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Für Berlin, für Wissenschaft und Politik

03.02.2009 - (idw) Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH

Vor 40 Jahren wurde das WZB gegründet - Festakt am 17. Februar 2009 feiert das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) sein 40-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird mit einem Festakt am 17. Februar im Roten Rathaus begangen - im Beisein von Bundespräsident Horst Köhler, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Lord Ralf Dahrendorf wird die Festrede halten. Im Rahmen des Festaktes erhält die amerikanische Philosophin Martha C. Nussbaum den A.SK Social Science Award, den das WZB zum zweiten Mal verleiht.

Das WZB wurde 1969 aus der Mitte des Parlaments gegründet. 15 Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU und SPD hinterlegten am 3. Februar 1969 als Gesellschafter den Gründungsvertrag über die gemeinnützige Wissenschaftszentrum Berlin GmbH. Sie verfolgten zwei Ziele: eine Stärkung West-Berlins durch die Bindung internationaler Forscher an die Stadt und die Förderung wissenschaftlicher Beratung für die politische Praxis. Die Situation an den durch die Studentenunruhen aufgewühlten Hochschulen machte aus Sicht der Initiatoren die Gründung eines außeruniversitären Forschungsinstituts noch dringlicher.

Schon vom Herbst 1969 an flossen erste Mittel aus dem Etat des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft. Heute ist das WZB eine gemeinsam vom Bund (75 Prozent) und dem Land Berlin (25 Prozent) finanzierte Forschungseinrichtung und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. 1970 entstand das erste Institut für "Management und Verwaltung" (Gründungsdirektor: James E. Howell, später folgten Fritz W. Scharpf, Walter H. Goldberg). Ab 1976 wurden die Internationalen Institute für "Vergleichende Gesellschaftsforschung" (Direktoren: Frieder Naschold, Karl W. Deutsch) und für "Umwelt und Gesellschaft" (Direktoren: Meinolf Dierkes, Udo E. Simonis) aufgebaut.

Gegenwärtig arbeiten am Wissenschaftszentrum Berlin, das seit 1985 den Namenszusatz "für Sozialforschung" trägt, rund 150 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen in vier Forschungsschwerpunkten. Zu den Themen gehören u.a.: Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt; soziale Ungleichheit und Probleme des Sozialstaats; Demokratie und Zivilgesellschaft; Innovation und Wissenschaftspolitik; interkulturelle und internationale Konflikte.

Das WZB ist im Gegensatz zu den Hochschulen nicht lehrstuhlförmig aufgebaut. Die Forschungsbereiche sind thematisch, nicht disziplinär ausgerichtet. Diese Struktur erlaubt es dem WZB, immer wieder neue Themen aufzugreifen und so eine Art Vorläuferfunktion zu übernehmen.

Das WZB kooperiert seit langem eng mit den Berliner Universitäten und bildet auch den wissenschaftlichen Nachwuchs mit aus. Am Institut arbeiten rund 50 Doktoranden, die meist in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden sind.

Pressekontakt:
Claudia Roth, Referat "Information und Kommunikation", Tel.: 030/25491-510,
E-mail: claudia.roth@wzb.eu
Weitere Informationen: http://www.wzb.eu
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