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HFF-Film GITTI erhielt Jurypreis "Dialogue en perspective" bei der Berlinale

16.02.2009 - (idw) Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg

Am vergangenen Wochenende wurde auf der 59. Berlinale im Rahmen der Preisverleihung der unabhängigen Jurypreise zum sechsten Mal der Jurypreis "Dialogue en perspective" von einer jungen deutsch-französischen Jury vergeben. In diesem Jahr ging der Preis an den Film GITTI (Regie: Anna Deutsch), der an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" entstand. Dieser Preis wurde 2004 vom internationalen Fernsehsender TV5MONDE gemeinsam mit den Internationalen Filmfestspielen Berlin initiiert und wird in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) an einen Film aus der Sektion Perspektive Deutsches Kino verliehen.

Eine junge Jury, die aus drei deutschen und vier französischen Cineasten zwischen 18 und 29 Jahren bestand, entschied über die Vergabe des "Dialogue en perspective". Unter der Führung des Jurypräsidenten und Regisseurs Matthias Luthardt ("Pingpong", Absolvent der HFF "Konrad Wolf") sahen die Jurymitglieder die zwölf Beiträge der Perspektive Deutsches Kino und entschieden anschließend nach lebhafter Diskussion darüber, welches Filmprojekt sie am meisten beeindruckt und somit den "Dialogue en perspective" verdient hat.

"Die Jury entscheidet sich für Gitti, weil der Regisseurin Anna Deutsch mit bescheidenen Mitteln ein sehr persönliches und dabei humorvolles Portrait von ihrer Protagonistin gelungen ist. Ein Dokumentarfilm, der in seiner präzisen Formsprache nie voyeuristisch wirkt, und dem Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minuten in den Bann seiner Hauptfigur zieht", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Der Film erzählt die Geschichte von Gitti: Sie, 69 J., 40er Figur, kein Omatyp, blond, sucht Ihn, Nichtraucher/ Nichttrinker, passenden Alters, ab 1,70 m, gern mit PKW. Gitti aus Berlin-Pankow ist Single und weiß, was sie will. Und erst recht, wenn es um Männer geht. Aber weil sie mit denen bisher kein großes Glück hatte, ist sie per Kontaktanzeige auf der Suche nach einem geeigneten Partner. Es gibt einige Interessenten aber auch zahlreiche Auswahlkriterien.

Anna Deutsch wurde 1979 in Berlin geboren. Zunächst studierte sie Schauspiel und schloss dieses Studium 2002 in Köln ab. Drei kurze Spielfilme entstanden, bis sie 2005 an der HFF "Konrad Wolf" das Regiestudium aufnahm. "Is so" (2006) - ihr nur zweiminütiger Dokumentarfilm über eine Kassiererin im Supermarkt - lief erfolgreich auf Filmfestivals. Augenblicklich arbeitet Anna Deutsch konzeptionell an ihrem Diplomprojekt, und diesmal wird es ein Spielfilm.

Bei der Berlinale-Premiere von GITTI am letzten Montag erhielten nach der Filmvorführung sowohl Anna Deutsch als auch ihre Protagonistin Gitti begeisterte Ovationen vom Publikum. Wir dürfen gespannt sein, ob das auch der Fall sein wird, wenn der Preisträgerfilm im Herbst 2009 beim Festival des deutschen Films in Paris vorgestellt wird. TV5MONDE wird die französische Untertitelung von GITTI übernehmen und einen möglichen deutschen Kinostart des Filmes durch Werbung unterstützen.

Für TV5MONDE und das DFJW ist das Ziel der Vergabe des "Dialogue en perspective"-Jurypreises, den jungen deutsch-französischen Austausch und den interkulturellen Dialog über Film und insbesondere junge deutsche Produktionen zu fördern.

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