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Erfolg beim Professorinnenprogramm. Erste Zusage in Baden-Württemberg geht an die Pädagogische Hochschule Freiburg

06.05.2009 - (idw) Pädagogische Hochschule Freiburg

Als erste Hochschule in Baden-Württemberg konnte die Pädagogische Hochschule Freiburg erfolgreich einen Zuschlag im Rahmen des Professorinnenprogramms einwerben. Ziel des von Bund und Ländern gemeinsam geförderten Programms ist die Förderung von hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen. Als erste Hochschule in Baden-Württemberg konnte die Pädagogische Hochschule Freiburg erfolgreich einen Zuschlag im Rahmen des Professorinnenprogramms einwerben. Ziel des von Bund und Ländern gemeinsam geförderten Programms ist die Förderung von hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen. Mit einem Fördervolumen von insgesamt 150 Mio. Euro sollen bundesweit 200 Professorinnen-Stellen geschaffen werden. Dieses Programm ist ein nachhaltiges Instrument für mehr Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre sowie zur dauerhaften Gewinnung von Spitzenwissenschaftlerinnen. Die ausgewählten Hochschulen erhalten für einen Zeitraum von fünf Jahren finanzielle Zuschüsse, wenn sie Frauen auf eine Professur berufen. Diese Mittel müssen in Gleichstellungsmaßnahmen an der Hochschule fließen, mit dem Ziel, einen Anreiz zu schaffen, Aspekte der Gleichstellung und des Aufbaus chancengerechter Strukturen als Profilbildungskriterium von Hochschulen stärker in den Blick zu nehmen.
Insgesamt haben sich rund ein Drittel aller deutschen Hochschulen für das Professorinnenprogramm beworben. Als erster und derzeit einziger Hochschule in Baden-Württemberg gelang es bisher aber nur der Pädagogischen Hochschule Freiburg erfolgreich einen Zuschlag im Rahmen dieses Programms einzuwerben.
Mit ihrem überzeugenden Gleichstellungskonzept hatte die Pädagogische Hochschule Freiburg zunächst den ersten Schritt gemeistert. Die positive Begutachtung erfolgte durch ein unabhängiges Expertengremium, das sich aus herausragenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung und Hochschulmanagement zusammensetzte. Insbesondere wurde positiv bewertet, dass sich die Pädagogische Hochschule Freiburg zum Prinzip des Gender Mainstreaming bekennt und das Ziel der Gleichstellung bereits erfolgreich in der Hochschulstruktur verankert wurde. Als weiterer Pluspunkt wurde das umfangreiche Maßnahmenpaket gewertet, das dem Antrag beigefügt war. Das Urteil der Jury, so die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Traudel Günnel, hat auch große Bedeutung für die konkrete Weiterarbeit im Gleichstellungsbüro. Das bestätigt auch die Gleichstellungsreferentin Doris Schreck, die maßgeblich den Antrag für das Professorinnenprogramm ausgearbeitet hat. "Trotz bisheriger Erfolge: Wir müssen noch viel bewegen! Geschlechterparität sollte endlich auch auf der Leitungsebene Einzug halten, Professorinnen gibt es immer noch zu wenige, die Kinderbetreuung hält noch nicht genug Plätze bereit und es fehlen Studenten an der Pädagogischen Hochschule."
In einem zweiten Schritt konnten nun, durch die schnelle Besetzung einer Regelprofessur mit einer hochqualifizierten Wissenschaftlerin, erfolgreich Fördergelder aus dem Programm abgerufen werden. Mit den Mittel werden folgende geplante Maßnahmen umgesetzt: Die weitere Erhöhung der Frauenanteile bei Professuren und Leitungsfunktionen - dazu sollen beispielsweise spezifische Fortbildungen für Führungskräfte und ein Leitfaden für Berufungsverfahren beitragen, um Geschlechter diskriminierende Aspekte bei Einstellungen auszuschließen. Im Weiteren ist vorgesehen, die wissenschaftliche Qualifizierung zu optimieren: Stipendien, Mentoringprogramme, strukturelle Verbesserungen bei Fort- und Weiterbildungs- sowie Beratungsprogrammen. Darüber hinaus soll der Ausbau der Kinderbetreuung sowie des Beratungsservices für studierende und beschäftigte Eltern ausgebaut und die familienfreundlichen Studien- und Arbeitsbedingungen weiter verbessert werden. Und nicht zuletzt sind gezielte Maßnahmen zur Akquirierung von männlichen und weiblichen Studierenden für jeweils noch "geschlechtsuntypische" Studiengänge geplant, um beispielsweise junge Männer für den Beruf des Grundschullehrers oder auch junge Frauen für den Studiengang Berufsschullehrerin z. B. im Bereich Technik zu motivieren.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg wurde durch den errungenen Erfolg darin bestärkt auf dem richtigen Weg zu sein, so Rektor Prof. Dr. Ulrich Druwe. Er ist hoch erfreut, dass die Hochschule dadurch Anerkennung und finanzielle Unterstützung erhalte, um die von ihr angestrebte Chancengleichheit von Frauen und Männern im Wissenschafts- und Bildungsbereich weiterhin zielstrebig voranzubringen.

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