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Der Wolfenbütteler Porträtkatalog - ein epochales Werk ist fertig

30.10.2008 - (idw) Herzog August Bibliothek

Mit dem 50. Band des Kataloges der graphischen Porträts in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: 1500 - 1850, der jetzt im Saur Verlag, München erschienen ist, kommt ein epochales Werk zum Abschluss. Das Projekt der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel wurde 1986 von Peter Mortzfeld begonnen und konnte nun zu Ende gebracht werden. Gefördert wurde es die letzten sieben Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Jetzt sind alle Porträts, die sich in den alten Drucken der Herzog August Bibliothek befinden, nicht nur abgebildet, sondern zugleich beschrieben und über vielfältige Register erschlossen. Von diesen 50 sind die ersten 32 Bände Abbildungsbände, die restlichen sind Beschreibungen sowie Registerbände. Zunächst liefert der Katalog eine biographische Skizze der dargestellten Personen samt ihrer Lebensorte und Tätigkeiten. Das unterscheidet dieses Unternehmen bereits von den üblichen Porträtkatalogen, die lediglich einen Namen mit zugehörigen Lebensdaten nennen.
In einem zweiten Schritt dokumentiert der Katalog die an den Stichen beteiligten Künstlern und Stechern.
Schließlich eröffnet er den Zugang zu einer unglaublichen Fülle an Informationen, denn Mortzfeld beschreibt die Details, die die Bilder über das Porträt hinaus noch enthalten, z.B. weitere Bilder oder auch die kurzen Texte und Sinnsprüche. Diese für die Forschung wertvollen Details sind über die 19 Registerbände zugänglich. Das bedeutet, alle ikonographischen, allegorischen, symbolischen, mythologischen, biblischen und historischen Bildmotive, alle Emblemata, Devisen oder Motti, alle Zitate, die den Bildern beigegeben sind, können nachrecherchiert werden. Selbstverständlich bietet der Katalog auch ein Generalnamensregister, ein Ortsregister und ein Berufsregister. Das Künstlerregister enthält alle auf den Blättern angegebenen bzw. ermittelten Künstlernamen (Maler, Zeichner, Stecher), das Verleger-/Druckerregister die Namen aller auf den Blättern angegebenen bzw. ermittelten Verleger und Drucker. So ist wirklich jeder wissenschaftlichen Fragestellung Genüge getan.

Der Katalog hat in seiner Fülle und in seiner bisher nicht da gewesenen Erschließungstiefe Standards gesetzt und ist als "der Mortzfeld" bereits heute fester Bestandteil des fachwissenschaftlichen Kanons.

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