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Bachelor und was dann? Praxiserfahrungen zwischen Bachelorstudium und Master

18.02.2009 - (idw) CHE Centrum für Hochschulentwicklung

Im Fach BWL halten 43 Prozent der Uni-Professorinnen und -Professoren und 66 Prozent der Professor(inn)en an den Fachhochschulen es für sinnvoll, nach dem Bachelorstudium Berufserfahrungen zu sammeln, bevor ein Masterstudium aufgenommen wird. In den konsekutiven BWL-Masterstudiengängen nutzt schon jeder Fünfte Studierende die Übergangsphase auch für Praxiserfahrungen. Die Bologna-Erklärung jährt sich in diesem Jahr zum zehnten Mal und in Deutschland ist die Umstellung auf das zweistufige Studiensystem weit fortgeschritten. Die neuen Möglichkeiten, die sich durch den Wechsel zwischen Theorie- und Praxis-, bzw. Berufsphasen ergeben, werden im Fach BWL schon genutzt.
Bei einer Befragung des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) von Studierenden konsekutiver Masterstudiengänge gaben 21 Prozent an, nach dem Bachelor Berufserfahrungen gesammelt zu haben, bevor sie in den Master eingestiegen sind.

Der Bachelor als erster berufsqualifizierender Abschluss eröffnet bereits nach nur drei bzw. vier Studienjahren die Möglichkeit, in das Arbeitsleben einzusteigen. Selbst Bachelorabsolvent(inn)en, die sicher einen Master zusätzlich anstreben, haben in der Übergangsphase so die Möglichkeit Berufserfahrungen zu sammeln und den Master gegebenenfalls zielorientiert auf den beruflichen Erfahrungen aufzubauen oder noch einmal einen neuen Schwerpunkt zu setzen.

Aus Sicht der Professorinnen und Professoren der BWL wird mit dem zweistufigen Studiensystem damit eine Phase bereitgehalten, die ihre Absolvent(inn)en nutzen sollten. 43 Prozent der Lehrenden an Universitäten und 66 Prozent der Lehrenden an Fachhochschulen halten es für sinnvoll, wenn ihre Studierenden Berufserfahrung sammeln, bevor sie sich für ein Master-Studium entscheiden.

Der Wunsch nach Weiterbildung ist dann auch eine häufig genannte Begründung (69 Prozent) für die Masterstudierenden in konsekutiven Studiengängen. Nur 15 Prozent der befragten Masterstudierenden haben mit ihrem Bachelorabschluss keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt gesehen und deshalb das weiterführende Studium gewählt. Die meisten Bachelroabsolventen erhoffen sich durch den Masterabschluss bessere Karrierechancen (93 Prozent).

"Der Wunsch nach Weiterbildung betrifft auch die Bachelorabsolventen, die erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert sind. Sie werden sich auch Angebote wünschen, die es ihnen ermöglichen den Master berufsbegleitend zu erwerben. Davon gibt es bisher viel zu wenige", meint CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele. "Die Hochschulen sollten sich auf die speziellen Bedürfnisse berufstätiger Studierender einstellen."

Die vollständigen Ergebnisse werden im Papier "Im Blickpunkt: Bachelor und was dann? Befragungen von Masterstudierenden und Lehrenden im Fach BWL" veröffentlicht. In der Reihe "Im Blickpunkt" werden in loser Folge interessante Ergebnisse aus den für das Ranking erhobenen Daten vorgestellt.

Ansprechpartner:
Dr. Mareike Hennings E-Mail: mareike.hennings@che-ranking.de
Tel. 05241 976142
und
Isabel Roessler E-Mail: isabel.roessler@che-ranking.de
Tel. 05241 976143
Weitere Informationen: http://www.che.de/downloads/CHE_IB_Uebergang_Bachelor_Master.pdf
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