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TUB: Was Herr Röntgen heute sehen könnte

16.01.2009 - (idw) Technische Universität Berlin

Gemeinsame Medieninformation der Technische Universität Berlin, der TSB Technologiestiftung Berlin und der Stiftung "Analytische Röntgenphysik"

Was Herr Röntgen heute sehen könnte
An der TU Berlin wird die neue Stiftungsprofessur "Analytische Röntgenphysik" eingerichtet / Einladung zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Birgit Kanngießer am 23. Januar 2009

Die Physikerin Prof. Dr. Birgit Kanngießer ist auf die neue Stiftungsprofessur "Analytische Röntgenphysik" berufen worden. Die Professur wurde von 13 in- und ausländischen Unternehmen*, der TSB Technologiestiftung Berlin und der TU Berlin initiiert.

Am 23. Januar 2009 wird Frau Professor Kanngießer ihre Antrittsvorlesung halten zu dem Thema "Was Herr Röntgen heute sehen könnte: X-Strahlen als Sonde für die Untersuchung kondensierter Materie". Wir möchten Sie dazu herzlich einladen.

Zeit: am Freitag, dem 23. Januar 2009, 14 Uhr c.t.
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Raum H 1058 (Konrad-Mellerowicz-Saal), Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

Vor Beginn der Antrittsvorlesung besteht in der Zeit von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr im Raum H 2036 die Möglichkeit mit Prof. Dr. Birgit Kanngießer, Dr. Bruno Broich, Hauptamtlicher Vorstand der TSB Technologiestiftung Berlin, und Dr. Michael Haschke, Vertreter der Stiftung "Analytische Röntgenphysik", Interviews zu führen. Bitte teilen Sie uns Ihre Interviewwünsche mit (siehe angefügte Rückantwort).

Die Vorlesung wird die grundlegenden röntgenphysikalischen Prozesse in Verbindung mit aktueller Forschung und Anwendung vorstellen. Seit Wilhelm Conrad Röntgen im Jahr 1895 die "X-Strahlen" entdeckte, sind Röntgenstrahlen zu einer unverzichtbaren Sonde für die Untersuchung der Struktur kondensierter Materie und ihrer elektronischen Eigenschaften geworden. Basierend auf den grundlegenden Wechselwirkungsarten von Röntgenstrahlen mit Materie existiert heutzutage eine Vielzahl von Röntgenmethoden. Sie bilden das optische Werkzeug für so unterschiedliche Bereiche wie die Mikro- und Nanotechnologien, die biologische Struktur- und Wirkstoffforschung sowie die Stoff- und Prozessanalytik. Beispiele dieser großen Bandbreite sind die tomographische Bildgebung der Bestandteile einer einzelnen Zelle, die Untersuchung vergrabener Nanoschichten, die Bestimmung der Elementverteilung in historischen Pergamenten und die zeitliche Abbildung der Schwingungen von Nanoschichten. Ein wesentlicher Teil dieser Forschung lässt sich in Berlin und Brandenburg finden. Durch die neuartige Stiftungsprofessur soll die Forschung in der Region maßgeblich gestärkt werden.

"Die Einrichtung einer Stiftungsprofessur im Bereich optische Technologien mit dem Schwerpunkt Röntgenspektroskopie und Röntgenanalytik stärkt die Alleinstellung der TU Berlin auf diesem Gebiet innerhalb der Berliner Universitäten und verdeutlicht darüber hinaus den hohen Vernetzungsgrad mit der hochrangigen nationalen und internationalen Forschungs- und Unternehmerlandschaft auf diesem Sektor", sagt Prof. Dr. Christian Thomsen, Dekan der Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften, an der die Stiftungsprofessur angesiedelt ist.

Diese Stiftungsprofessur stellt in der Wissenschaftslandschaft etwas Besonderes dar. "Der Technologiestiftung Berlin ist es gelungen, eine bisher neuartige Konstruktion für eine solche Stiftungsprofessur zu entwickeln und sie als gemeinnützige Stiftung anerkennen zu lassen", sagt Dr. Bruno Broich, Hauptamtlicher Vorstand der TSB Technologiestiftung Berlin. Normalerweise fungiert ein Großunternehmen als Stifter. Diesmal aber haben sich 13 in- und ausländische Firmen*, unter denen auch kleine und mittelständische regionale Unternehmen sind, zusammengeschlossen und eine gemeinnnützige Stiftung gegründet, die von der TSB treuhänderisch verwaltet wird. "Ziel der Stifter ist es, sowohl die anwendungsnahe Forschung auf dem Gebiet der analytischen Röntgenphysik zu sichern und nachhaltig auszubauen, als auch eine fundierte Ausbildung der Studierenden an der TU Berlin für Röntgentechnologien und deren Anwendungen in der Mikro- und Nanotechnologie zu gewährleisten", betont Dr. Michael Haschke, Vertreter der Stiftung "Analytische Röntgenphysik".

