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Konzept für Aufbau des Studienorts Lüdenscheid steht: Die ersten Studiengänge starten zum Wintersemester

04.05.2009 - (idw) Fachhochschule Südwestfalen

Der Aufbau des Studienorts Lüdenscheid der Fachhochschule Südwestfalen nimmt konkrete Gestalt an. Gemeinsam mit politischen und wirtschaftlichen Vertretern der Region hat die Hochschule ein Konzept erarbeitet, das Präsident Prof. Dr. Claus Schuster heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Iserlohn vorstellte. Die Fachhochschule Südwestfalen hatte Ende letzten Jahres im Rahmen des Wettbewerbs der Landesregierung zum Ausbau der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen den Zuschlag für den Aufbau eines Studienorts in Lüdenscheid erhalten. Grundlage der Bewerbung war seinerzeit ein Konzept, welches, neben dem Ausbau des Studienangebots an den bestehenden Standorten, auch den Aufbau eines fünften Hochschulstandortes in Lüdenscheid mit 560 zusätzlichen Studienplätzen, sechs neuen Studiengängen und einem jährlichen Finanzvolumen für den neuen Standort von 4 Mio. ¤ vorsah.

Bewilligt wurden jedoch nur 250 Studienplätze sowie eine jährliche Finanzierung in Höhe von 2,4 Mio. ¤. Wie Prof. Schuster erläuterte, mussten vor diesem Hintergrund umfangreiche konzeptionelle Änderungen vorgenommen werden und sowohl hochschulintern als auch mit der Region beraten werden: "Dieser Prozess ist jetzt abgeschlossen. Ich freue mich, dass es uns in gemeinschaftlicher Beratung gelungen ist, alle sechs ursprünglich vorgesehenen Studiengänge mit einer nahezu unveränderten Anzahl an Studienplätzen und Studienanfängern bei deutlich verringerten laufenden Kosten zu realisieren".

Vorgesehen sind die Studiengänge

Werkstoff-/Prozesstechnik Metalle (Verbundstudiengang, Masterabschluss)

Optomechatronische Systeme (Verbundstudiengang, Masterabschluss)

Kunststofftechnik (Verbundstudiengang, Bachelorabschluss)

Kunststofftechnik (Verbundstudiengang, Masterabschluss)

Medizintechnik (Präsenzstudiengang, Bachelorabschluss)

Wirtschaftsingenieur/Licht und Gebäudeautomation (Präsenzstudiengang, Bachelorabschluss)

Vier der sechs Studiengänge werden als berufsbegleitende Verbundstudiengänge realisiert, was einerseits Kosten reduziert und zum anderen, den vom Land geforderten, Schwerpunkt bei der dualen Ausbildung setzt. Darüber hinaus werden zukünftig Elemente bereits vorhandener Studiengänge in Iserlohn und Hagen in die Lehrpläne der neuen Studiengänge integriert. Aus diesem Grunde werden die Studierenden die ersten drei bzw. vier Semester ihres Studiums an den Standorten in Iserlohn und Hagen in dem bestehenden Verbundstudiengang Maschinenbau sowie in den Präsenzstudiengängen Elektrotechnik oder Technische Betriebswirtschaft verbringen. Erst danach setzen sie ihr Studium in Lüdenscheid fort.

Zum kommenden Wintersemester sollen zunächst der Präsenzstudiengänge Medizintechnik und der Bachelor-Verbundstudiengang Kunststofftechnik an den Start gehen. Alle anderen Studiengänge folgen in den Jahren 2010 und 2011.

Als wichtige zukunftsorientierte und innovative interdisziplinäre Hochtechnologie liefert die Medizintechnik wesentliche Beiträge zur besseren medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Im Mittelpunkt des neuen Studiengangs stehen medizintechnische Geräte und Verfahren zur klinischen Diagnostik und Therapie: vom Herzschrittmacher über bildgebende Verfahren bis hin zu Mikrosensoren im Körper des Patienten. Es werden Grundlagen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, diagnostische und therapeutische Fragestellungen aus der Medizin, aber auch Fragen ethischer Verantwortung an der Schnittstelle zwischen Technik und Medizin behandelt. Sowohl für den Studiengang Medizintechnik als auch für den Verbundstudiengang Kunststofftechnik ist die Bewerbung ab sofort möglich.


"Die jetzige Regelung, das Studium gemeinsam mit den Standorten Iserlohn und Hagen durchzuführen, gibt uns auch einen zeitlichen Spielraum, in Lüdenscheid nach geeigneten Räumlichkeiten zu suchen", erklärt Prof. Schuster, "zusammen mit der Stadt Lüdenscheid gibt es bereits erste Überlegungen hinsichtlich einer geeigneten Fläche für die Erstellung eines Gebäudes und auch hinsichtlich eines Public-Private-Partnership-Modells für dessen Erstellung".

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