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Studienreform durch ECTS oder: Neue Transparenz für Studenten und Hochschulen

30.03.2009 - (idw) Handelshochschule Leipzig

Montag ist Master-Tag! Das Bologna-ABC aus der HHL Das European Credit Transfer System (ECTS) wurde ursprünglich für die Anerkennung und Übertragung von Studienleistungen, die während eines Auslandsaufenthaltes erworben wurden, eingerichtet. Dies ist möglich durch den Erwerb von Leistungspunkten (engl. credit points), d.h. Anrechnungseinheiten, die in der Hochschulausbildung durch Leistungsnachweise erworben werden. Inzwischen stellt das ECTS-System eines der zentralen Instrumente zur Erreichung der in der Bologna-Erklärung definierten Ziele vom Juni 1999 dar. Credits werden mittlerweile nicht nur zum Transfer von Studienleistungen sondern auch zur Akkumulation genutzt. Folglich heißt ECTS inzwischen auch European Credit Transfer and Accumulation System. Als Akkumulationssystem unterstützt es die Planung und Durchführung von Studiengängen.

ECTS an der Handelshochschule Leipzig (HHL)

Die HHL hat die Umstellung ihrer Studiengänge hin zu einem modularen Aufbau sowie einem Leistungspunktesystem bereits ab 2001 vorgenommen. Kathrin Schmager, Leiterin der Studienabteilung der (HHL): "Praktische Vorteile bieten sich für die Studenten in puncto überschaubare Prüfungs- und Studienanforderungen, studienbegleitendes Prüfungssystem sowie Transparenz des Arbeitsaufwands. Damit hat sich neben der Planungssicherheit für Studierende auch die Möglichkeit der nationalen und internationalen Mobilität erhöht." Die HHL bietet ein straff organisiertes Master of Science in Management-Programm (MSc) mit 120 ECTS an. Gemäß der Regelung, dass 300 Kreditpunkte bis zum Abschluss des Masters nachgewiesen werden müssen, akzeptieren die Leipziger Hochschule deshalb als Voraussetzung zum MSc-Studium einen Bachelor mit 180 ECTS.

Neben dem Studium an der HHL bietet die Leistungsbewertung nach ECTS auch beim obligatorischen Auslandsstudium der dortigen MSc-Studenten Vorteile. Frank Hoffmann, Direktor Internationale Beziehungen der HHL: "Die Studienleistungen unserer HHL-Studenten im Ausland erkennen wir problemlos an. Basis für die Anerkennung ist immer ein learning agreement, ein Abkommen zwischen der Heimatuniversität, der Gastuniversität und dem Studierenden über die Kurswahl im Ausland. Konkret bedeutet das, dass der Studierende der HHL Kurse gemäß der HHL-Studienordnung aus dem Angebot der Gasthochschule vorschlägt, und nach akademischer Prüfung durch die HHL die Akzeptanz des Studierenden von der Gastuniversität bestätigt wird. Die im Ausland erzielte ECTS-Note wird von der HHL in das deutsche Notensystem übersetzt und ist Teil der Abschlussnote im entsprechenden Modul."

ECTS-Kreditpunkte

Ein ECTS-Kreditpunkt entspricht einem durchschnittlichen studentischen Arbeitsaufwand (Workload) von 30 Stunden. In einem Vollzeitstudium sollen in der Regel in einem Jahr 60 ECTS-Punkte erworben werden, das entspricht einer Arbeitsbelastung von 1800 Stunden. Für einen Bachelorabschluss sind 180-240 ECTS Punkte, für einen Master-Abschluss 60-120 ECTS-Kreditpunkte vorgesehen. Die Studienreform durch ECTS ist mehr als nur die Etablierung eines Transfersystems: Die Studiengangskonzeptionen hinsichtlich des Umfangs erfolgt nicht mehr über den Lehraufwand (ehemals als Semesterwochenstunden ausgewiesen) sondern nach dem Aufwand, den die Studenten tatsächlich erbringen müssen, um erfolgreich graduieren zu können. Kathrin Schmager äußert sich zur gängigen Praxis für die Bestimmung von ECTS-Kreditpunkten für einzelne Lehrveranstaltung: "Bestandteil der Evaluierung jeder Lehrveranstaltung ist eine Abfrage der Abteilung Total Quality Management bei den Studenten zum Zeitaufwand der Präsenzveranstaltungen sowie ihrer Vor- und Nachbereitung, Prüfungen oder dem Literaturstudium. Neben der Note auf dem Transcript (Zeugnis) nach dem deutschen Bewertungssystem wird ergänzend die ECTS-Note, ermittelt aus den Noten der Studenten der letzen drei Jahre, angegeben. Bei dieser ECTS-Note handelt es sich um eine relative Bewertung der Leistungen im Vergleich zu den bisher erzielten Durchschnittsleistungen."

