Tel. 0711/685-83110, e-mail: reinhard.krueger@ilw.uni-stuttgart.de, Programm unter http://www.dgs-stuttgart-2008.de/

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