Die Stiftung ist mit 650 000 Euro ausgestattet. Von 2009 bis 2011 wird die Professur über den Masterplan "Wissen schafft Zukunft" des Berliner Senats finanziert. Die TSB Technologiestiftung Berlin wird sich von 2012 bis 2016 mit einer Zuwendung engagieren. Ab 2017 soll dann die Stiftungsprofessur in eine Regelprofessur umgewandelt werden. Das haben die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur und die TU Berlin vereinbart.

Lebenslauf
Prof. Dr. Birgit Kanngießer studierte Physik, Astronomie und Philosophie an der Universität Bonn. 1995 promovierte sie im Fach Physik an der Universität Bremen. Im Jahr 2004 erfolgte die Habilitation an der TU Berlin. Seither leitet sie hier die Arbeitsgruppe "Analytische Röntgenspektroskopie". Für ihre Entwicklungen neuer Methoden zur Anwendung von Röntgenstrahlen in der Mikrostrukturanalytik wurde sie vergangenes Jahr mit dem Röntgenpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis gilt als einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Preise der Justus-Liebig-Universität. Er wird jährlich für neue, hervorragende wissenschaftliche Arbeiten und Verdienste auf dem Gebiet der strahlenphysikalischen oder strahlenbiologischen Grundlagenforschung vergeben.

*Die 13 Stifter
Axo Dresden GmbH, Applied X-Ray Optics; Bruker AXS GmbH, Bruker AXS Microanalysis GmbH; GE Inspection Technologies; Helmut-Fischer-Stiftung; IFG - Institute for Scientific Instruments GmbH; Incoatec GmbH; Prof. Dr. N. Langhoff; Optigraph GmbH; Panalytical BV; Panalytical Research Centre; rtw Röntgen-Technik Dr. Warrikhoff GmbH & Co. KG; Spectro Analytical Instruments GmbH & Co. KG
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Programm der Antrittsvorlesung
Musikalische Einstimmung, Anja Dolak (Akkordeon)
Begrüßung:
Prof. Dr. Kurt Kutzler, Präsident der TU Berlin
Dr. Bruno Broich, Hauptamtlicher Vorstand der Technologiestiftung Berlin
Dr. Michael Haschke, Bruker AXS Microanalysis Berlin, Vertreter der Stiftung "Analytische Röntgenphysik"
Prof. Dr. Christian Thomsen, TU Berlin, Dekan der Fakultät II - Mathematik und Naturwissenschaften

"Was Herr Röntgen heute sehen könnte: X-Strahlen als Sonde für die Untersuchung kondensierter Materie", Prof. Dr. Birgit Kanngießer, TU Berlin, Institut für Optik und Atomare Physik

Musikalischer Abschluss, Anja Dolak (Akkordeon)

Empfang (H-Fläche 1. OG)

Fotomaterial zum Download
www.tu-berlin.de/?id=51396

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr. Birgit Kanngießer, Institut für Optik und Atomare Physik, Stiftungsprofessur Analytische Röntgenphysik, Hardenbergstr. 36, 10623 Berlin, Tel.: 030/314-21428, E-Mail: bk@atom.physik.tu-berlin.de
Dr. Kristina R. Zerges, Leiterin des Referats für Presse und Information der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Tel.: 030/314-23922, Fax: -23909, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de
Frauke Nippel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TSB Technologiestiftung Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin, Tel.: 030/46 30 25 04, Fax: 030/46 30 24 44, E-Mail: nippel@technologiestiftung-berlin.de

Rückantwort
(Bitte per E-Mail pressestelle@tu-berlin.de oder per Fax: 030/314-23909)

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Birgit Kanngießer

Ort:
TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin (Nähe Ernst-Reuter-Platz), Raum H 1058 (Konrad-Mellerowicz-Saal)

Zeit:
23. Januar 2009, Beginn der Antrittsvorlesung: 14 Uhr c.t.

Einzelinterviews:
12.30 Uhr bis 13.30 Uhr, Raum H 2036

O Ja, ich nehme an der Antrittsvorlesung teil.

O Nein, ich komme nicht zur Antrittsvorlesung

O Ich bin an einem Einzelinterview mit Prof. Dr. Kanngießer, Herrn Dr. Broich, Herrn Dr. Haschke (Zutreffendes bitte unterstreichen) für die Redaktion/die Sendung ........................................... interessiert.

Name, Vorname: _________________________________

Medium/Redaktion: _________________________________

E-Mail: _________________________________

Tel./Faxnummer: _________________________________

Straße: _________________________________

PLZ, Ort: _________________________________

Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

"EIN-Blick für Journalisten" - Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:

Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
Weitere Informationen: http://www.tu-berlin.de/?id=51396 http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/ http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
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