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Dr. Leopold-Lucas-Preis 2009 geht an Karen Armstrong

06.05.2009 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Einladung

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie die Universität bereits mitgeteilt hat, wird am kommenden Dienstag, dem 12. Mai, die Londoner Publizistin und Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong den mit 50.000 Euro dotierten Dr. Leopold-Lucas-Preis 2009, einen der wichtigsten Friedenspreis überhaupt, entgegennehmen. Zur Preisverleihung um 17.15 Uhr im Festsaal, Neue Aula, Wilhelmstr. 7, lade ich Sie hiermit sehr herzlich ein. Eine ausführliche Pressemitteilung werden Sie in den nächsten Tagen noch erhalten.

Gleichzeitig möchte ich Sie auch herzlich zum Pressegespräch mit Karen Armstrong einladen, das am Dienstag, dem 12. Mai, 10.30 Uhr, im Sitzungssaal des Dekanats der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Liebermeisterstr. 12, 2. Stock, stattfinden wird.

Die Biographie Karen Armstrongs, deren Werke in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden, entspricht nicht dem typischen Werdegang einer Wissenschaftlerin: Bereits im Alter von 17 Jahren tritt sie 1962 einem Kloster bei, in dem sie sieben Jahre als Nonne lebt. Nachdem sie den Orden 1969 verlässt, distanziert sich Armstrong zunächst von der Religion und schließt ein Studium der englischen Literatur ab. Ihre Erfahrungen im Kloster verarbeitet sie im autobiographischen Buch Through the Narrow Gate, das zum Bestseller wurde. Eine nicht angenommene Dissertation führt schließlich zum Bruch mit dem Wissenschaftsbetrieb. Erst über ihre Arbeiten für einen Dokumentarfilm in Jerusalem im Jahr 1984 nähert sich Armstrong dem Thema Religiosität sowohl in wissenschaftlicher Betrachtung als auch in ihrer persönlichen Spiritualität wieder an. Heute bezeichnet sich Armstrong als "freelance monotheist", also eine Art konfessionsungebundene Monotheistin, und befasst sich in ihren Schriften mit verschiedenen Religionen und ihrer Geschichte. Ihr besonderes Interesse gilt den Herausforderungen der Gegenwart: Fundamentalismus, Heiliger Krieg, Toleranz, Dialog der Religionen sowie Möglichkeiten des Religionsfriedens. Armstrong sieht in den großen monotheistischen Religionen eine mögliche Quelle für ein universelles "Mitgefühl", in dem sie ein friedensstiftendes Potenzial sieht.

Mit freundlichen Grüßen

(Michael Seifert)

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