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Polymerforschung. Faszination. Innovation - das IPF zur Langen Nacht der Wissenschaften in Dresden

12.06.2009 - (idw) Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V.

Polymerforschung "von nano bis makro", von Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von neuartigen Materialien und Bauteilen, präsentiert das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. zur Langen Nacht der Wissenschaften am 19. Juni 2009.
In einem Vortrag (20 Uhr) stellt Frau Dr. Edith Mäder unter dem Titel "Leichtbauwerkstoffe für die Zukunft: Von nano bis makro maßgeschneidert mit Polymeren" neueste Entwicklungen und aktuelle Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Faserverbundwerkstoffe vor. Diese modernen Leichtbauwerkstoffe ermöglichen neue energie- und ressourcenschonende Technologien u. a. im Luftfahrzeug-, Fahrzeug- und Maschinenbau sowie im Bauwesen und sind ebenso gefragt z. B. für moderne leichte, leistungsfähige und belastbare Sportgeräte (Fahrräder, Boote, Ski u. a.)
Darüber hinaus können die Besucher Faszination und Innovationspotential der Polymerforschung in nahezu 25 Labors und Technika erleben. Das Spektrum der Präsentationen reicht dabei von der Synthese von Polymeren mit genau definiertem, neuartigem molekularem Aufbau über moderne analytische Methoden zur Untersuchung von Materialien auf Mikro- und Nanometerebene bis hin zur Entwicklung neuer polymerbasierter Materialien für spezielle Anwendungen. Funktionelle Materialien und Oberflächen werden u. a. für die regenerative Medizin, die Mikroelektronik oder die Sensorik entwickelt. Als Ergebnis von Forschungsarbeiten in Kooperation mit Automobilherstellern werden Karosseriebauteile aus modifiziertem Kunststoff zu sehen sein, die dank des Zusatzes von Schichtsilikaten und Kohlenstoffnanoröhren alle Anforderungen erfüllen, die die Automobilindustrie stellt, wenn es darum geht, bisher gebräuchliche Metallbauteilteile durch leichtere Kunststoffteile zu ersetzen: ein sehr gutes Festigkeits- und Zähigkeitsverhalten, eine erhöhte Wärmeformbeständigkeit und die Lackierbarkeit in industrieüblichen Prozessen, gemeinsam mit metallischen Komponenten.
Erstmals zur Langen Nacht der Wissenschaften zu sehen sind zwei im Institut entwickelte Fadenbildungstechnologien: Zum einen das Online-Spinnen von Hybridfäden aus Thermoplast- und Glasfilamenten, und zum anderen das Erspinnen von Hohlfäden aus Biopolymeren (Polyhydroxybuttersäure, Polymilchsäure). Hybridfäden besitzen als Verstärkungsfasern für Verbundwerkstoffe erhebliches Potential zur Verbesserung der Verbundeigenschaften; die Hohlfäden eröffnen dank ihrer Biokompatibilität und Resorbierbarkeit sowie ihrer Eignung für (Wirk)Stofftransport- und -austauschprozesse neue Perspektiven für medizinische Therapien.
Fast alle Labor- und Technikavorführungen sind auch für Schüler sehr anschaulich und verständlich. Für Kinder im Grundschulalter (und evtl. Vorschulkinder) gibt es erneut eine Experimentalvorlesung mit Jürgen & Helfried (Dr. J. Pionteck und H. Kunath, 18.15 Uhr) sowie Angebote zum Selber-Experimentieren (ab etwa 19.00 Uhr).
Das IPF ist mit seiner Veranstaltung zur Langen Nacht der Wissenschaften eine Passstation im Rahmen der Forschungsexpedition Deutschland.
Weitere Informationen: http://www.ipfdd.de http://www.dresden-wissenschaft.de
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