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Hochschule Regensburg belegt 1. Platz beim internationalen IACOBUS-Architekturwettbewerb

22.07.2009 - (idw) Hochschule Regensburg

Architekturnachwuchs plant Umnutzung und Erweiterung der historischen Klosteranlage St. Klara Beim jährlichen internationalen Architekturwettbewerb IACOBUS belegten die Regensburger Architektur-Studierenden Jürgen Neumeier und Ana Martinez den ersten Platz. Rund 120 Studierende der HS.R sowie der Partneruniversitäten aus Clermont-Ferrand und La Coruna haben sich an dem Planungswettbewerb beteiligt.

Die Aufgabenstellung des diesjährigen IACOBUS-Projekts sah die Umnutzung und Erweiterung der historischen Klosteranlage St. Klara in ein Jugendgästehaus mit Jugendmusikschule vor. Auch wenn die Entwürfe der HS.R-Studierenden nicht eins zu eins umgesetzt werden, so zeigen sie doch Möglichkeiten auf, wie die barocke Klosteranlage, die im Jahr 1613 von den Kapuzinern gegründet wurde, optimal einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden könnte.

Grund genug für die Stadt Regensburg, sich die Pläne genauer anzusehen. "Für uns ist es wertvoll, wenn verschiedene Möglichkeiten durchgespielt werden und uns damit Anregungen bei der Projektentwicklung gegeben werden", so die Regensburger Planungsreferentin Christine Schimpfermann, die sich die Wettbewerbsentwürfe gemeinsam mit ihrer Kollegin Ute Hick vom Stadtplanungsamt präsentieren ließ.

"Es ging ja auch gar nicht darum, der Stadt eine kostenlose Planung zu liefern, sondern einfach ein tatsächliches Areal praxisnah zu bearbeiten und dabei die Stadt Regensburg als Projektpartner zu haben", erklärt die betreuende Architektur-Professorin Anne Beer das Projekt.

Die besondere Lage des Klosters im Stadtgrundriss nahe des Ostentors mit der Orientierung zur Parkanlage der Königlichen Villa war Ausgangspunkt für die zu entwickelten Umnutzungskonzepte in ein Jugendgästehaus, das neben Schulklassen und Touristen auch rein hypothetisch eine Jugendmusikschule vorsehen sollte. Besondere Herausforderung war dabei die räumliche Struktur des Klosters mit den früher kleinteiligen Wohnzellen der Mönche und großen Räumen, die ehemals gemeinschaftlich sakral genutzt wurden.

Alle Arbeiten haben in respektvoller Auseinandersetzung mit der Geschichte und Architektur des Ortes die Möglichkeiten einer neuen Identität der Klosteranlage St. Klara mit öffentlicher Nutzung aufgezeigt. Das internationale Preisgericht vergab den ersten Platz an das Regensburger Studierenden-Team Jürgen Neumeier und Ana Martinez. Deren Entwurf überzeugte unter anderem wegen der Öffnung zur Ostengasse, durch die über die Grünflächen eine Verbindung zur Donau geschafften wurde.

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