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DFKI beim Wissenschaftssommer in Saarbrücken - Computer mit Augen, Ohren und Verstand

12.06.2009 - (idw) Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Vom 20. Bis 26. Juni 2009 präsentiert das DFKI im Rahmen des Wissenschaftssommers, einer Initiative von Wissenschaft im Dialog (WiD), Exponate, Systeme, Prototypen auf dem Tbilisser Platz in Saarbrücken. In der großen Zeltstadt vor dem Saarländischen Staatstheater zeigt das DFKI die Intelligente Produktlupe aus dem Innovative Retail Lab, Technologien, mit denen man auf dem Wii Balance Board durch virtuelle Welten surfen kann und Business-Anwendungen für E-Mail-basierte Geschäftsprozesse in kleinen und mittelständischen Unternehmen: Innovative Retail Laboratory, IRL - Intelligente Produktlupe

Inhaltsstoffe, Bindemittel, Kaloriengehalt: Die Intelligente Produktlupe vergrößert die gesetzlich vorgeschriebenen - aber meist kleingedruckten - Informationen und erläutert z.B. E-Nummern oder gibt Hinweise auf mögliche Allergene. Sobald das Lesegerät des Kiosksystems mittels RFID-Technologie ein Produkt erkannt hat, werden Bild- und Text-Informationen auf einem Touchscreen angezeigt. Die Intelligente Produktlupe bietet sowohl eine optische Vergrößerung als auch eine inhaltliche Aufbereitung der Produktinformationen. Die optische Vergrößerung kann über den Touchscreen des Kiosks intuitiv gesteuert werden. Wichtige Produktinformationen wie zum Beispiel Zutatenlisten oder Allergiehinweise werden zusätzlich noch in großer Schrift auf einem Info-Panel eingeblendet. So können sich die Kunden darüber informieren, welche Stoffe in einem Produkt enthalten sind und ob sie für Allergiker bedenklich sein können.

Der RFID-Chip ermöglicht eine Verbindung zum digitalen Produktgedächtnis, in dem Informationen über den Herstellungsprozess, Lieferketten und Umwelteinflüsse abgelegt sind. Produktgedächtnisse sollen die Daten verschiedener eingebetteter Sensoren (z.B. Temperatur, Helligkeit, Feuchtigkeit, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Lage) auswerten und daneben alle relevanten Produkt- und Betriebsdaten erfassen. Im Sinne eines "Internet der Dinge" werden diese Informationen mit ihrer Umgebung, ihren Nutzern und mit anderen Produkten aktiv ausgetauscht. Die Entwicklung des Digitalen Produktgedächtnisses wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Projekt SemProM - Semantic Product Memory - gefördert.

Realisiert wurde die Intelligente Produktlupe im Innovative Retail Laboratory (IRL), dem anwendungsnahen Forschungslabor des DFKI in der GLOBUS SB-Warenhaus Holding Zentrale. Im IRL werden Themenkomplexe rund um intelligente Einkaufsberater auf ihre Alltagstauglichkeit und den Kundennutzen getestet - von virtuellen Allergie- oder Diätassistenten bis hin zum digitalen Sommelier.

AdvanTI-Lab - Mit dem Wii Balance Board die Welt surfen

Die Sensoren des Wii Balance Board von Nintendo erfassen Körperbewegungen, Rohdaten werden an eine Konsole geschickt, die Eingabesignale zur Steuerung von Videospielen genutzt. Im AdvanTI-Lab wurden die Anwendungsszenarien erweitert: Durch Gewichtsverlagerung auf dem Balance Board ist es nun möglich, in virtuellen Welten wie Google Earth zu surfen; eine Maus oder eine Konsole werden nicht mehr benötigt. Die Grenze zwischen analoger Welt und digitalen Räumen wird durchlässiger.

Das AdvanTI-Lab erforscht neuartige Interaktionsmöglichkeiten wie z.B. multimodale Eingaben über Single- und Multitouch-Gestik in Kombination mit Sprache, aber auch die dynamische Steuerung von Programmen. Im Förderprogramm THESEUS des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) trägt das AdvanTI-Lab dazu bei, neue Zugangsformen zu internetbasierten Wissensinfrastrukturen zu untersuchen.

Commius - E-Mail-basierte kollaborative Geschäftsprozesse für KMU's

E-Mails haben sich im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) als zentrales Kommunikationsmedium etabliert. Obwohl Information und Kommunikation über das Medium E-Mail in hohem Maß unstrukturiert erfolgen, wird es dennoch häufig zur Koordination und Durchführung komplexer Geschäftsprozesse genutzt. Vor diesem Hintergrund verfolgt das europäische Projekt Commius (Community-Based Interoperability for SMEs) das Ziel, kollaborative Geschäftsprozesse möglichst einfach und benutzerfreundlich zu gestalten. Dazu werden diese in drei Interoperabilitäts-Ebenen unterteilt: technische, semantische und prozessuale Interoperabilität.

Weitere Informationen: http://www.dfki.de http://twitter.com/dfki http://www.dfki.de/irl http://www.dfki.de/iui/advanti http://www.commius.eu
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