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Europäisches Netzwerk gegen Leukämie

21.04.2009 - (idw) Universitätsklinikum Regensburg

Abteilung für Hämatologie und internistische Onkologie als Behandlungszentrum im Europäischen Leukämienetzwerk aufgenommen. Im Europäischen Leukämienetz (European LeukemiaNet, ELN) arbeiten Experten aus ganz Europa auf dem Gebiet der Leukämieforschung eng zusammen. Durch die Vernetzung und Kooperation von Forschungsgruppen soll die Entwicklung und Anwendung neuartiger Therapien gegen Leukämie voran getrieben werden und so die Heilungschancen für Patienten weiter verbessert werden.

Bei der diesjährigen Jahrestagung der ELN wurde die Abteilung für Hämatologie und internistische Onkologie des Universitätsklinikums Regensburg offiziell als Behandlungszentrum aufgenommen. Die Mitgliedschaft im europäischen Leukämienetz ermöglicht einen direkten Zugang zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Leukämietherapie und sichert damit den höchstmöglichen Therapiestandard. "So können wir Patienten neue Therapien in Studien anbieten, die außerhalb dieser noch nicht zugänglich sind", erklärt Prof. Dr. Reinhard Andreesen, Leiter der Abteilung für Hämatologie und internistische Onkologie. "Dies betrifft beispielsweise eine Studie zur Therapie von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie und einem hohem Risiko für ein Rezidiv. Innerhalb dieser Studie können sie ein Medikament erhalten, das die Heilungschancen deutlich erhöht."

Im Netzwerk sind 147 Zentren in 28 Ländern zusammen geschlossen und betreuen gemeinsam etwa 50.000 Patienten mit Leukämie. Am Universitätsklinikum Regensburg, Abteilung für Hämatologie und internistische Onkologie, sind v.a. die Wissenschaftler Prof. Dr. Albrecht Reichle (klinische Studien), Prof. Dr. Ernst Holler (Blutstammzelltransplantation) sowie Privatdozent Dr. Michael Rehli (Genregulation bei Leukämien) in das europäische Netzwerk eingebunden.

Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie
Die Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Regensburg behandelt schwerpunktmäßig Patienten mit Erkrankungen des blutbildenden Systems wie akute und chronische Leukämien, bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems, Hodentumoren, Brustkrebs, Eierstockkrebs, Magenkrebs, Sarkomen und anderen bösartigen Tumoren aus dem Spektrum der internistischen Onkologie. Es stehen insgesamt 62 Betten zur Verfügung, davon 24 auf einer Intensiveinheit für Blutstammzelltransplantation. Zurzeit werden jährlich ca. 60 allogene Knochenmarktransplantationen von verwandten und unverwandten Spendern sowie 100 autologe Blutstammzelltransplantationen durchgeführt. Die Tagesklinik für ambulante Chemotherapie und Infusionsbehandlung mit 12 Behandlungsplätzen sowie die Poliklinik mit Spezialambulanzen besuchen über 9.000 Patienten jährlich. 2001 wurde ein Psychoonkologischer Dienst mit derzeit zwei Psychologen eingerichtet. Zusätzlich gibt es für Kinder von Krebspatienten eine Sprechstunde mit einem Kinderpsychologen. Ein spezialisierter Brückendienst sorgt für die palliativmedizinische Betreuung nach Entlassung.
Weitere Informationen: http://www.leukemia-net.org
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