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Tumorzentrum Jena macht Bestandsaufnahme zum Nationalen Krebsplan

27.03.2009 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Tumordokumentare, Epidemiologen und klinische Forscher tagen vom 1. bis 3. April in Jena (Jena) Das Tumorzentrum am Universitätsklinikum Jena ist in der nächsten Woche Gastgeber der 18. Informationstagung Tumordokumentation. Vom 1. bis zum 3. April treffen sich 250 Epidemiologen, medizinische Dokumentare, Statistiker und klinisch forschende Ärzte aus ganz Deutschland. Im Mittelpunkt der Fachtagung, die vom Institut für Medizinische Informatik der Universität Gießen, dem Jenaer Universitätstumorzentrum und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland organisiert wird, steht der im letzten Jahr vorgestellte Nationale Krebsplan. Dieser Plan sieht Maßnahmen zur Umsetzung der Behandlungsrichtlinien vor, die die Krebsgesellschaft und medizinische Fachgesellschaften entwickelt haben.

"Wir wollen diskutieren, wie diese Maßnahmen wirksam werden können", beschreibt PD Dr. Annelore Altendorf-Hofmann, die Leiterin des Jenaer Tumorzentrums, einen Schwerpunkt der Tagung. "Unser Ziel ist die flächendeckende Darstellung der Behandlungsqualität bei Krebs in Deutschland." Dabei werden in einigen Bereichen, wie der Früherkennung oder der psychosozialen Betreuung der Patienten, noch deutliche Defizite verzeichnet werden, ist sie sich sicher.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entlastung der Ärzte durch die Vernetzung von medizinischen Datenbanken. "Oft müssen in Krankenhausinformationssysteme, für externe Qualitätssicherung und Tumorregistrierung ähnliche oder gleiche Daten eingepflegt werden", so Altendorf-Hofmann, "wenn Ärzte und Pflegende weniger Zeit für Dokumentationsarbeit aufwenden müssen, profitieren letztlich die Patienten."

Das Jenaer Universitätstumorzentrum besteht seit 1991, es ist eines von 40 Tumorzentren in Deutschland. In ihm arbeiten onkologisch tätige Ärzte des Universitätsklinikums Jena und regionaler onkologischer Einrichtungen zusammen. Die Einrichtung führt das regionale Krebsregister und organisiert Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte, es vermittelt aber auch ärztlichen Rat, psychologische und soziale Beratung an Patienten und Angehörige. "Dass unser Zentrum als Gastgeber für die Fachtagung ausgewählt wurde, ist eine Anerkennung für die hier geleistete Arbeit", sagt Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums und selbst Onkologe. Derzeit werden im Jenaer Universitätstumorzentrum 15.000 Patienten vor, während und nach der Krebsbehandlung betreut.

Terminhinweis:
18. Informationstagung Tumordokumentation der klinischen und epidemiologischen Krebsregister
1.-3. April
Best Western Hotel, Jena, Rudolstädter Straße 82

Kontakt:
PD Dr. Annelore Altendorf-Hofmann
Universitätstumorzentrum, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 933114
E-Mail: tumorzentrum[at]med.uni-jena.de

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