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Familiengerechte Hochschule - mehr Kinderbetreuungsplätze für studierende Eltern

10.02.2009 - (idw) Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

WOLFENBÜTTEL - Arbeitszeitflexibilisierung und Angebote für Erziehende während und nach der Elternzeit waren Themen der Projektgruppe "audit familiengerechte hochschule", die sich zu ihrem jährlichen Projektbericht an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (FH) traf. Im Februar des vergangenen Jahres erhielt die FH das Zertifikat "audit familiengerechte hochschule". Die Prädikatsübergabe erfolgte später in Berlin durch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Für die FH bedeutete dies, eine Projektgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Hochschulstandorte Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter und Wolfsburg zu bilden. "Unsere Aufgabe ist es nun, das familienorientierte Konzept in Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung Schritt für Schritt umzusetzen", erklärt Gleichstellungsbeauftragte Dipl.-Päd. Renate Gehrke.

Bereits im vergangenen Jahr wurden viele Weichen gestellt. Das vorrangige Thema: "Kinder und deren bedarfsgerechte Betreuung". So wurde unter den Studierenden und Bediensteten eine Umfrage gestartet, die den gesteigerten Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen aufzeigte. "Hier konnte die Arbeitsgruppe bereits positiv berichten, dass die Kindertagesstätte Zwergenbutze am Exer in Wolfenbüttel derzeit neun Krippenplätze für ein- bis dreijährige Kinder sowie acht Kindertagesplätze für Kinder von Bediensteten und Studierenden vergeben hat", berichtet Gehrke. Weitere Gespräche gibt es mit städtischen Vertretern in Salzgitter und Wolfsburg. Im Laufe dieses Jahres sollen auch dort Kinderbetreuungsplätze bereitgestellt werden, die dem aktuellen Bedarf entsprechen. "Unser Wunschziel ist es, dass Eltern und Kinder keine übermäßig langen Wege zur Kita zurücklegen müssen. Ein weiteres Anliegen ist die Schaffung von flexiblen Öffnungszeiten. Nichts ist Schlimmer, als unter enormem Zeitdruck zu arbeiten. Eltern müssen in bestimmten Situationen die Möglichkeit haben - zum Beispiel in der Prüfungszeit - ihr Kind etwas früher in die Kita zu bringen oder später abzuholen", so Gehrke. Um die Vereinbarkeit von Kind und Studium zu verbessern, sollen auch die Prüfungsordnungen Ausnahmeregelungen für studierende Elternteile ermöglichen.

Arbeitszeitflexibilisierung war ebenfalls Thema des Projektgruppentreffens. Abgesehen von der Diskussion über die Vertrauensarbeitszeit, war man sich rasch einig: "In der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sind wir als Hochschule einfach top. Stundenreduzierung, Home Office oder Telearbeit sind an der FH ebenso gängig, wie die Möglichkeit Minusstunden wieder einzuarbeiten. Das wirklich Interessante aber ist, dass die Inanspruchnahme dieser Möglichkeiten in der Regel sehr kollegial, oftmals sehr kurzfristig angesagt, unbürokratisch von Statten geht", so Gehrke.
Weitere Informationen: http://www.fh-wolfenbuettel.de/bfg
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