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Otto Pankok und Geächtete: Ausstellung in der Universitätsbibliothek Bochum

29.10.2008 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Das Werk des Malers, Grafikers und Bildhauers Otto Pankok (1893-1966) ist vor allem jungen Menschen nicht mehr bekannt. 1937 von den Nationalsozialisten mit Malverbot belegt und selbst der Verfolgung ausgesetzt, thematisierte Pankok Menschen, die unter gesellschaftlicher Ächtung und Unterdrückung leiden. In Zusammenarbeit mit der Otto-Pankok-Gesellschaft zeigt die Universitätsbibliothek Bochum ab dem 5. November 30 Druckgrafiken des Künstlers. Die Ausstellung "Otto Pankok und Geächtete" ist bis zum 31. Januar 2009 zu sehen. Bochum, 29.10.2008
Nr. 347

Otto Pankok und Geächtete
Ausstellung in der Universitätsbibliothek Bochum
Fast vergessenes Werk jungen Menschen wieder nahe bringen

Das Werk des Malers, Grafikers und Bildhauers Otto Pankok (1893-1966) ist vor allem jungen Menschen nicht mehr bekannt. 1937 von den Nationalsozialisten mit Malverbot belegt und selbst der Verfolgung ausgesetzt, thematisierte Pankok Menschen, die unter gesellschaftlicher Ächtung und Unterdrückung leiden. In Zusammenarbeit mit der Otto-Pankok-Gesellschaft zeigt die Universitätsbibliothek Bochum 30 Druckgrafiken des Künstlers. Die Ausstellung "Otto Pankok und Geächtete" ist bis zum 31. Januar 2009 zu sehen.

Vernissage mit Eva Pankok

Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 5. November 2008 um 17.30 Uhr in Anwesenheit der Tochter und Erbin des Künstlers, Eva Pankok. Sie freut sich auf einen Dialog zum Werk ihres Vaters insbesondere mit Studierenden der RUB. Nach einer Begrüßung durch Gerhard Möller, Kanzler der RUB, führt Dr. Erdmute Lapp, Direktorin der UB, in die Ausstellung ein. Zur Vernissage sind alle Interessierten und die Medien herzlich willkommen.

Informationen im Internet

Über die Ausstellung informiert die UB auf ihren Internetseiten:
http://www.ub.rub.de

Juden, Zigeuner, Partisanen

Die 30 Exponate aus dem Nachlass des Künstlers sind eine Leihgabe von Eva Pankok. Maßgeblich am Zustandekommen der Ausstellung mitgewirkt hat Dr. Hans-Werner Lennartz, Mitglied der Otto-Pankok-Gesellschaft und bis 2007 Mitarbeiter an der Ruhr-Universität. Gezeigt werden Holzdrucke, die im Auftrag von Eva Pankok von jenem Drucker erstellt wurden, der noch von Otto Pankok selbst nach seinen künstlerischen Vorstellungen in die Ausführung der Drucke eingewiesen wurde. Zu sehen sind unter anderem Porträts von Juden sowie Darstellungen von "Zigeunern" aus den 40er-Jahren, der Druck "666" aus dem Jahr 1965 - einer späten Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Regime - und 15 Drucke aus dem Zyklus "Die Räuber vom Liang Schan Moor", mit dem Pankok einen chinesischen Volksroman illustrierte. Erzählt wird die Geschichte von 37 Partisanen, die im alten China gegen Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen. Die thematischen Bezüge zum Terrorregime des Dritten Reiches verdeutlicht Pankok unter anderem durch Symbole, die auf den Nationalsozialismus verweisen. Die Ausstellung umfasst damit Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers zwischen 1936 und 1966.

Weitere Informationen

Gisela Ogasa, Universitätsbibliothek Bochum, Tel. 0234/32-27354, E-Mail: gisela.ogasa@rub.de

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