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Antrittsvorlesung des neuen Leibniz-Professors an der Uni Leipzig

12.06.2009 - (idw) Universität Leipzig

Prof. Randy Snurr von der Northwestern University Evanston, USA, hält seine Antrittsvorlesung zum Thema "Nanoporous Materials for Solving Energy and Environmental Problems". "Snurrs Arbeitsgruppe gilt als international führend bei der molekularen Simulation von Adsorptionsvorgängen", sagt Prof. Dr. Harald Krautscheid, Dekan der Fakultät für Chemie und Mineralogie.

Zeit: 16.06.2009, 16:00 Uhr
Ort: Arthur-Hantzsch-Hörsaal
Johannisallee 29 Die Antrittsvorlesung mit dem aktuellen Titel "Nanoporous Materials for Solving Energy and Environmental Problems" findet als gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Höhere Studien und der Fakultäten für Physik und Geowissenschaften sowie für Chemie und Mineralogie statt. "Mit der Vergabe der Leibniz-Professur an Professor Snurr, der schon als Humboldt-Stidpendiat in Leipzig gewesen ist, vertiefen sich die Kontakte mit der amerikanischen Elite-Universität in Evanston", meint Prof. Krautscheid. "Dem wird auch damit Rechnung getragen, dass der höchste Repräsentant der Universität Leipzig, Rektor Prof. Franz Häuser, und der Direktor des Zentrums für Höhere Studien, Prof. Pirmin Stekeler-Weithofer, mit einem Grußwort bei der Veranstaltung zugegen sein werden.
Eingeladen ist auch die US-Genralkonsulin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Katherine Brucker.

Randy Snurr zählt zu den herausragenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Molekulardynamik in nanoporösen Systemen. Seine Forschungsinteressen liegen in der Modellierung von molekularen Prozessen, vor allem im Bereich der Diffusion, Adsorption und Katalyse, und in der Entwicklung von neuen Materialien zur Ausnutzung dieser Phänomene. Seine Arbeitsgruppe gilt als international führend bei der molekularen Simulation von Adsorptionsvorgängen in der neuen Materialklasse der MOFs (metal organic frameworks), also porösen Materialien, die vielversprechende Eigenschaften bezüglich Gasspeicherung, Gastrennung, Sensorik oder der Katalyse zeigen.

Im Ranking der US-amerikanischen Universitäten ist die Northwestern University regelmäßig unter den Top Ten zu finden. Für die Leipziger Physiker und Chemiker ist es keine Frage, dass ihre amerikanischen Fachkollegen hierbei einen großen Anteil haben. Einer von ihnen ist Randall Q. Snurr, der nach seinem Aufenthalt in Leipzig als Humboldt-Stipendiat (1994/95) als Professor of Chemical & Biological Engineering nach Evanston berufen wurde. Seine Arbeiten zu molekularen Simulationen bestimmen den Weltstand und sind auf vielfältige Weise mit Leipziger Arbeiten verbunden, insbesondere beim Einsatz mikroskopischer Verfahren zur Beobachtung der ungeordneten Molekülbewegung ("Diffusion") in nanoporösen Materialien, wo Leipzig Weltgeltung besitzt (vgl. Uni-Pressemitteilung 2009/113 vom 12. Mai 2009). Für das laufende Sommersemester wurde er vom Rektor der Universität Leipzig auf die Leibniz-Professur berufen, die ihm - neben vielfältigen Lehraktivitäten innerhalb der Research-Akademie Leipzig (RAL), im Rahmen des PbF-1, der Leipziger Graduiertenschule "BuildMoNa" und des internationalen Graduiertenkollegs "Diffusion in Porous Materials" - insbesondere auch die Möglichkeit zur Zusammenarbeit vor Ort mit den Chemikern und Physikern um die Professoren Harald Krautscheid und Jörg Kärger eröffnet, von denen die Initiative zu dieser Einladung ausging.

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