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Kulturtheoretische Aspekte des transnationalen Terrorismus

02.02.2009 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)

Die Terroranschläge in New York am 11. September 2001 haben eine Flut wissenschaftlicher Veröffentlichungen zur Neuartigkeit des transnationalen und islamistischen Terrorismus ausgelöst. Welche ideengeschichtlichen Vorläufer des zeitgenössischen internationalen Terrorismus gibt es im abendländischen Denken? Dieser Frage geht der Philosoph Alfred Hirsch in einem Vortrag am 10. Februar 2009 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) nach. Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 sind zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema Terror und Terrorismus erschienen. Die Dimension des ausgeübten Terrors wie auch die der medialen Darstellungen und politischen Reaktionen war zweifellos neu. Eine Vielzahl der seither veröffentlichten Publikationen konzentriert sich jedoch auf die Neuartigkeit des transnationalen und islamistischen Terrorismus. Dabei vergessen die Autoren dieser Schriften häufig, dass im abendländischen Denken ideengeschichtliche Vorläufer des Terrorismus zu finden sind.

In seinem Vortrag gibt Alfred Hirsch, Philosoph und Senior Fellow am KWI, einen Überblick über die theoretischen Vorläufer des internationalen Terrorismus. Die geschichtlichen Fundstücke, die im Zentrum der Darstellung stehen, stammen weniger aus dem "Orient", als vielmehr aus einer uns vertrauten europäischen Kultur des Terrors. Diese reicht von den Frühanfängen der Neuzeit im 17. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert, in dem die Praktiken des Terrorismus und des Terrors vielfach als legitime Mittel politischer Gewalt gerechtfertigt wurden.

PD Dr. Alfred Hirsch ist Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Aktuell arbeitet er an einem neuen Forschungsprojekt zur Ideengeschichte des Terrors, in dem die kulturwissenschaftlichen Bezüge unterschiedlicher okzidentaler Terrordiskurse miteinander in Beziehung gesetzt und verglichen werden sollen.

Datum: 10. Februar 2009, 18:00 Uhr
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Magdalena Schaeffer, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-186.html.

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