Der Master of Science in Management (MSc)

Seit September 2006 bietet die HHL das MSc-Studium an. Die Klassenstärke liegt bei ca. 25 Studenten. Es handelt sich um einen konsekutiven Management-Studiengang mit Spezialisierungsmöglichkeiten in Finance, Accounting, Marketing, Logistics & Supply Chain Management, Strategy und Entrepreneurship.

Was ist das Besondere am MSc-Studium an der HHL?

· Die Studiendauer ist mit 120 ECTS-Punkten in 18 Monaten im Gegensatz zu anderen Masterprogrammen in Deutschland, die meist zwei Jahre dauern, kurz. Das MSc-Studium an der HHL ist straff organisiert und ohne Leerlauf angelegt.

· Voraussetzung dafür und enorm hilfreich sind die intensive individuelle Betreuung der Studenten und das Konzept der 24/7-Uni, d.h. die HHL-Bibliothek, die Computerpools und die Gruppenräume sind 24 Stunden an sieben Tagen die Woche für die Studenten geöffnet.

· Hervorzuheben ist außerdem der Praxisbezug des MSc-Studiengangs. Ob Bosch, Dunkin' Donuts oder TomTom - die Studenten werden schon frühzeitig mit der realen Unternehmenswelt durch die sogenannten Field Projects (Praxisprojekte) in Berührung gebracht.

· Türöffner Praktikum. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit bestätigen: Durch ein freiwilliges, zusätzliches Praktikum während des Studiums erhält die Mehrzahl der HHL-Studenten ein direktes Angebot für den Jobeinstieg im Anschluss an ihr Studium. Sie profitieren so von hochkarätigen Unternehmenskontakten und attraktiven Einstiegsperspektiven.

· In ihrem MSc-Programm nimmt die HHL Trends vorweg und setzt neue Standards in der Ausbildung. Dies kommt in einer deutlichen Betonung der Querschnittsfunktion des integrierten Managements mit einem Corporate Responsibility-Profil zum Ausdruck. Die von Unternehmen benötigten sozialen Kompetenzen (Soft Skills) werden so nachhaltig gefördert.

· Unterrichtssprache ist Englisch. Damit wird die Fremdsprachenkompetenz der Studenten trainiert. Neben Englisch ist für die Zulassung zum MSc-Studium auch die Beherrschung einer weiteren Fremdsprache vorzuweisen.

· Im Gegensatz zu vielen anderen Masterprogrammen in Deutschland ist ein Auslandsaufenthalt in das MSc-Studium verpflichtend integriert; dabei wählen die Studenten aus über 100 Partnerschulen auf der ganzen Welt. Durch ein obligatorisches Zeitfenster für das Auslandsstudium trägt die HHL den Anforderungen der Wirtschaft Rechnung, die im Rahmen der Globalisierung interkulturell ausgebildete Manager rekrutiert.

Weitere Informationen zum Master of Science in Management (MSc):
www.hhl.de/master-of-science

Handelshochschule Leipzig (HHL)

Die HHL, 1898 als Handelshochschule Leipzig entstanden und 1992 neu gegründet, ist Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule und zählt heute zu den führenden Business Schools. Die HHL ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht. Neben der Internationalität spielt an der HHL die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis eine herausragende Rolle. Darüber hinaus ist es das erklärte Ziel der HHL, durch einen "Integrated Management"-Ansatz leistungsfähige und verantwortungsbewusste Führungspersönlichkeiten auszubilden. Die HHL bietet den 18-monatigen Master of Science in Management (MSc) an. Darüber hinaus kann an der HHL in einem 18-monatigen (bzw. 24-monatigen berufsbegleitenden) Programm der MBA (Master of Business Administration) erworben werden. Ein dreijähriges Promotionsprogramm, das auch berufsbegleitend absolviert werden kann, rundet das Studienangebot der HHL ab. Mit der HHL-Tochtergesellschaft HHL Executive GmbH werden firmenspezifische und offene Weiterbildungsprogramme für Führungskräfte angeboten. Im April 2004 erhielt die Hochschule die renommierte Akkreditierung durch AACSB International.

Weitere Informationen: http://www.hhl.de/master-of-science http://www.hhl.de
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