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Judo-Sportlerin bald wieder fit für die Matte

27.03.2009 - (idw) Universitätsklinikum Mannheim

Silbermedaillen-Gewinnerin Ramona Brussig hat sich in der Universitätsmedizin Mannheim erfolgreich einer Operation unterzogen Sie hat nicht nur die meisten ihrer Gegnerinnen besiegt, sondern auch eine schmerzhafte Erkrankung: die Judo-Sportlerin Ramona Brussig. Bei den olympischen Spielen körperbehinderter Menschen, den Paralympics, erkämpfte die sehbehinderte Athletin im vergangenen Jahr in Peking die Silbermedaille in ihrer Gewichtsklasse. Schon damals meldete sich ihr linker Oberschenkelknochen mit Beschwerden, denen die Orthopäden der Universitätsmedizin Mannheim nun durch eine Operation erfolgreich abgeholfen haben.

"Ich hatte lediglich ein wenig Angst, mit Schmerzen wieder aufzuwachen, aber das war dann überhaupt nicht der Fall - eine gute Erfahrung," blickt die 31-jährige Judoka auf die Operation und den siebentägigen Krankenhausaufenthalt zurück, der am Dienstag [24. März] für sie zu Ende ging. Gut anderthalb Stunden dauerte der Eingriff, den das Ärzteteam um den Orthopäden Dr. Stefan Fickert vornahm. "Normalerweise dauert das drei bis vier Stunden," erklärt der Oberarzt, "aber Frau Brussig war eine Idealpatientin, bei der alles sehr rasch und völlig komplikationsfrei verlief." Notwendig wurde die Operation, weil der Oberschenkelknochen der Sportlerin insbesondere in Belastungssituationen an den Hüftknochen stieß - eine Fehlstellung, die zu Schmerzen in der Leistengegend führt und die Beweglichkeit zunehmend einschränkt. Die Orthopäden können dem abhelfen, indem sie den Knochen oben taillenförmig genau dort vertiefen, wo er an den Hüftknochen zu stoßen droht. Dabei sind Kompetenz und Erfahrung gefragt, denn der Knochen soll möglichst nicht an Stabilität einbüßen. Ein "femoro-acetabuläres Impingement" nennen Fachleute diesen Eingriff.

Vier Wochen darf Ramona Brussig ihren Körper zunächst nicht voll belasten, doch dann steht sie im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf der Matte. Sie trainiert in Schwerin, wo sie eine Halbtagsstelle beim Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern hat. In Mannheim befindet sich ein Bundesleistungszentrum für den Judo-Sport; von dort aus hatten ihr Physiotherapeuten den Kontakt zum Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrum am Mannheimer Universitätsklinikum vermittelt.

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