Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Medizinische Plasmaforschung für die Zukunft

04.05.2009 - (idw) VDI Technologiezentrum GmbH

6. Mai: Grundsteinlegung für den Ausbau des Instituts für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald) Eines der führenden Zentren für Plasmaforschung in Europa steht in Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern.

Ein besonderes Augenmerk des INP liegt auf der noch relativ jungen Initiative plasmatis. Dies soll das Feld der Plasmaforschung weiter intensivieren, und zwar in Form eines neuen, hoch innovati-ven Ansatzes: In einer interdisziplinären Zusammenarbeit wird physikalisches Plasma in Bezug auf die medizinische Wundheilung erforscht. Die fachübergreifenden Forschungsbereiche werden schon bei den drei "Eltern" des Projekts sichtbar: Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann ist Physiker, Prof. Dr. Axel Kramer Mediziner und Prof. Dr. Ulrike Lindequist Pharmazeutin.

Seit 2008 wird die plasmatis-Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung durch das Programm "Unternehmen Region" gefördert. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald) und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Die Zielsetzung ist klar definiert: auf dem Gebiet der medizinischen Plasma-forschung wird nicht nur eine Position in den oberen Rängen angestrebt, sondern direkt die Füh-rungsrolle in Europa zu übernehmen.

Über 5 Mio. Menschen in Deutschland leben mit oftmals schmerzhaften, chronischen Wunden. Un-ter dem Leitspruch "Plasma kann heilen" wird die Wechselwirkung zwischen physikalischem Plasma und lebender Materie untersucht, um den betroffenen Menschen zu helfen und bisher nicht- oder schwer therapierbare Wunden erfolgreich zu behandeln. Erste Versuche haben bereits erfolgreich gezeigt, dass ein Plasma imstande ist, desinfizierende Eigenschaften zu besitzen: Es kann sowohl Infektionserreger abtöten und Wunden reinigen, als auch gesunde Körperzellen stimulieren.

Am 6. Mai ist die Grundsteinlegung für den Ausbau des INP. Im Sommer 2010 soll dann eine zu-sätzliche Forschungsfläche von 500qm für die herkömmliche, physikalische Plasmaforschung und die neue medizinischen Plasmaforschung zur Verfügung stehen.

Im Bereich der Optischen Technologien hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das INP seit 1991 in 34 Projekten mit einer Gesamtfördersumme von 16,7 Mio. Euro unterstützt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann
INP Greifswald e.V.
Felix-Hausdorff-Straße 2
17489 Greifswald

Tel.: +49 3834 554 310
Fax: +49 3834 554 301
mailto:weltmann@inp-greifswald.de
Weitere Informationen: http://www.plasmatis.de/ Initiative plasmatis http://www.inp-greifswald.de Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V INP Greifswald http://www.optischetechnologien.de Neuigkeiten aus dem Bereich der Optischen Technologien
uniprotokolle > Nachrichten > Medizinische Plasmaforschung für die Zukunft
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/176275/">Medizinische Plasmaforschung für die Zukunft </a>