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Ausstellung "Once upon a fraction of time and other stories" - Die BAM verbindet Wissenschaft mit Kunst

12.02.2009 - (idw) Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Der Brandenburgische Kunstverein Potsdam e. V. zeigt in der Ausstellung "Once upon a fraction of time and other stories" Sprengkunstobjekte der Britin Aoife van Linden Tol. Die Objekte werden vom 14. Februar bis 22. März 2009 ausgestellt. Die Ausstellung ist Teil des Projektes "Art + Science: Modell und Imagination" von Gerrit Gohlke und wird dieses Mal von Karl Heinz Jeron realisiert. Mit einer Serie von Einzelausstellungen lädt der Brandenburgische Kunstverein regelmäßig Wissenschaftler und Künstler zu einem Dialog ein. Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sieht in diesem künstlerischen Engagement die Möglichkeit, Wissenschaft mit Kunst zu verbinden und übernimmt den wissenschaftlichen Beitrag für die Ausstellung.

Explosionen sind es, die bei dieser Ausstellung Kunst und Wissenschaft verbinden. Wissenschaftler der BAM untersuchten Explosionen in einem 50-Liter-Kugelautoklaven. Dieser in Europa einmalige Autoklav wird für Reaktionen mit Gasen unter erhöhtem Druck eingesetzt. Der insgesamt vier Tonnen schwere Autoklav ist ausgelegt bis zu einem maximalen Druck von 1100 bar.

In einer Testreihe wurde das Explosionsverhalten des chemischen Stoffsystems flüssiges Toluol und reiner Sauerstoff ermittelt. Probenteller aus Kupfer mit einem Durchmesser von 40 cm wurden mit ca. 380 ml Toluol befüllt. Anschließend wurde der Autoklav mit reinem Sauerstoff befüllt. Innerhalb der Testreihe wurde der Sauerstoffvordruck variiert. Zwischen 8,5 bar und 21 bar Sauerstoffvordruck wurden Detonationen registriert, deren Charakteristika extrem schnell ablaufende, mit einem hohen Druckerhöhungsfaktor verbundene Reaktionen sind.

Durch die Detonationen wurden die Teller erheblich verformt. Es entstanden austernförmige Gebilde von faszinierender Schönheit. Mehrere dieser Teller sowie ein nicht eingesetztes Teil werden ausgestellt.

Aoife Van Linden Tol plant für Juni 2009 künstlerische Sprengungen auf dem BAM Testgelände Technische Sicherheit. Die BAM hatte bereits 2007 ein Kunstprojekt von Aoife Van Linden Tol unterstützt, indem sie den Sprengplatz zur Verfügung stellte und den sicheren Ablauf gewährleistete.

Die Künstlerin Aoife Van Linden Tol stammt aus London. Sie hat am Central Saint Martin's College of Art and Design Kunst studiert. Danach begann sie, Objekte durch Sprengungen künstlerisch zu verformen.

Kontakt: Dr. Ulrike Rockland (Pressesprecherin)
Telefon: +49 30 8104-1013
Mail: presse@bam.de

Ausstellung "Once upon a fraction of time and other stories"
vom 14. Februar bis 22. März 2009
Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e. V.
Brandenburger Str. 5 (Luisenforum), 14467 Potsdam
http://www.brandenburgischerkunstverein.de

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