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Vortrag der UN-Sonderberichterstatterin für Religionsfreiheit an der Universität Bamberg

11.02.2009 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Im Rahmen einer Internationalen Fachkonferenz hält die UN-Sonderberichterstatterin für Religionsfreiheit Asma Jahangir an der Universität Bamberg einen öffentlichen Vortrag. Im Rahmen der Tagung "Religionen und Religionsfreiheit - Menschenrechtliche Perspektiven im Spannungsfeld von Mission und Konversion", die vom 18. bis 20. Januar in Bamberg stattfindet, sind alle Interessierten herzlich zu dem englischen Vortrag mit Simultanübersetzung "Freedom of Religion - Centemporary Challenges in the United Nations" der UN-Sonderberichterstatterin für Religionsfreiheit Asma Jahangir (Karachi) eingeladen. Sie wird am Donnerstag, 19. Februar, 20 Uhr, in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a, sprechen.

Asma Jahangir wurde im Juli 2004 zur UN-Sonderberichterstatterin über Religions- oder Weltanschauungsfreiheit ernannt. In dieser Funktion hat sie 30 Berichte für die UN-Vollversammlung, die UN-Menschenrechtskommission sowie den 2006 gegründeten UN-Menschenrechtsrat verfasst. Von 1998 bis 2004 war sie bereits als UN-Sonderberichterstatterin über außergerichtliche, summarische und willkürliche Hinrichtungen tätig. In diesen beiden Mandaten hat sie für die Vereinten Nationen zwei Dutzend Vor-Ort-Besuche absolviert. Neben ihrer Tätigkeit als Anwältin vor dem Supreme Court of Pakistan und dem Lahore High Court in Punjab ist sie seit 1998 Mitglied der in Genf ansässigen International Commission of Jurists. In ihrem Heimatland Pakistan war sie zunächst Generalsekretärin (1987-1993) und schließlich Vorsitzende (1993-1999 und seit 2005) der regierungsunabhängigen Human Rights Commission of Pakistan und befasste sich mit einer Vielzahl an Fällen von Frauendiskriminierung und Blasphemievorwürfen. Für ihre Menschenrechtsaktivitäten erhielt sie mehrere Auszeichnungen, darunter den Martin Ennals Award for Human Rights Defenders 1995, den Millennium Peace Prize for Women 2001 sowie den Lisl and Leo Eitinger Prize 2002.

Informationen zur Tagung:

Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit gehört zu den "klassischen" Menschenrechten und gilt in unserem Land zu Recht als gut abgesichert. Dennoch fordern neue Entwicklungen in unserem Land, in internationalen und religionsübergreifenden Diskursen zu erneuter Auseinandersetzung mit diesem Menschenrecht heraus. Die von der Deutschen Kommission Justitia et Pax und dem Zentrum für Interreligiöse Studien der Universität Bamberg gemeinsam organisierte Fachkonferenz wird sich diesen neuen konzeptionellen Herausforderungen um die Religionsfreiheit widmen.

Kontakt:
Zentrum für Interreligiöse Studien der Universität Bamberg
Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins
Tel.: 0951/863 1733
marianne.heimbach-steins@uni-bamberg.de

Daniel Legutke
Geschäftsstelle der Deutschen Kommission Justitia et Pax
Tel: 0228-103348
D.Legutke@dbk.de
Weitere Informationen: http://www.justitia-et-pax.de/de/aktuell - weitere Informationen sowie das Programm der Tagung
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