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Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (Maschinenbau) an die Ingenieurökonomische Universität St. Petersburg exportiert

02.02.2009 - (idw) Technische Fachhochschule Wildau

Die Technische Fachhochschule Wildau und die Staatliche Ingenieurökonomische Universität (ENGECON) St. Petersburg haben im Februar 2007 ein Grundsatzabkommen zur Kooperation bei der Entwicklung von Studiengängen geschlossen. Im Zuge dieser vereinbarten Zusammenarbeit stellte die TFH Wildau im Rahmen des Programms "Studienangebote Deutscher Hochschulen im Ausland" des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD einen Antrag auf Förderung der Einführung ihres Studiengangs an der St. Petersburger Hochschule. Dieser Antrag wurde im Dezember 2008 positiv bestätigt, so dass die ersten Studierenden nach erforderlichen curricularen Anpassungen am 1. September 2009 mit dem Studiengang beginnen können. Dazu findet vom 12. bis 14. Februar 2009 in Wildau ein deutsch-russischer Workshop statt. Den Auftakt bildet am 12. Februar 2009 von 18.00 bis 20.00 Uhr eine öffentliche Vortragsveranstaltung mit Diskussion in der Niederlassung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Berlin-Mitte.
Wirtschaftsingenieure zählen heute nicht nur in Deutschland mit zu den am stärksten nachgefragten Hochschulabsolventen, in Industrie und Wirtschaft haben sie gute Berufsperspektiven. In den Unternehmen übernehmen sie Schnittstellenfunktionen in allen Bereichen des Wertschöpfungsprozesses. Mit ihrer Fähigkeit, Wissensgrenzen zu überbrücken und zwischen verschiedenen Denkweisen zu vermitteln, stehen Wirtschaftsingenieure für integriertes Management in Unternehmen.
In Anbetracht der industriellen Entwicklung des Großraums St. Petersburg und der zunehmenden Konzentration der internationalen Maschinen- und Fahrzeugbauindustrie in dieser Region stehen auch die Hochschulen dort vor großen Herausforderungen. Ihre Absolventen müssen Kompetenzen bündeln, sich westlicher Arbeitsmethodik anpassen können und für den internationalen Wissens- und Technologietransfer offen sein. Der Studiengang der TFH Wildau bietet dafür die besten Voraussetzungen, insbesondere da er sehr praxisorientiert angelegt ist und im Studium bereits nach dem zweiten Semester ein zweimonatiges Industriepraktikum in russischen Unternehmen eingeplant ist. Im sechsten Semester werden die Studierenden an der TFH Wildau studieren und im siebten Semester ein Praktikum in einem deutschen Unternehmen absolvieren. Diese Internationalisierung ihrer Ausbildung entspricht den Anforderungen und Erwartungen der sich in der Region St. Petersburg ansiedelnden internationalen Industrie wie auch der zunehmend praxisorientierten Ausrichtung russischer Fachstudiengänge.
Beide Hochschulpartner schätzen das Beschäftigungspotenzial für Wirtschaftsingenieure in Russland als extrem positiv ein und werden dazu beitragen, den Absolventen, die nach ihrem achtsemestrigen BA-Studium in den Arbeitsmarkt gehen werden, die besten Kompetenzen mitzugeben. Seit Januar 2009 laufen an beiden Hochschulen die Vorbereitungen für den Studiengang. Entsprechend den curricularen Vorgaben der russischen Hochschulausbildung besteht der Studiengang aus vier Zyklen, dem geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Zyklus, dem mathematisch-technischen Zyklus, dem betriebswirtschaftlichen und dem interdisziplinären Zyklus. Zu den Kernelementen des Studiums gehören auch das Erlernen der deutschen Sprache - sowohl der allgemeinen als auch der Fachsprache - und die Fähigkeit zu interkultureller Kommunikation.
Vor der Aufnahme ihres Studiums an der TFH Wildau im sechsten Semester müssen die russischen Studierenden die TestDaF-Prüfung (Test "Deutsch als Fremdsprache" - Sprachtest für die Zulassung ausländischer Studierender in Deutschland) absolvieren. Die Studienerfolge werden nach ECTS bewertet, die Absolventen erhalten eine deutsche BA-Urkunde der TFH Wildau sowie den BA ihrer russi¬schen Heimatuniversität und ein gemeinsames Diploma Supplement, in dem die Schwerpunkte der Kurse und Module aufgeführt werden. Damit haben sie nach Beendigung ihres Studiums nicht nur auf dem russischen Beschäftigungsmarkt gute Chancen sondern auch international, insbesondere in Deutschland.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der ENGECON St. Petersburg wird dazu beitragen, dass innovative deutsche Studiengänge in Russland stärker bekannt werden und dort zur weiteren Bildungsentwicklung beitragen. Die TFH sieht in der engen Verknüpfung von Forschung, Entwicklung und praxisbezogener Lehre auch für ihre russischen Partner die entscheidende Zukunftsperspektive.
Weitere Informationen: http://www.tfh-wildau.de http://www.engecon.ru
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