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"Mauer und Grenze - Denkmal und Gedenken"

25.03.2009 - (idw) Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Die BTU veranstaltet zusammen mit dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz vom 10. bis 12. Mai 2009 eine Tagung zur Berliner Mauer Der Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren ist Anlass einer Tagung, die das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz zusammen mit dem Lehrstuhl Denkmalpflege der BTU Cottbus veranstaltet. Im Zentrum stehen die Orte und materiellen Reste der deutschen Teilung, vor allem die Berliner Mauer. Obwohl 1990/91 der größte Teil der Grenzanlagen rund um West-Berlin abgeräumt wurde, zeigt sich bei genauerem Hinsehen, dass weit mehr von der Mauer erhalten blieb, als man allgemein vermutet. Die Tagung präsentiert zahlreiche neue Ergebnisse der Forschung zur Mauer als Bauwerk und bewachte Grenze, sie stellt aber insbesondere die Frage, wie mit den Orten, Bauwerken und materiellen Überresten der Teilung Deutschlands und Berlin umgegangen wird und wie sie als Gedenkstätten betrieben und inszeniert werden.
Die Tagung beginnt mit einer Buchvorstellung im Bundestag am 10. Mai. Die vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz herausgegebene Publikation "Die Berliner Mauer - Vom Sperrwall zum Denkmal" präsentiert Ergebnisse eines inter-disziplinären Forschungsprojektes des Lehrstuhls Denkmalpflege der BTU Cottbus gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München/Berlin und dem Militärge-schichtlichen Forschungsamt in Potsdam.
Tagungsort am 11. und am 12. Mai ist die Akademie der Künste am Pariser Platz, ehemals direkt im Todesstreifen der Mauer. An eineinhalb Tagen werden Vorträge geboten, u.a. von Denkmalpflegern, Architekten, Historikern und Künstlern, die verschiedene Aspekte der Mauer und der Grenze beleuchten. Zwei Podiumsdiskussio-nen sind strittigen Themen gewidmet: einerseits behandeln Akteure der frühen 90er-Jahre die Frage, wie die Mauer so rasch verschwinden konnte, andererseits soll die Frage diskutiert werden, ob die Mauer im Rahmen der Gedenkstätte Bernauer Straße rekonstruiert werden soll, darf oder muss, um einer neuen Generation zu veran-schaulichen, was die Grenze bedeutete.
Ein Abendvortrag des Schriftstellers Erich Loest zum Thema "Grenze durch Deutschland" am 11. Mai stellt den Höhepunkt der Tagung dar. Loest hat soeben zum 20. Jahrestag des Mauerfalls den Deutschen Nationalpreis 2009 verliehen bekommen.
Ein Pressegespräch in der Kunstfabrik am Flutgraben - einem Ort, der noch heute viele authentische Spuren der Grenze und der Grenzer bewahrt - rundet am Nach-mittag des 12. Mai die Tagung ab.

Weitere Infos: www.tu-cottbus.de/berlinwall
Weitere Informationen: http://www.tu-cottbus.de/berlinwall
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